Caroline Kapp ist freischaffende Regisseurin und Performerin. Ihr Arbeitsschwerpunkt liegt auf der Auseinandersetzung mit Geschichtsschreibung, Erinnerungspolitiken und dem (un)kollektiven Gedächtnis. Ihre Werke arbeiten sich an Architekturen im Öffentlichen Raum und in der Landschaft ab, wo sie immer häufiger stattfinden. Weiter finden ihre Arbeiten in musealen wie theatralen Settings ihre Bühne, wie in der Pinakothek der Moderne, im Märkischen Museum Witten, am Schauspielhaus Leipzig, dem PATHOS Theater, den Münchner Kammerspielen wie am Theater Oberhausen. Nach ihrem Studium der Kulturwissenschaften leitete sie 2013 bis 2016 einen soziokulturellen Projektraum in Berlin. 2018 kuratierte sie am Theater Bremen das Festival NEW GREEK WAVE für zeitgenössisches griechisches Theater und Performance. 2020 gewann sie mit ihrer Regieabschlussarbeit MESSY HISTORY LESSONS das Körber Studio für junge Regie. 2021 hatte sie die künstlerische Produktionsleitung der Wiesbaden Biennale inne. Das Netzwerk für freie Theater koproduziert ihre Arbeit ELECTRIC MOUNTAIN OBERSALZBERG gegen die neofaschistische Vereinnahmung des Berges und im September 2023 wird ihre Arbeit zur PLANTAGE DACHAU , dem größten Arbeitskommandos des ehemaligen KZ Dachau, auf dem SPIELART Festival in München uraufgeführt. In Kollaborationen arbeitet sie kontinuierlich mit der Performancekünstlerin Julia Nitschke und der Künstlerinnengruppe MESSY ARCHIVE GROUP.
Simon Höfele ist Preisträger des großen deutschen Klassikpreises Opus Klassik und hat sich international als einer der erfolgreichsten Trompeter der jungen Generation etabliert. Als Solist spielte er bereits mit zahlreichen herausragenden Orchestern wie dem Royal Concertgebouw Orchestra, der BBC Philharmonic, dem BBC Scottish Symphony Orchestra, der Deutschen Radio Philharmonie, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, dem Mahler Chamber Orchestra und dem SWR Symphonieorchester. Dabei war er in renommierten Häusern wie der Wigmore Hall London, der Tonhalle Zürich, der Hamburger Elbphilharmonie, dem Konzerthaus Berlin oder dem Münchener Prinzregententheater zu Gast und trat bei zahlreichen bekannten Festivals auf. Dabei arbeitete der Trompeter bereits mit vielen hochkarätigen Dirigenten zusammen. Neben dem bekannten Trompetenrepertoire von Telemann über Haydn und Hummel bis zu Jolivet, Arutjunjan und Zimmermann widmet sich Simon Höfele mit großer Begeisterung der zeitgenössischen Musik und hob etwa speziell für ihn geschriebene Werke von Miroslav Srnka, Mark Simpson und Kaan Bulak aus der Taufe. Zudem spielt er regelmäßig Werke von Toshio Hosokawa, Christian Jost und Matthias Pintscher, dessen Doppelkonzert für zwei Trompeten er 2012 zusammen mit Reinhold Friedrich und dem Schleswig-Holstein Festival Orchester uraufführte. Simon Höfele, geboren 1994, erhielt mit sieben Jahren seinen ersten Trompetenunterricht in seiner Heimat Darmstadt. Fünf Jahre später wurde er Jungschüler von Reinhold Friedrich, der ihn als 14-Jährigen in seine Trompetenklasse an der Musikhochschule Karlsruhe aufnahm. Bereits früh in seiner Karriere wurde er von großen Institutionen gefördert und wurde etwa als BBC Radio 3 New Generation Artist und als „Rising Star“ der ECHO ausgezeichnet.