Biografie folgt.
Die in Peking geborenen Pianistin Ying Li erhielt mit fünf Jahren in ihrer Heimat den ersten Klavierunterricht. Im Alter von vierzehn Jahren zog sie in die USA, wo sie an renommierten Institutionen, dem Curtis Institute of Music in Philadelphia und der Juilliard School in New York zu studieren. 2021 schloss sie nicht nur ihr Studium dort ab, sondern gewann auch zwei internationale Klavierwettbewerbe in Europa und in den USA, den Premio Internazionale Antonio Mormone in Mailand und die Young Concert Artists Auditions in New York. Ying Li trat mit verschiedenen Orchestern wie dem Philadelphia Orchestra, der Accademia Teatro alla Scala, der NWD Philharmonie, dem New Jersey Symphony Orchestra und der Russischen Kammerphilharmonie St. Petersburg auf. Konzerte führten sie u. a. ins Teatro alla Scala Mailand, die Verizon Hall des Kimmel Cultural Campus Philadelphia, das Chicago Cultural Center und die ACT Concert Hall, Japan. Als begeisterte Kammermusikerin konzertierte sie auf verschiedenen Festivals wie dem Great Lakes Chamber Music Festival in Detroit und dem Verbier Festival in der Schweiz.
Die französische Dirigentin Lucie Leguay gehört zu den interessantesten jungen Dirigentinnen und stand bereits am Pult von zahlreichen großen deutschen und französischen Orchestern. Sie absolvierte ihre musikalische Ausbildung in Lausanne, Lille und Paris und erhielt weitere Anregungen bei Meisterkursen von renommierten Dirigenten wie Pekka Jukka Saraste, Mark Shanahan, Clark Rundell und Peter Eötvös. Lucie Leguay ist Preisträgerin mehrerer internationaler Wettbewerbe. So wurde sie im November 2018 beim ersten Wettbewerb für junge Orchesterdirigentinnen in der Philharmonie von Paris ausgezeichnet und gewann zwei Jahre zuvor den Florence Orchestra Camera Award beim Finale des Internationalen Dirigierwettbewerbs in Empoli (Italien). Im Jahr 2021 wurde Leguay zur Assistentdirigentin von Mikko Franck beim Orchestre Philharmonique de Radio France ernannt. Vorher hatte sie diese Position bereits beim Ensemble Intercontemporain (Paris) und Matthias Pintscher, beim Orchestre National d'île de France (Paris) und dem Orchestre National de Lille sowie beim Verbier Festival inne, wo sie mit Dirigenten wie Valery Gergiev, Daniel Harding, Antonio Pappano, Klaus Mäkelä, Lahav Shani, Gabor Takacs-Nagy und Manfred Honeck zusammenarbeitete. In der Saison 2022/2023 gibt Lucie Leguay ihre Debüts beim Konzerthausorchester Berlin, beim Orchestre de Paris und beim Orchestre du Capitole de Toulouse und leitet auf einer Europatournee in Zusammenarbeit mit der Queen Elisabeth Music Chapel die Neuproduktion Carmen Case von Diana Soh-Hudry nach Georges Bizet. Mit zwei neuen Projekten kehrt sie zudem an die Oper von Bordeaux zurück sowie an das Amsterdamer Concertgebouw für eine Produktion rund um Prokofjews Ballett Cinderella .
Lucienne Renaudin Vary wurde 1999 in der weit im Westen Frankreichs gelegenen Kleinstadt Saint-Sébastien-sur-Loire geboren. Mit acht Jahren erhielt sie den ersten Trompetenunterricht. Nachdem sie bereits mit elf Jahren bei internationalen Wettbewerben auf sich aufmerksam machte, wurde sich 2014 am Pariser Conservatoire aufgenommen, wo sie zunächst klassische Trompete und ab 2017 zusätzlich auch Jazz-Trompete studierte. Inzwischen konzertiert die junge Künstlerin international sowohl im Klassik- wie im Jazzbereich. So war Vary bei großen Orchestern zu Gast wie dem Philharmonia Orchestra, der Tonhalle Zürich, dem Royal Philharmonic Orchestra, dem Niederländischen Philharmonischen Orchester, der Kammerakademie Potsdam oder dem Orchestre National de France und konzertierte aus Anlass der Feierlichkeiten zum Bastille-Feiertag auf dem Eiffelturm. Vary hat bereits mit zahlreichen Dirigent*innen wie Paavo Järvi, Barbara Hannigan, François-Xavier Roth, Eun Sun Kim, Vladimir Ashkenazy oder Tugan Sokhiev zusammengearbeitet. Auch bei Festivals wie den Snape Proms, dem Festival de Pâques in Aix en Provence, dem Rheingau Musik Festival oder Flâneries de Reims tritt die Musikerin auf. Die Trompeterin ist auch eine gefragte Jazzkünstlerin und hat ihr eigenes Quartett. Unter anderem spielte sie 2018 sie mit ihrem Quartett beim Auftritt von Wynton Marsalis beim Festival „Jazz in Marciac“, wo sie im vergangenen Jahr wieder auftrat. Seit 2017 sind vier CD-Produktionen von Lucienne Renaudin Vary bei Warner Classics erschienen, „The Voice of the Trumpet“ (2017), „Mademoiselle in New York“ (2019), „Piazzolla Stories“ (2021) und jüngst auch ein mit dem Luzerner Sinfonieorchester und Michael Sanderling aufgenommenes Album mit vier beliebten Trompetenkonzerten, unter anderem auch dem von Johann Nepomuk Hummel. Trotz ihres jugendlichen Alters ist Lucienne Renaudin Vary bereits vielfach mit Preisen und Auszeichnungen bedacht worden.