Svenja Riechmann studierte Germanistik, Theater-, Film und Fernsehwissenschaften, Politik und Soziologie an der Ruhr- Universität Bochum. In der Spielzeit 1994/95 war sie Dramaturgieassistentin für das Kinder- und Jugendtheater des Theater Dortmund. Von 1995 bis 2005 arbeitete sie als Dramaturgin für das Kinder- und Jugendtheater, ab 1999 unter der Leitung von Andreas Gruhn. In dieser Zeit betreute Svenja Riechmann mehr als 60 Inszenierungen als Produktionsdramaturgin. Einen großen Teil der Produktionen betreute sie dabei auch theaterpädagogisch. Seit Beginn der Spielzeit 2015/16 ist sie als Koordinatorin Theaterpädagogik für die Sparten Oper, Konzert, Ballett, Schauspiel und Kinder- und Jugendtheater des Theater Dortmund zuständig. In dieser Funktion betreut Svenja Riechmann die spartenübergreifenden Projekte des Theaters, zu denen unter anderem die Schulkooperationen, die Organisation und Moderation der Preisverleihung des Dortmunder Literaturwettbewerbs, die Organisation der Schultheatertage „Wechselspiel“ für das Theater Dortmund und die Veröffentlichungen der Theaterpädagogik gehören.
Geboren in Wien (Österreich), ist seit 2011 Chefdramaturg des Ballett Dortmund. Nach seiner Tätigkeit als Chefredakteur der „Österreichischen Musikzeitschrift“ war er Musiktheaterdramaturg der Wiener Festwochen. In leitender Position war er an den Wuppertaler Bühnen, am Theater Dortmund sowie in der Intendanz der Deutschen Oper Berlin und als Künstlerischer Direktor der Internationalen Gluck Opern Festspiele tätig. Gastdramaturgien: Semperoper Dresden, Theater an der Wien, Landestheater Linz, Müpa Budapest, Musiktheater im Revier Gelsenkirchen und The Hong Kong Ballet. Seit 2006 arbeitet er mit Xin Peng Wang zusammen.
Geboren in Recklinghausen, Ausbildung zur Fachkraft für Veranstaltungstechnik, Engagements am Staatstheater Oldenburg und am Aalto Theater in Essen, Bühnenmeister am Westfälischen Landestheater, Schauspiel Essen (Grillo) und am Opernhaus Dortmund. Seit 2017 Technischer Leiter des Ballettzentrum Westfalen und des NRW Juniorballett.
Alina Wunderlin studierte Musikwissenschaft in Frankfurt a. M. sowie Gesang an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim. Ihre Ausbildung ergänzte sie durch Meisterkurse u. a. bei Rudolf Piernay, Elly Ameling, Robert Holl, Klesie Kelly, Anne Le Bozec, Graham Johnson, Axel Bauni, Jan Philip Schulze und Brigitte Fassbaender. Bereits während ihres Studiums sang sie die Titelpartie in der für die Osterfestspiele Baden-Baden komponierten Kinderoper Ritter Parceval , die auch in der Philharmonie Berlin aufgeführt wurde. Von 2018 bis 2020 war sie Mitglied des Internationalen Opernstudios der Oper Köln, wo sie ihre Rollendebüts u. a. in der Titelrolle von Strawinskys Nachtigall , als Frasquita ( Carmen ), Waldvogel ( Siegfried für Kinder ), Olympia ( Hoffmanns Erzählungen für Kinder ) sowie als Ernestina ( La scuola de’ gelosi ) gab. 2021 gastierte sie am Salzburger Landestheater als Königin der Nacht in Mozarts Die Zauberflöte und sang diese Partie in der Folge ebenfalls am Staatstheater Braunschweig sowie an der Volksoper Wien. Weitere Engagements führen sie außerdem nach Tokyo, Bonn, Belgrad und München. 2019 wurde sie in der Kritikerumfrage der Zeitschrift Opernwelt als „Nachwuchskünstlerin des Jahres“ nominiert. Sie war Stipendiatin der Yehudi-Menuhin-Stiftung „Live Music Now“ Rhein-Neckar, des Richard-Wagner-Verbandes Heidelberg und der Händelakademie der Internationalen Händelfestspiele 2017 in Karlsruhe sowie 2018 Sonderpreisträgerin in der Kategorie Oper beim Concours International de Chant Marmande in Frankreich.
Mit fünf Jahren sah ich im Theater Am Goetheplatz in Bremen Klaus Klettermaus und die Tiere im Hacke Backe Wald , mein Vater ging mit mir dahin und da wusste ich, das ist das Beste. Ich saß wie gelähmt vor Begeisterung auf dem Theatersessel, während die anderen Kinder um mich herum tobten. Ich änderte meinen Berufswunsch von Tierforscherin in Schauspielerin. Es fiel mir wieder ein, als wir in der achten Klasse Wilhelm Tell durchnahmen. Ich durfte den Gessler spielen und man lobte meine Bösartigkeit. Da wurde mir klar, dass man auf der Bühne alles Mögliche werden kann. Ich ging in die Theater AG und von neuem ins Theater, wo zu der Zeit Zadek und Steckel inszenierten. Es war einfach das Beste, was es gab. Die Angst, die Pubertät, die Sorge fielen von mir ab im Theater. Es machte Dinge sichtbar, die ich vorher nur erahnen konnte. Ich machte Abitur, arbeitete danach in einer Gewürzfabrik, einer Spedition, einem Kaufhaus, wohnte früh allein in einer winzigen Souterrainwohnung und bereitete mich auf die Aufnahmeprüfung vor. Dann das Studium an der Hochschule der Künste Berlin 1982- 1986. Der Mehrteiler Sommer in Lesmona für Radio Bremen/Studio Hamburg, dabei viel gelernt von Peter Beauvais. Engagements in Tübingen, Freiberg, Zittau und bei den Ruhrfestspielen. Freiberuflich in Berlin. Synchron. Tanztheater. Heirat mit Andreas Gruhn. Ein Sohn und eine Tochter, die auch Schauspielerin wird. Nach einer schweren Erkrankung gehe ich viele hundert Kilometer auf den Jakobswegen durch Frankreich nach Spanien. Schreibe und spiele das Solo The Road To Santiago in Kooperation mit der Compagnie des Mers du Nord. Ensemblemitglied am Kinder- und Jugendtheater (KJT) des Theater Dortmund von 2000-2022.
Talia Paulette Oliveras und Nia Farrell (aka Ta-Nia) sind ein Theatermacherinnen-Duo, das sich dem Ziel verschrieben hat, die Grenzen des Theaters herauszufordern, um kompromisslose Schwarze-Befreiungsräume zu schaffen. Sie studierten experimentelle und kollaborative Theaterformen an der Tisch School of the Arts der New York University, wo beide ihren Abschluss im Studiengang Drama machten. Während ihres Studiums nahmen sie am MLK Scholars-Programm teil und schlossen dieses mit Auszeichnung ab. Ta-Nia haben mit Ars Nova ANT Fest zusammengearbeitet und sind Teil des Soho Rep Writer/Director LAB 2019 – 2021. Im Rahmen des „Stückemarkts“ des Berliner Theatertreff en 2021 gewann Ta-Nia einen Stückauftrag für das Schauspiel Dortmund
Der deutsche Bariton Thomas Johannes Mayer absolvierte seine Gesangsausbildung an der Kölner Musikhochschule bei Liselotte Hammes und Kurt Moll. Nach ersten Engagements an den Theatern in Regensburg und Darmstadt feierte Mayer am Theater Basel mit der Titelpartie in W. A. Mozarts Don Giovanni sowie als Achilles in Othmar Schoecks Penthesilea in der Inszenierung von Hans Neuenfels vielbeachtete Erfolge. Am Badischen Staatstheater Karlsruhe folgten u. a. die Partien Wotan / Wanderer in Richard Wagners Der Ring des Nibelungen . Zur Saison 2008/09 wurde er Ensemblemitglied an der Hamburgischen Staatsoper, wo er viele der wichtigsten Partien seines Faches interpretierte. Seit 2010 ist Thomas Johannes Mayer als freischaffender Künstler tätig. Seine internationale Karriere begann Thomas Johannes Mayer in der Spielzeit 2007/08 mit der Titelpartie von Alban Bergs Wozzeck in einer Inszenierung von Jürgen Flimm an der Mailänder Scala. Seither gastierte er an zahlreichen Opernhäusern und bei bedeutenden Festivals, so u. a. am Theater Basel, der Nederlands Opera in Amsterdam, dem Théâtre Royal de la Monnaie, der Bayerischen Staatsoper München, der Opéra National de Paris, dem New National Theatre Tokyo, dem Palau de les Arts Reina Sofia Valencia, Theater an der Wien, Opernhaus Zürich, Royal Opera House Covent sowie an allen drei Berliner Opernhäusern, ferner bei den Festspielen in Bregenz, Bayreuth und Salzburg. Zum Repertoire von Thomas Johannes Mayer gehören, neben den großen Strauss- und Wagnerpartien (so u. a. Barak in Die Frau ohne Schatten , Jochanaan in Salome , Mandryka in Arabella , Amfortas in Parsifal , Telramund in Lohengrin sowie die Titelpartie in Der fliegende Holländer ) auch Partien wie Moses in Arnold Schönbergs Moses und Aaron , Wassermann in Antonín Dvořáks Rusalka oder die Titelpartie in Manfred Trojahns Orest . Hierbei arbeitete er mit namhaften Dirigent*innen wie Daniel Barenboim, Semyon Bychkov, Daniele Gatti, Philippe Jordan, Vladimir Jurowski, Zubin Mehta, Kent Nagano, Andris Nelsons, Sir Simon Rattle, Sir Donald Runnicles, Ulf Schirmer, Peter Schneider, Stefan Soltesz, Christian Thielemann und Simone Young zusammen.
Julia Nitschke ist Performancekünstlerin und Autorin. Sie studierte u.a. Szenische Forschung an der Ruhr-Universität Bochum. Ihr aktueller Arbeitsschwerpunkt liegt auf dem politischen Erinnern von Vergangenheit, sowohl in queer-feministischen als auch in familiären Post-Ost Kontexten. Sie ist Teil der Grupa Mauczka, ein Kollektiv, das sich künstlerisch mit Migrationsgeschichten aus Oberschlesien auseinandersetzt. Zusammen mit der Regisseurin Caroline Kapp erarbeitet sie an absurden Performances zur Gesellschaftspolitik, die kontinuierlich deutsche Erinnerungspolitiken befragen. Ihre Arbeiten sind über das Ruhrgebiet hinaus unter anderem am FFT Düsseldorf, Pathos Theater in München und in den Sophiensälen Berlin zu sehen. Eingeladen wurde sie auch von der Akademie der Künste Welt Köln und von Urbane Künste Ruhr. In Bochum betreibt Nitschke mit weiteren wunderbaren Menschen das atelier automatique, einen möglichst solidarischen Arbeitsplatz für Künstler*innen sowie Off Space für die lokale Kunstszene. Seit 2022 studiert Julia Nitschke den Universitätslehrgang Kuratieren in den szenischen Künsten und ist für diesen Lehrgang Stipendiatin der Kunststiftung NRW. julianitschke.space