Slynrya Kongyoo wurde 1994 in England, Kent geboren. 2016 schloss sie ihr Studium an der Srinakharinwirot Universität in Bangkok mit einem Bachelor in Theaterdesign ab. Nach diesem Studium arbeitete sie als Freelance-Designerin und Illustratorin. Seit 2019 lebt sie in Deutschland und schloss 2021 ihr Masterstudium der Szenografie und Kommunikation an der FH Dortmund ab. Sie arbeitet als Ausstattungsassistenz am Theater Dortmund. Gemeinsam mit Sandra Kania und Constanze Kriester war sie für die Ausstattung der Produktion Halbwache Geister des Sprechchor Dortmund verantwortlich. Mit der Produktion Hurra, Romeo und Julia! Die Szene mit der Leiche, die habe ich gelöscht (Regie: Linda Fisahn, icbyt) folgte die erste eigene Ausstattung am Schauspiel Dortmund.
Constanze Kriester, geboren in Münster, Ausstattungsassistentin am Theater Dortmund, Studium der freien Kunst an der Akademie der bildenden Künste Nürnberg und der Kunstakademie Münster. Erstes eigenes Bühnen- und Kostümbild gemeinsam mit Sandra Kania und Slynrya Kongyoo für die Produktion Halbwache Geister des Sprechchor Dortmund.
Geboren in Belo Horizonte (Brasilien). Ausbildung am Centro de Formação Artística e Tecnológica sowie am ATM centro cultural de danças in Brasilien. Preisträger des YAGP 2022. Von 2022 bis 2024 Mitglied des NRW Juniorballett. Anschließend Engagement am London City Ballet.
Noémi Ola Berkowitz (she/they) ist Regisseur*in, Dramaturg*in, und Performer*in und arbeitet auf Deutsch, Polnisch, und Englisch. 2016 schloss Noémi ihr Studium – Theater (Schauspiel) und Psychologie – an der Stanford University mit Distinction ab. Auszeichnungen u. a. Eleanor Prosser Prize for Excellence in Theater (2016) und Theatre Bay Area Award for Outstanding Acting Ensemble of a Play (2014). Erste Regiearbeiten entstanden während des Studiums. Nach dem Studium zog Noémi nach Deutschland, wo sie als Regieassistierende ans Maxim Gorki Theater und danach an die Münchner Kammerspiele ging und u. a. mit Regisseur*innen wie Yael Ronen, Oliver Frljic, Jan-Christoph Gockel und Nora Abdel-Maksoud arbeitete. Eigene Regiearbeiten entstanden in der Zeit in Deutschland und in Polen: Epilogue am English Theatre Berlin Expo Festival (2017, Regie und Text); Movement of Freedom im Studio Я des Maxim Gorki Theaters (2018, Regie und Text); a face to the story in the newspaper… für das jüdisch-polnisch Festival „Festivalt“ in Krakau (2019, Regie und Text). Einladung zur Künstlerresidenz beim 2021 Sopot Non-Fiction Theaterfestival. an imperfect utopia für TR Warszawa/Münchner Kammerspiele (2023, Regie und Co-Autor*in). Einladung zur Künstlerresidenz mit Showing am English Theatre Berlin für (de)Colonizing the Skies (2024, Regie und Co-Autor*in). Das Stück an imperfect utopia (Text: Noémi Berkowitz und Martyna Wawrzyniak), eine Koproduktion von TR Warszawa und den Münchner Kammerspielen, beschäftigt sich mit queeren Utopien, autobiografischen Geschichten und der transnationalen Geschichte des queeren Undergrounds. In dieser besonderen Performance spielen Schauspieler*innen aus beiden Ländern zusammen mit der Live-Musikerin Trace, und das Publikum sitzt mit auf der Bühne. Noémi arbeitet gerne mit transnationalen Performer*innen, intersektionalen Perspektiven und verwischt dabei die Linien zwischen Theater, Queer Underground Performance und Aktivismus. Als Dramaturg*in begleitet Noémi aktuell Alle Spielen (Regie: Magda Korsinsky, Schauspiel Dortmund) und Die Hölle ist Leer (Regie: Fabio Thieme, HFS Ernst Busch) und arbeitet an einem M.A. in Dramaturgie an der HFS Ernst Busch.
Magda Korsinsky ist bildende Künstlerin und Choreografin, Kunst- und Tanzvermittlerin. In Prag geboren, studierte sie Bildende Kunst an der UdK Berlin, der ENSBA Paris und der AVU Prag sowie Kunstpädagogik an der UdK Berlin und absolvierte die Weiterbildung Seneca Intensiv in Tanzpädagogik im Dock 11. 2012 schloss sie ihr Choreografiestudium am HZT Berlin ab. Ihre bildnerischen Werke wurden in zahlreichen Ausstellungen gezeigt, unter anderem in der Galerie Dengler und Dengler in Stuttgart, im Kunsthaus Dresden, bei Savvy Contemporary e. V., im Haus der Geschichte Wien und in der Bundeskunsthalle Bonn. Ihre choreografischen Arbeiten wurden im ada Studio, Uferstudios, Maxim-Gorki Theater, in den Sophiensælen, am Theater Oberhausen, am Theater der Jungen Welt, am Theater an der Parkaue und am Ballhaus Naunynstraße aufgeführt. Am Ballhaus Naunynstraße entstand 2014 Gazes that Matter , eine interdisziplinäre Arbeit, die sich mit der politischen Dimension von Blicken auseinandersetzt. 2014 folgte STRICKEN , ihre viel gezeigte mehrteilige, interdisziplinäre Arbeit über sechs Schwarze Frauen* und ihre Beziehung zu ihren weißen deutschen Großmüttern, die im Nationalsozialismus aufgewachsen sind. 2019 präsentierte sie dort PATTERNS , eine Performance mit zehn Schwarzen Frauen*, die Verhaltensmuster, Routinen und Gesten thematisiert. Ihre neueste Arbeit am Ballhaus Naunynstraße ist WERDEN , eine Auseinandersetzung mit Repräsentation und Vorbildern, die mit vier Schwarzen FLINTA*s im Rahmen der Tanzreihe Wie ich werde, wie ich sein will entstanden ist. Magda Korsinsky lebt als Elternteil zweier Kinder in Berlin-Kreuzberg und erforscht in ihrer bildnerischen und choreografischen Arbeit zentrale Themen wie Identität, Selbstermächtigung und Empowerment sowie die komplexen Verflechtungen zwischenmenschlicher Beziehungen und die politische Dimension des Privaten. Ihre dokumentarisch-künstlerischen Ansätze eröffnen neue Perspektiven auf die Lebensrealitäten marginalisierter Menschen, wobei sie deren Prägungen aufzeigt, jedoch die Emanzipationen in den Vordergrund stellt. Aus einer Schwarzen, intersektionalen, feministischen Perspektive arbeitend, recherchiert sie mit Performer*innen unterschiedlicher Disziplinen sowie Expert*innen des Alltags. Deren Wissen und Erfahrungen prägen den Entstehungsprozess ihrer Werke, fließen in die Proben ein und spiegeln sich auf der Bühne und im Ausstellungsraum wider. Korsinsky überschreitet in ihren Werken bewusst die Grenzen einzelner künstlerischer Medien und Disziplinen, um mit ihrem transdisziplinären Ansatz vielschichtige Erzählungen zu schaffen, die soziale und persönliche Themen auf besondere Weise verbinden und den Raum für Reflexion und Dialog erweitern. Ihre Arbeiten richten sich an ein diverses Publikum – von Erwachsenen bis hin zu einem jungen Publikum ab zwei Jahren – und bringen Menschen aller Altersgruppen, von Kindern bis Senior*innen, auf die Bühne. Sie verfolgt partizipative Ansätze, die Zugänge öffnen – sowohl in Bezug auf die Frage, wer auf der Bühne steht, als auch darauf, wer zuschaut. Dabei hinterfragt und gestaltet sie auch immer wieder die Publikums Situation neu, indem sie sich bemüht die klassische Zuschauendenrollen aufzulösen, um interaktive, gemeinschaftliche Erlebnisse zu schaffen. In diesem Zusammenhang setzt sie sich auch mit dem Konzept der Relaxed Performance und des Relaxed Process auseinander, um neue Zugänge zu erproben und unterschiedliche Bedürfnisse sowohl im Aufführungsrahmen als auch im Probenprozess zu berücksichtigen.
Die aus Kleve am Niederrhein stammende Pianistin Laura Pitz begann mit dem Klavierspiel im Alter von sechs Jahren und erhielt ihre pianistische Ausbildung an der Hochschule für Musik und Tanz Köln bei Josef Anton Scherrer. Ein Studienjahr absolvierte sie zudem an der Universität Mozarteum in Salzburg, wo sie von Cordelia Höfer-Teutsch unterrichtet wurde. Im Rahmen von internationalen Meisterkursen erhielt sie weitere Impulse u.a. von Manfred Aust, Matthias Kirschnereit, Olivier Gardon und Markus Bellheim. Laura Pitz ist seit dem Jugendalter in Konzerthäusern wie der Essener Philharmonie, der Bochumer Jahrhunderthalle und dem Cuvilliés-Theater München zu hören. Zudem trat sie beim Schleswig-Holstein-Musikfestival und beim Klavierfestival Ruhr auf. Neben mehrfachen ersten Bundespreisen des Wettbewerbs „Jugend musiziert“ wurde sie mit Sonderpreisen der Deutschen Stiftung Musikleben sowie der ZONTA International/Union deutsche ZONTA Clubs ausgezeichnet. Sie war Preisträgerin beim Westfälischen Klavierwettbewerb „Van Bremen“ und beim Rotary Klavierwettbewerb und erhielt den 2. Trimborn-Förderpreis NRW. Gefördert wurde Laura Pitz als Stipendiatin der Deutschen Stiftung Musikleben, des DAADs und der Gisela und Erich-Andreas Stiftung. Sie war in der Förderung des Vereins Live Music Now Köln e.V, der sie auch auf seiner 2021 erschienenen Jubiläums-CD zum 20jährigen Bestehen präsentiert. Im Laufe ihres Studiums hat sie eine besondere Leidenschaft für das Kunstlied entwickelt und absolvierte schließlich das Master-Studium Liedgestaltung bei Ulrich Eisenlohr an der HfMT Köln. Sie arbeitete mit Liedinterpret*innen wie Anne le Bozec, Pauliina Tukiainen, Ingeborg Danz und Jan Philipp Schulze zusammen. Von 2020 bis 2022 studierte sie gemeinsam mit der Mezzosopranistin Anna Lautwein im Postgraduate-Studiengang Liedduo am Mozarteum Salzburg bei Pauliina Tukiainen. Anna Lautwein und Laura Pitz widmen sich mit großer Leidenschaft dem unbekannten Schaffen von Komponistinnen und Dichterinnen und veröffentlichen im Zuge dessen 2021 ihr gemeinsames Debütalbum mit dem Titel Female voices- Frauen erheben ihre Stimmen beim Label Leni records. Neben der künstlerischen Tätigkeit widmet sich Laura Pitz der Musikvermittlung. Sie lehrt an der Ludwig-van-Beethoven-Musikschule der Stadt Bonn und privat in Köln.
Björn Gabriel wurde in Köln geboren. An sein Schauspielstudium an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg schlossen sich Engagements am Staatsschauspiel Dresden und am Theater Oberhausen an; darüber hinaus gastierte er in Berlin, Hamburg, Zürich und Bern. Er arbeitete in dieser Zeit u. a. mit den Regisseuren Jürgen Kruse, Herbert Fritsch, Walter Meierjohann, Kay Voges und Peter Carp zusammen. Er war immer wieder in großen, klassischen Rollen zu sehen: als Hamlet und Romeo (Shakespeare), Ferdinand (in Friedrich Schillers Kabale und Liebe ), Tartuffe (Molière) und Stanley Kowalski in Tennessee Williams' Endstation Sehnsucht . Seit der Spielzeit 2010/11 war Björn Gabriel fest im Ensemble des Schauspiel Dortmund. Hier war er u.a. als Macbeth zu sehen (Regie: Peter Jordan), als Fritz Walfang in der Deutschsprachigen Erstaufführung von Rainer Werner Fassbinders Welt am Draht sowie in Visitor Q , Naked Lenz (beide Regie: Martin Laberenz), Bluthochzeit (Regie: Paolo Magelli) und als Rafinesque und Kleist in Kay Voges' Inszenierung von Einige Nachrichten an das All (Beste Inszenierung NRW- Theatertreffen 2013). Des Weiteren spielte er Michael in Das Fest (Regie: Kay Voges, nominiert für den deutschen Theaterpreis DER FAUST 2013), Nick in Wer hat Angst vor Virginia Woolf? (Regie: Liesbeth Coltof), K. in Kafkas Der Prozess und in DAS GOLDENE ZEITALTER – 100 Wege dem Schicksal die Show zu stehlen . In der Spielzeit 2015/16 war er u. a. in 2099 , inszeniert vom Zentrum für Politische Schönheit, in 4.48 Psychose , Besessen und DIE SHOW zu sehen. In der darauffolgenden Spielzeit spielte er u.a. in hell | ein Augenblick sowie als syrischer Click-Arbeiter Nasim in Nach Manila . 2017/18 war er Josef Schmitz / Captain Beatty in Biedermann und die Brandstifter/Fahrenheit 451 (Regie: Gordon Kämmerer), spielte in Der Kirschgarten (Regie: Sascha Hawemann), gefolgt von Schöpfung in der Regie von Claudia Bauer und in der Uraufführung ICH, EUROPA (Regie: Marcus Lobbes), Tartuffe in Tartuffe (Regie: Gordon Kämmerer) und spielte in Der Irrgarten des Wissens (Regie: Thorleifur Örn Arnasson) in den Spielzeit 2017/18. In die Spielzeit 2019/20 startet Björn Gabriel mit Der Widersacher (Regie: Ed Hauswirth) sowie ►PLAY: Möwe | Abriss einer Reise (Regie: Kay Voges). Neben seiner Arbeit als Schauspieler ist Björn Gabriel seit 2009 auch als Regisseur im deutschsprachigen Theater tätig. Für das Staatsschauspiel Dresden dramatisierte und inszenierte er Harriet Köhlers Romandebüt Ostersonntag als großen Monolog, inszenierte Leonce und Lena am Schlosstheater Moers, Der Weg zum Narrenhaus ist nicht so lang am Theater Oberhausen, Kafka 2.0 am Mainfrankentheater Würzburg sowie #1984 am Landestheater Linz. Für das Schauspiel Dortmund inszenierte Björn Gabriel in der Spielzeit 2010/11 das Stück Sauerstoff von Iwan Wyrypajew. In der Spielzeit 2011/12 brachte er Goethes Die Leiden des jungen Werther auf die Studiobühne des Schauspiel Dortmund. Seit 2012 leitet er das mehrfach ausgezeichnete Theaterkollektiv „Sir Gabriel Dellmann" bzw. „Sir Gabriel Trafique“ (mit Anna Marienfeld). Er inszenierte u.a. Kampf des Negers und der Hunde – eine intermediale Empörung nach Koltés, Dantons Dilemma nach Büchner (nominiert für den Kölner Theaterpreis, deutscher Beitrag auf dem Festival Theaterszene Europa, sowie bei dem Festival zum 40-jährigen Bestehen des Kultursekretariates NRW), The Great Democracy Show – It’s unbelievable (Petra Meurer Preis 2015 für innovative Theaterprojekte prämiert, nominiert für den Kölner Theaterpreis und eingeladen zum Theaterfestival Kaltstart Hamburg und den Heidelberger Theatertagen) und Wohin des Weges – Volksvertreter? . 2016 folgte die Premiere von Poser (sic!) – Gebt Gedankenfreiheit! (eingeladen zum Theaterfestival Favoriten 2016), 2017 die Premiere von Hamlet . Zuletzt brachte er Die Räuber.Live – Utopien aus deutschen Lenden sowie Identität. Schizoszenerien unter kalbendem Gletscher auf die Bühne. In der Spielzeit 2014/15 erhielt Björn Gabriel den Kritikerpreis für den besten Schauspieler.