Nicolas Maxim Endlicher (geb. 1990) ist ein in Berlin lebender Künstler, DJ und Aktivist, der vor allem als Gründungsmitglied der Herrensauna, einer der beliebtesten Berliner Queer-Parties, bekannt ist. Der Einfluss seiner kuratorischen Arbeit reicht jedoch weit darüber hinaus und umfasst die Bereiche Musik, Kunst und Mode, sowie einer großen Wertschätzung für subkulturelle Bewegungen und deren Ästhetiken.
Cate Lartey ist Künstlerin und Kuratorin aus Düsseldorf. In ihrer künstlerischen Praxis beschäftigt sie sich mit, kritischer Theorie, visueller und materieller Kultur, welche sie mittels Fotografie und Film untersucht. Foto: (c) Ardelle Schneider
Jasmin Avissar wurde in Jerusalem geboren und absolvierte die Jerusalem Academy of Music and Dance. Sie studierte bei Nina Timofeeva, ehemalige Prima Ballerina am Bolshoi Theater und Mitbegründerin der Jerusalem Ballet Company and School (2004). Als Tänzerin arbeitete Jasmin Avissar mit Choreograf*innen wie Joseph Tmim, Joseph Jungman, Thomas McManus, Jean-Loup Jordan, Boris Nebyla, Robert Sher-Machherndl, Natalia Horecna. Sie assistierte Choreograf*innen wie Jean-Loup Jordan, Jean Guilalume Bart, Boris Nebyla, Natalia Horecna, Evelyn Teri. Eigene Choreografien sind: Mind Crossing (2017-21) in Zusammenarbeit mit dem Musiker Tal Gur (New York, Vienna, Munich; Linz); Manche Trän' aus meinen Augen , Choreografie für das BA dance program im MUK Wien (2021); Nur Pferden gibt man den Gnadenschuss , Schauspiel (Regie: Miloš Lolić, 2019) am Volkstheater Wien; Die Merowinger oder die totale Familie , Schauspiel (Regie: Anna Badora, 2019) am Volkstheater Wien; SHEHEME , Schauspiel (Regie: Paul Spittler, 2019) am Kosmos Theater Wien; Falsch , Schauspiel (Regie: Frederic Lion, 2019) am Theater Nestroyhof Hamakom Wien; Lazarus , Musical (Regie: Miloš Lolić, 2018) am Volkstheater Wien; Wildwerkstatt:Wildwechsel , Schauspiel (Regie: Aurelina Bucher, 2018) im Dschungel Wien; Extremophil , Schauspiel (Regie: Paul Spittler, 2017) im Volx/Margareten Wien; Iphigenie in Aulis/occident express , Schauspiel (Regie: Anna Badora, 2017) am Volkstheater Wien; Rechnitz , Schauspiel (Regie: Miloš Lolić, 2016-17) am Volkstheater Wien; Niemandsland , Schauspiel (Regie: Yael Ronen, 2013-15, 2016) am Schauspielhaus Graz und am Volkstheater Wien; Archaeopteryx (2014-5) in Zusammenarbeit mit dem Komponisten und Pianisten Oliver Peter Graber; Der Schneemann (2014) Ballettabend für die Ballettakademie der Wiener Staatsoper. Jasmin Avissar unterrichtet und coacht an der Volksoper Wien (Gast-Lehrerin), Ballettakademie und Jungekompanie der Wiener Staatsoper (Austria, 2010-2016), am Teatro Argentino de la Plata (Argentine, 2016) und am Jerusalem Ballet (Israel, 2013-2016).
Paul Spittler wuchs in Strausberg bei Berlin auf. Schule seines Lebens waren die Berliner Theater, Bars und Clubs - in denen er ab einem (viel zu) jungen Alter (viel zu) viel Zeit verbrachte. Während & nachdem er in Dresden und Wien Literatur, Kultur und Theater studierte, arbeitete er als Assistent an verschiedenen Staats-, Stadt- und Off-Theaterbühnen, u. a. am Staatsschauspiel Dresden, Burgtheater Wien, brut Wien und Volkstheater Wien. Seit 2018 inszeniert er (u. a. am Volkstheater Wien, Maxim Gorki Theater Berlin, Kosmos Theater Wien, Werk X Wien, Die Andere Welt Bühne Strausberg), ist seltener auch Bühnenbildner (Kosmos Theater Wien) und Performer (Ballhaus Ost Berlin). Seine Theaterarbeiten sind von starker Körperlichkeit, von Exzess und queeren Strömungen geprägt. Er lotet mit seinen Teams die inhaltlichen und ästhetischen Schnittmengen von E- und U-Dramatik aus. Theater fürs Theater ist langweilig. Theater ist Lust. Theater ist aktive Politik. Theater strahlt aus der Gesellschaft in sie hinein. Gemeinsames Entwickeln und Ergründen sind die Grundlage für seine inszenatorische Arbeit.
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Der englische Choreograf Wayne McGregor wurde 2006 zum Resident Choreographer des Royal Ballet ernannt und war damit der erste Choreograf mit einem zeitgenössischen Tanzhintergrund. Seit 1992 ist er Gründer und Leiter des Studio Wayne McGregor, seiner kreativen Verbindung von Kunst, Wissenschaft und Technologie, neben der in Sadler's Wells ansässigen Kompanie Company Wayne McGregor. Zu seinen weltweiten Auftraggebern gehören zum Beispiel das Ballett der Pariser Oper, das American Ballet Theater, das Bolschoi, das National Ballet of Canada, das Mariinsky, die Bayerische Staatsoper, das Dutch National Ballet, das Australian Ballet und das San Francisco Ballet. Er führt Regie und choreografiert für Bühne, Film und Musikvideos. Außerdem ist Wayne McGregor Professor für Choreografie am Trinity Laban Conservatoire of Music and Dance.
Akram Khan ist einer der meist gefeierten und angesehenen Tanzkünstler der Gegenwart. In etwas mehr als 19 Jahren hat er ein Werk geschaffen, das einen wichtigen Beitrag zur Kunst im Vereinigten Königreich und im Ausland geleistet hat. Sein Ruf gründet sich auf den Erfolg fantasievoller, leicht zugänglicher und relevanter Produktionen wie XENOS , Until the Lions , Kaash , iTMOi (in the mind of igor) , DESH , Vertical Road , Gnosis und zero degrees . Khan ist ein Magnet für Künstler von Weltrang, aus anderen Kulturen und Disziplinen. In der Vergangenheit arbeitet er u. a. zusammen mit dem Chinesischen Nationalballett, der Schauspielerin Juliette Binoche, der Ballerina Sylvie Guillem, den Choreografen/Tänzern Sidi Larbi Cherkaoui und Israel Galván, mit der Sängerin Kylie Minogue, der Indie-Rockband Florence and the Machine, den bildenden Künstlern Anish Kapoor, Antony Gormley und Tim Yip, dem Schriftsteller Hanif Kureishi sowie den Komponisten Steve Reich, Nitin Sawhney, Jocelyn Pook und Ben Frost. Akram Khans Werk gilt als zutiefst bewegend, und seine intelligent gestalteten Geschichten sind mühelos, intim und episch zugleich. Die Financial Times beschrieb ihn als einen Künstler, „der mit enormer Kraft von enormen Dingen spricht“. Ein Höhepunkt seiner Karriere war die Kreation eines Teils der Eröffnungszeremonie der Olympischen Spiele 2012 in London, der einhellig gelobt wurde. Als Choreograf arbeitet Khan eng mit dem English National Ballet und dessen künstlerischer Leiterin Tamara Rojo zusammen. Für die Company schuf er das Kurzstück Dust , das Teil des Programms Lest We Forget war. Im Laufe seiner Karriere erhielt Khan zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Laurence Olivier Award, den Bessie Award (New York Dance and Performance Award), den renommierten ISPA (International Society for the Performing Arts) Distinguished Artist Award, den Fred and Adele Astaire Award, den Herald Archangel Award beim Edinburgh International Festival, den South Bank Sky Arts Award und acht Critics' Circle National Dance Awards. Für seine Verdienste um den Tanz wurde Khan 2005 wurde er in den Order of the British Empire (MBE) aufgenommen. Erst vor kurzem wurde er zum Kanzler der De Montfort University in Leicester ernannt. Darüber hinaus ist er Ehrengraduierter der University of London, der Roehampton University und der De Montfort University sowie Ehrenmitglied des Trinity Laban Conservatoire of Music and Dance in London. Khan ist Associate Artist des Sadler's Wells und der Mountview Academy of Theatre Arts in London sowie des Curve Theatre in Leicester.