Mit dem Projekt Access Maker stößt Un-Label einen Qualifizierungsprozess für mehr Inklusion und Diversität in Kulturinstitutionen der darstellenden Künste an. Kulturschaffende mit und ohne Behinderung erarbeiten als „Access Maker“ gemeinsam praxisbezogene Handlungsempfehlungen für die kooperierenden Kulturbetriebe (Theater Dortmund, COMEDIA Theater Köln und Düsseldorfer Schauspielhaus ) und geben bedarfsorientiert Rat, damit Kulturangebote zukünftig hindernisfrei gestaltet werden und sich Kulturinstitutionen inklusiv öffnen können. Das von Un-Label initiierte Modellprojekt läuft von April 2021 bis Frühjahr 2024 und wird gefördert durch die Aktion Mensch, das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, das Kulturamt der Stadt Köln und The Power of the Arts. Weitere Informationen un-label.eu/project/access-maker/
Rose Jokic arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Barrierefreiheit. Als Beraterin und Trainerin hat sie zahlreiche Organisationen sowohl im Kultur- als auch im Bildungs- und Freizeitbereich zu den Themen Inklusion und Barrierefreiheit begleitet, geschult und beraten. Darunter waren neben Bibliotheken, Theaterhäusern und Museen auch Behörden, Hochschulen, Sportverbände sowie soziokulturelle Zentren. Ihre Expertise liegt insbesondere im Bereich der barrierefreien Kommunikation. Daneben testet sie Websites und Applikationen auf Zugänglichkeit für blinde Menschen und arbeitet redaktionell mit an der Beschreibung der Audiodeskription von Serien, Filmen und Theaterstücken.
Ciani-Sophia Hoeder liebt es über den Sinn und Unsinn des Lebens zu schreiben. Deshalb hat sie das Schreiben zur Berufung gemacht. Sie ist freie Journalistin, SZ-Kolumnistin, Gründerin des ersten Online-Lifestylemagazins für Schwarze FLINTA im deutschsprachigen Raum namens RosaMag, Solopreneurin und wurde vom Medium Magazin zu den 30unter30 ernannt. Sie schreibt, Video editiert und berichtet nicht nur über den alltäglichen und den institutionellen Rassismus, sondern auch über Gesellschaftsthemen sowie politische Debakel, über das Dasein eines Millennials, intersektionalen Feminismus und die für und Widrigkeiten der Popkultur. Jetzt schreibt sie über Wut und plädiert damit für eine gesunde Portion rasender Frauen in ihrem Buch Wut & Böse , das im Herbst im hanser blau Verlag erscheint. Foto: (c) Megan Vada Hoeder
Seitdem Kit Armstrong vor nahezu zwanzig Jahren die internationalen Bühnen betrat, fasziniert er die Musikwelt. Kaum ein anderer junger Künstler – 2022 wird Kit Armstrong 30 Jahre alt – ist auf derart vielen Gebieten versiert und universell ausgebildet wie er. Von der New York Times als „brillanter Pianist“ gefeiert, der „musikalische Reife und jugendliche Kühnheit in seinem exzeptionellen Spiel verbindet“, hat Kit Armstrong eine ganz eigene künstlerische Handschrift ausgeprägt. Die intensive Beschäftigung mit der Musik steht bei ihm auf selbstverständliche Art und Weise in enger Beziehung mit anderen Künsten sowie mit Naturwissenschaften und Mathematik. Sein Repertoire geht zurück bis ins 16. Jahrhundert, zu den Anfängen der Tastenmusik bei den großen englischen Virginalisten, und reicht bis ins 21. Jahrhundert. Seine Programme sind eine einzigartige Mischung musikalischer Entdeckungen mit den großen Meisterwerken der Klavierliteratur. So ist es für Kit Armstrong ein konsequenter Schritt, sich auf seinem Debütalbum bei Deutsche Grammophon mit Werken von William Byrd und John Bull, den Gründungsvätern der Musik für Tasteninstrumente, zu präsentieren und damit zu einer größeren Bekanntheit dieser Musik beizutragen. Mit ihren gegensätzlichen Musikerpersönlichkeiten – reine, komplexe Schönheit auf der einen und leidenschaftlicher Selbstausdruck auf der anderen Seite – schufen Byrd und Bull gemeinsam das Universum, das die Instrumentalmusik seither bestimmt. Das Album wird im Juli 2021 veröffentlicht. Für die kommenden Spielzeiten hat Kit Armstrong einen Zyklus von 500 Jahren Klaviermusik entwickelt. In fünf Programmen nimmt er seine Zuhörer auf eine Reise durch fünf Jahrhunderte Klaviermusik von 1520 bis 2020, von William Byrd bis ins 21. Jahrhundert. Besonders eindrücklich entfalten sich in der von ihm konzipierten Chronologie die musikalischen Strömungen, Einflüsse und Querbezüge für die Hörer. Auch wird Kit Armstrong die Beschäftigung mit Mozart und seine Liebe zu dessen Werk weiter vertiefen. Dabei werden die Klavierkonzerte ebenso eine zentrale Rolle spielen wie die zyklische Aufführung aller Klaviersonaten. Außerdem liegt ein Schwerpunkt auf der Aufführung sämtlicher Violinsonaten mit dem Geiger Renaud Capuçon. Armstrong arbeitet mit vielen der weltweit gefragtesten Dirigenten zusammen, darunter unter anderem Christian Thielemann, Herbert Blomstedt, Riccardo Chailly, Kent Nagano, Manfred Honeck, Esa-Pekka Salonen, Mario Venzago und Robin Ticciati. Er ist mit einigen der weltbesten Orchester aufgetreten, darunter die Wiener Philharmoniker, die Staatskapelle Dresden, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, das Gewandhausorchester Leipzig, das NHK Symphony Orchestra und die Academy of St Martin in the Fields. Er war Artist in Residence bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern 2018 und „Artist-in-Resonance“ am Musikkollegium Winterthur und ist langjähriger Partner der Akademie für Alte Musik Berlin. Solo-Recitals führten ihn in jüngster Zeit ins Théâtre des Champs-Elysées, ins Münchner Prinzregententheater, zum Klavierfestival Ruhr, in die Philharmonie de Luxembourg und in die Kölner Philharmonie. Als leidenschaftlicher Kammermusiker hat Kit Armstrong enge künstlerische Partnerschaften mit anderen führenden Instrumental- und Vokalsolisten entwickelt. Zusammen mit Renaud Capuçon spielte er alle Mozart-Violinsonaten bei der Mozartwoche Salzburg und im Berliner Boulez-Saal. Mit Christiane Karg, Julian Prégardien und Benjamin Appl hat er wichtiges Liedrepertoire aufgeführt. Armstrong trat auch mit Orgelkonzerten in der Berliner Philharmonie, der Kölner Philharmonie und im Konzerthaus Wien auf. Die Edition Peters verlegt seine Kompositionen. Zu Auftraggebern seiner Werke gehören das Gewandhaus Leipzig und das Musikkollegium Winterthur. Als Kit Armstrong im Jahr 2012 eine Kirche im nordfranzösischen Städtchen Hirson nahe der belgischen Grenze erwarb, begann eine einzige Erfolgsgeschichte, die seither ein großes Echo in den Medien findet. Mit der Kirche St. Thérèse ist es ihm gelungen, ein sozio-kulturelles Zentrum zu schaffen, das regelmäßig Konzerte und interdisziplinäre Projekte für ein regionales und überregionales Publikum veranstaltet. Zu Armstrongs bisherigen Soloalben gehören Liszts Symphonic Scenes („handsomely demonstrates the startling rich context given to the Mephisto Waltz when heard after the multi-dimensional Procession by Night“ – Gramophone) und Bach, Ligeti, Armstrong („eine der ganz wenigen CDs, auf die die Welt gewartet hat“ – Kulturradio RBB), beide erschienen bei Sony Classical. Der audiovisuelle Live-Mitschnitt eines Solo-Recitals mit Bachs Goldberg-Variationen und früheren Werken von Byrd, Bull und Sweelinck im Concertgebouw Amsterdam, der 2017 von Unitel/C major veröffentlicht wurde, erhielt weltweites Lob als eine der herausragenden Aufzeichnungen auf DVD (Instrumental Choice December 2017, BBC Music Magazine). Geboren 1992 in Los Angeles, studierte Armstrong am Curtis Institute of Music und an der Royal Academy of Music in London. Mit 7 Jahren begann er ein Kompositionsstudium an der Chapman University und ein Physikstudium an der California State University, später auch Chemie und Mathematik an der University of Pennsylvania und Mathematik am Imperial College London. Er erwarb einen Master in Mathematik an der Universität Paris VI. Alfred Brendel, der Kit Armstrong seit 2005 als Lehrer und Mentor begleitet, schreibt ihm „Verständnis der großen Klavierliteratur als eine Einheit von Gefühl und Verstand, Frische und Verfeinerung“ zu. Die einzigartige Beziehung zwischen Armstrong und Brendel wurde in dem Film des britischen Regisseurs Mark Kidel Set the Piano Stool on Fire festgehalten. Foto: (c) Marco Borggreve
Biografie folgt.
Aufgewachsen in Deutschland, Zimbabwe und Südafrika studierte För Künkel Szenografie in Hannover, Regionalwissenschaften in Berlin und Inszenierung der Künste und Medien in Hildesheim. In ihren Arbeiten beschäftigt sie sich mit den narrativen Möglichkeiten von materiellen Dingen und räumlichen Konstellationen. Dabei arbeitet sie mit Materialien, Texturen und Texten und setzt diese in den Kontext ihrer historischen und politischen Bedingtheit. Bisherige Arbeiten entstanden in Zusammenarbeit mit der Dramaturgin und Theaterwissenschaftlerin Mirjam Hildbrand, der Regisseurin Julia Wissert, dem Performancekollektiv Frl. Wunder AG, der Regisseurin Franziska Autzen, dem Theaterkollektiv machinaEx und der Regisseurin Simone Dede Ayivi. Ihre Arbeiten waren bislang zu sehen am Schauspiel Hannover, Theater Dortmund, HAU Berlin, Sophiensaele Berlin, Luzerner Theater, Festival Bollwerk Belluard in Fribourg, National Theater Brno, FFT Düsseldorf, Mousonturm Frankfurt, National Theater Namibia, Schauspiel Leipzig, Schauspiel Graz, LOT Braunschweig, Schlachthaus Theater Berlin, Pumpenhaus Münster und bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen. www.foerkuenkel.com