Jan Hugenroth sammelte nach der Ausbildung zum Elektromaschinenbauer erste Theatererfahrungen am Theater im Pumpenhaus in Münster und an der Frankfurter Oper. Anschließend studierte er Theater- und Veranstaltungstechnik an der Berliner Hochschule für Technik. Seit 2005 arbeitet er als Konstrukteur und Produktionsleiter und zuletzt als stellvertretender Technischer Direktor an den Münchner Kammerspielen, der Frankfurter Oper, der Deutschen Oper am Rhein sowie am Aalto-Theater Essen. Er hat eine Vielzahl von Inszenierungen von der Bauprobe bis zur Premiere begleitet, war auch für eigene Ausstattungen verantwortlich und hat Modernisierungsmaßnahmen umgesetzt. Seit Frühjahr 2022 ist Jan Hugenroth an der Akademie für Theater und Digitalität für die technische Leitung und den Neubau der Akademie zuständig.
Dr. des. Laura Moeckli ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Musikwissenschaft der Universität Bern. Im Rahmen eines SNF-geförderten Projekts untersucht sie Rezeptionsphänomene von komischer Oper in Italien zwischen 1860 und 1890. Sie studierte Musikwissenschaft, Anglistik und Philosophie an den Universitäten Fribourg und Bern. Ihre erste Monographie, Reinventing Recitative. Declamatory Experiments in German and French Opera 1820-1850 , ist in Vorbereitung. Weitere aktuelle Schwerpunkte sind „Bootleg Opera“ sowie „Temporalities in Music Theatre“.
Prof. Dr. Inga Mai Groote ist seit 2018 Professorin für Musikwissenschaft an der Universität Zürich. Sie studierte Musikwissenschaft, Geschichte und Italienisch und lehrte u. a. in Fribourg, Heidelberg und Hamburg. Sie arbeitet derzeit vor allem zur Musik- und Kulturgeschichte der frühen Neuzeit sowie zur Musik in Frankreich um 1900. Dort hat sie sich u. a. mit der Rezeption russischer Musik, dem Konzertleben und Verlagswesen sowie Albéric Magnard und Paul Dukas beschäftigt.
Milan Peschel machte zunächst eine Ausbildung zum Theatertischler an der Deutschen Staatsoper Berlin. Bis 1991 arbeitete er als Bühnentechniker an der Volksbühne Berlin, bevor er sein Schauspielstudium an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ aufnahm. Neben Engagements am Hans Otto Theater in Potsdam und der Neuen Bühne Senftenberg, sowie seiner festen Beschäftigung an der Berliner Volksbühne seit 1997 wirkte Peschel in zahlreichen Fernsehproduktionen und Kinoproduktionen mit. Er arbeitete u. a. mit Regisseuren wie Frank Castorf, Dimiter Gotscheff, Armin Petras, Jan Bosse und René Pollesch. Für seine Hauptrolle in dem Kino-Drama Halt auf freier Strecke (Regie: Andreas Dresen) aus dem Jahr 2011 wurde er mit dem Bayerischen und Deutschen Filmpreis ausgezeichnet. Als Regisseur arbeitete Milan Peschel für Theater in Berlin und Dänemark und inszenierte unter anderem am Maxim Gorki Theater, dem Deutschen Theater, im Schauspielhaus Hannover und am Schauspielhaus Bochum. Foto: (c) Max Sonnenschein
Aufführungspraktische Entdeckungslust und musikalische Frische zeichnen Florian Ziemens Arbeiten aus, die die Opern- und Ballettliteratur ebenso wie das sinfonische Repertoire umfassen. Große Erfolge erzielte er mit historisch informierten Aufführungen bekannter und vergessener Werke des 19. und 20. Jahrhunderts. Seit der Spielzeit 2017/18 ist er Generalmusikdirektor des Theater für Niedersachsen in Hildesheim, dessen musikalischer Neubeginn und innovative Spielplangestaltung seitdem breite Beachtung findet. Florian Ziemen studierte in seiner Heimatstadt München und an der Royal Academy in London. Nach prägenden Kapellmeisterjahren bei Stefan Soltesz am Aalto-Theater Essen waren die Theater Gießen und Bremen weitere berufliche Stationen. Wichtige Mentoren waren Colin Davis, Roger Norrington, Michael Hofstetter und Reinhard Goebel. Als Gast leitete er zahlreiche Orchester im In- und Ausland sowie Produktionen an Häusern wie der Oper Wuppertal, dem Badischen Staatstheater Karlsruhe oder der Komischen Oper Berlin und regelmäßig bei den Grands Ballets Canadiens in Montreal. Ein besonderes Anliegen ist ihm die stilistische und aufführungspraktische Wiedererschließung der Operette, was zu mehreren geradezu spektakulär aufgenommenen Produktionen führte. Foto: (c) Ivo Kljuce
Stefan Frey ist Operettenforscher und Theaterwissenschaftler in München. Nach langjähriger Theatertätigkeit (u. a. als Regisseur) lehrt er an der dortigen Universität Theaterwissenschaft. Als Autor ist er vor allem fürs Radio tätig und moderiert den Operetten-Boulevard auf BR-Klassik. Zu seinem Forschungsschwerpunkt Operette hat er u. a. Biografien über Emmerich Kálmán und Leo Fall veröffentlicht sowie einen Bildband über das Münchner Gärtnerplatztheater. 2020 erschien seine neue Publikation Franz Lehár. Der letzte König der Operette. Eine Biographie , Wien: Böhlau-Verlag. Foto: (c) Markus Konvalin