Christian Freund, 1990 geboren, studierte Germanistik und Erziehungswissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum und Schauspiel an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelsohn Bartholdy“ in Leipzig. Neben dem Studium arbeitete er als Filmvorführer, Licht-und Tontechniker, Organist, Türsteher, Regieassistent und Autor und spielte in Theaterproduktionen u.a. am Theater Kohlenpott, Rottstraße 5 Theater, Schauspielhaus Bochum, LOFFT Leipzig, TJG Dresden, Berliner Arbeiter-Theater und an der Folkwang UdK. Von 2015 bis 2017 war er im Studio des Staatsschauspiel Dresden, spielte u.a. in Hamlet (Regie: Roger Vontobel), Nathan der Weise und Amerika (beides Regie: Wolfgang Engel) und inszenierte dort an der Bürgerbühne. Die Studioinszenierung Michael Kohlhaas (Regie: Philipp Lux) wurde auf dem Istropolitana Festival 2016 in Bratislava u.a. mit dem Hauptpreis des Festivals ausgezeichnet. In der Spielzeit 2016/17 war er zusätzlich Gast am Schauspiel Dortmund und spielte u.a. beim Theatertreffen der Berliner Festspiele 2017 Die Borderline Prozession (Regie: Kay Voges). Seit der Spielzeit 2017/18 ist Christian Freund festes Ensemblemitglied am Schauspiel Dortmund. 2019 war er mit Das Internat (Schauspiel Dortmund; Regie: Ersan Mondtag) erneut zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Die Inszenierung war 2018 bereits für den Nestroy-Preis als „beste Aufführung im deutschsprachigen Raum“ nominiert. Die Inszenierung Der Theatermacher (Regie: Kay Voges) eröffnete 2019 das NRW-Theatertreffen und wurde mehrfach ausgezeichnet. Die Spielzeit 2018/19 eröffnete Christian Freund mit Jörg Buttgereits Im Studio hört dich niemand schreien , gefolgt von der Uraufführung ICH, EUROPA (Regie: Marcus Lobbes). Er spielte Damis in Tartuffe in der Regie von Gordon Kämmerer, Im Irrgarten des Wissens von Thorleifur Örn Arnarsson, Unsere Herzkammer von Rainald Grebe sowie in Hedda Gabler von Jan Friedrich, wo er den Ejlert Lövborg spielt. Zum Start der Spielzeit 2019/20 ist er als Löwe in Das Reich der Tiere (Regie: Thorsten Bihegue), als Kirillow und Gaganov in Die Dämonen (Regie: Sascha Hawemann), sowie in ►PLAY: Möwe | Abriss einer Reise (Regie: Kay Voges) zu sehen. Christian Freund arbeitete u.a. mit Thorleifur Örn Arnasson, Sascha Hawemann, Rainald Grebe, Ersan Mondtag, Jan Friedrich, Sapir Heller, Jörg Buttgereit, Paolo Magelli, Holk Freytag, Gordon Kämmerer, Johannes Lepper, Ed. Hauswirth, Maik Priebe, Jan Jochymski, Ariane Kareev, Matthias Reichwald und Marcus Lobbes, sowie mehrfach mit Kay Voges. Neben dem Theater arbeitet Christian Freund auch als Sprecher und dreht für Film und Fernsehen. So spielte er u.a. im Tatort Deja Vu von Studenten-Oscar Preisträger Dustin Loose. Der Kurzfilm Threshold (Regie: Philipp Peißen) lief bei den 70. Internationalen Filmfestspielen von Cannes 2017 im Rahmenprogramm und gewann das Straight 8 Festival in London. Foto: (c) Julian Baumann
Berna Celebi, 1995 in Augsburg geboren, sammelt ihre ersten Theatererfahrungen von 2011 bis 2015 in verschiedenen Produktionen des Jungen Theater Teams am Staatstheater Augsburg. Danach tritt sie dem theater-Ensemble bei, einem Kreis Kulturschaffender in der freien Szene Augsburgs, mit denen sie für weitere Produktionen und andere Theaterformate auf der Bühne steht. Seit 2016 studiert Berna Celebi Schauspiel an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Graz. In der Spielzeit 2018/19 war sie sowohl in Felicia Zellers Gespräche mit Astronauten unter der Regie von Suna Gürler am Schauspielhaus Graz als auch in Claudia Bossards Inszenierung von Friedrich Dürrenmatts Romulus der Große im Theater im Palais zu sehen. Beim Bundeswettbewerb deutschsprachiger Schauspielstudierender 2019 in Berlin wurde Romulus der Große von der Jury mit einem Ensemble-Förderpreis ausgezeichnet. In der Spielzeit 2019/20 ist Berna Celebi im Rahmen des Schauspielstudios Graz Ensemblemitglied am Schauspiel Dortmund, hier spielt sie zuerst in Familien gegen Nazis (Regie: Laura N. Junghanns). (c) Aljoscha Wuzella
Alida Bohnen wurde 1996 in Braunschweig geboren und erhielt 2013 den Jazz-Piano-Preis der Getrud-Fricke-Stiftung für Komposition. Nach dem Abitur ging sie für ein Jahr nach Namibia und rief dort eine Theatergruppe mit jungen Schüler_innen ins Leben. Seit 2016 studiert sie Schauspiel an der Kunstuniversität Graz und war in der Spielzeit 2018/19 am Schauspielhaus Graz in dem Stück Gespräche mit Astronauten zu sehen, inszeniert von Suna Gürler, sowie in dem uraufgeführten Stück Erinnya unter der Regie von Claudia Bossard. Alida Bohnen spielte unter anderem in dem Stück Romulus der Große (Regie: Claudia Bossard), das im Rahmen des Bundeswettbewerbs deutschsprachiger Schauspiel-studierender 2019 den Förderpreis gewann. Am Schauspiel Dortmund wird sie nun in dem Stück Familien gegen Nazis als Luise unter der Regie von Laura N. Junghanns zu sehen sein. Foto: (c) privat
Andreas Beck, geboren 1964 in Stralsund, kam bereits als Schüler mit dem Theater in Berührung: Er war Mitglied im Pioniertheater, arbeitete nach dem Abitur als Beleuchter und Techniker im Theater Stralsund. An sein Schauspielstudium in Leipzig schloss sich sein erstes Engagement in Eisleben an. Von 1999 bis 2005 spielte und inszenierte er freischaffend in Berlin, Eisleben und Essen. Von der Spielzeit 2005/2006 an war er für fünf Jahre Mitglied des Schauspielensembles am Staatstheater Kassel. Hier spielte er unter anderem in zwei Inszenierungen von Kay Voges: Mondlicht und Magnolien von Ron Hutchinson und Die 39 Stufen von John Buchan und Alfred Hitchcock, die auch im Theater Dortmund zu sehen war. Zu seinen wichtigsten Rollen gehörten: Faust, Nathan, Dorfrichter Adam, Truffaldino, Cyrano und Elvis in Kochen mit Elvis von Lee Hall. Seit der Spielzeit 2010/11 ist Andreas Beck festes Ensemblemitglied am Schauspiel Dortmund. In Dortmund spielte er u.a. in Woyzeck (Regie: Kay Voges), Die Dreigroschenoper (Regie: Martin Nimz), Winkelmanns Reise ins U (Regie: Adolf Winkelmann), Nora (Regie: Kay Voges, eingeladen zum NRW-Theatertreffen 2012) und in Sushi für alle (Regie: Oliver D. Endreß). Andreas Beck war desweiteren der Meister in Der Meister und Margarita (Regie: Kay Voges), Helge in Das Fest (Regie: Kay Voges, nominiert für den Deutschen Theaterpreis DER FAUST 2013), Willy Loman in Tod eines Handlungsreisenden (Regie: Liesbeth Coltof). In der Spielzeit 2015/16 war er u.a. im Soloabend Die Agonie und die Ekstase des Steve Jobs von Mike Daisey (Deutschsprachige Erstaufführung), in Das Maschinengewehr Gottes , RAMBO plusminus ZEMENT und in Die Borderline Prozession zu sehen (eingeladen zum Berliner Theatertreffen 2017). In die Spielzeit 2016/17 startete er mit Triumph der Freiheit #1 unter der Regie von Ed. Hauswirth, es folgte der Uraufführungs-Monolog Die Schwarze Flotte in der Regie von Kay Voges sowie Sascha Hawemanns Brecht-Inszenierung Furcht und Elend des Dritten Reichs und hell | ein Augenblick (Regie: Kay Voges). Mit Trump war Andreas Beck ab 2017 das zweite Mal in einer Deutschsprachigen Erstaufführung von Autor Mike Daisey zu sehen. Zudem stand er in Kay Voges' Opern-Inszenierung Einstein on the Beach auf der Bühne. In der Spielzeit 2017/18 war er u.a. Bruscon in Der Theatermacher (Regie: Kay Voges, eingeladen zum NRW- Theatertreffen 2019). In der Spielzeit 2018/19 spielte er u.a. in Kay Voges Die Parallelwelt – eine Simultanaufführung zwischen dem Berliner Ensemble und dem Schauspiel Dortmund, gefolgt von der Ruhrpottkomödie Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte , Thorleifur Örn Arnarssons Im Irrgarten des Wissens sowie Unsere Herzkammer (Regie: Rainald Grebe). In die Spielzeit 2019/20 startet Andreas Beck mit ►PLAY: Möwe | Abriss einer Reise , Die Dämonen (Regie: Sascha Hawemann) sowie dem Solo-Abend Helden wie wir . Außerdem gastierte er an der Volksbühne Berlin in Don't be evil (Regie: Kay Voges). Andreas Beck gewann 2013, 2014 und 2017 den Dortmunder Publikumspreis. Seine erste Dortmunder Inszenierung, DRAMA QUEENS – Neue Songs aus der Kantine feierte im Oktober 2013 Premiere, darauf folgten mit Häuptling Abendwind und die Kassierer: Eine Punk-Operette im Januar 2015 und Die Kassierer und Die Drei von der Punkstelle im Frühjahr 2020 weitere Regiearbeiten. Foto: (c) privat
Alejandro Nicolás Firlei Fernández wurde in Montevideo (Uruguay) geboren und ist in Hof (Bayern) aufgewachsen. 2016–2020 studierte er an der Folkwang Universität der Künste in Essen im Studiengang Musical. Schon vor seinem Studium wirkte er am Theater Hof in verschiedensten Produktionen mit, die von Oper und Operette wie Lʼelisir dʼamore , über Musicals wie Frankenstein Junior und The Rocky Horror Show bis hin zu reinem Sprechtheaterstücken wie Andorra oder Die Welle reichten. Zuletzt spielte Alejandro Fernández am Düsseldorfer Schauspielhaus in Die Orestie und war bei der Try-Out-Premiere von Knockinʼ On Heavensʼs Door am Pina Bausch Theater in Essen als Abdul zu sehen. In der Spielzeit 2018/19 stand er bereits in der West Side Story auf der Bühne der Oper Dortmund und ist hier nun als Spider/ Priester in Jekyll & Hyde zu erleben. Foto: (c) Ian Siepmann Baum
Nicole Eckenigk wurde Magdeburg geboren und wuchs dort in einer Theaterfamilie auf. Ab ihrem fünften Lebensjahr wurde sie in den Bereichen Ballett, Jazztanz, Steptanz und Modern Dance ausgebildet und konnte am Theater Magdeburg in zahlreichen Produktionen u. a. als Baby Louise in Gypsy oder im Tanzensemble des Musicals Titanic erste Erfahrungen auf der Bühne sammeln. Nicole Eckenigk besuchte die Stage School Hamburg, wo sie in die Talentklasse aufgenommen wurde und die Ausbildung zur Bühnendarstellerin erfolgreich abschloss. 2016 war sie Teil des renommierten International Independent Study Program am Steps on Broadway in New York City und bildete sich dort intensiv im Bereich Tanz weiter. Für drei Jahre war sie mit den Stücken My Fair Lady (Ensemble/Dance Captain), La Cage aux Folles (Anne/Swing/Dance Captain) und Cabaret (Swing/Dance Captain/Cover Frl. Kost) auf großer Europatournee. Außerdem sah man sie im Ensemble der deutschen Erstaufführung der Fußballoperette Roxy und ihr Wunderteam sowie Die Blume von Hawaii an der Oper Dortmund. 2017 spielte sie Doreen im Musical Saturday Night Fever auf der Walensee-Bühne (CH) und tourte anschließend als Böse Stiefschwester/Dance Captain mit dem Kindermusical Cinderella durch Europa. In der Spielzeit 2018/19 war sie in Die Blume von Hawaii und in Das Land des Lächelns im Rahmen des Lehár Festivals in Bad Ischl (A) zu sehen. Sie war als Traurige Braut im Musical Die Addams Family engagiert, kehrte an die Oper Dortmund als Tänzerin in der Operette Das Land des Lächelns zurück und debütierte an der Landesbühne Rheinland Pfalz in ihrer ersten Hauptrolle als Lale Andersen in Wie einst Lili Marleen – Die Lale Andersen Story . In den Spielzeiten 2019/20 und 2020/21 ist Nicole Eckenigk an der Oper Dortmund im Tanzensemble von Im weißen Rössl zu erleben. Foto: (c) Peter Harbauer
Der Tenor Sunnyboy Dladla studierte zunächst an der Universität von Kapstadt sowie dem South African College of Music. 2012–2014 gehörte er dem Ensemble des Internationalen Opernstudios des Opernhauses Zürich an und schloss währenddessen sein Gesangsstudium in der Schweiz ab. Auf der Bühne des Opernhauses Zürich war er u. a. als Arturo ( Lucia di Lammermoor ) und in verschiedenen Rossini-Partien (Dorvil in La scala di seta , Il Conte di Libenskof in Il viaggio a Reims ) zu hören. Seitdem begann seine internationale Karriere an den führenden Bühnen Europas: Er sang die Partie des Aronne ( Mosè in Egitto ) in der Eröffnungspremiere bei den Bregenzer Festspielen 2017 und an der Oper Köln 2018, ebenfalls 2018 die Diener-Partien aus Les Contes d’Hoffmann in einer Neuproduktion an der Nationaloper Amsterdam und Konzerte mit dem London Symphony Orchestra unter Simon Rattle. Des Weiteren sang er Don Ramiro ( La Cenerentola ) an der Oper Stuttgart und Belfiore ( Il viaggio a Reims ) beim Pesaro Rossini Festival unter Alberto Zedda. Zu seiner meistgefragten Partie gehört Graf Almaviva aus Il barbiere di Siviglia , mit dem er u. a. an der Deutschen Oper Berlin, an der Oper Stuttgart, dem Hessischen Staatstheater Wiesbaden sowie dem Rossini Opera Festival und der Den Norske Opera in Oslo auftrat. In der Spielzeit 2018/19 wurde er Ensemblemitglied der Oper Dortmund, wo er als Graf Almaviva ( Il barbiere di Siviglia ) und Pong ( Turandot ) begeisterte. 2019/20 kehrt er als Alphonse ( Die Stumme von Portici ) und Alvar ( Fernand Cortez oder Die Eroberung von Mexiko ) auf die Dortmunder Bühne zurück. Foto: (c) Julian Baumann
Biografie folgt.
Als Gruppe, die sich dem Kinder- und Jugendtheater verschrieben hat, nimmt sich pulk fiktion stets den Fragen und Lebensperspektiven der jungen Menschen an, aber stellt sich auch immer die Frage: Wie kann ein gemeinsames Leben mit allen Generationen (aller Nationen und Kulturen) aussehen? Und damit auch, wie kann ein zeitgenössisches Theater für alle aussehen? Wie kann Theater nicht nur Utopien vorspielen, sondern selbst Ort der Begegnung und Verhandlung sein? pulk fiktion ist eine 2007 gegründete Performancegruppe mit Sitz in Köln. Ein heterogener pulk von Künstler*innen (aus den Bereichen Theater, Film, Musik, Performance, Videokunst und interaktive Medien) erarbeitet in unterschiedlichen Konstellationen Produktionen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Der vielfältige und interdisziplinäre Ansatz der Gruppe entsteht aus dem unbedingten Ziel, die ästhetische Form jeweils individuell nach dem gestellten Thema auszurichten. pulk fiktion entwickeln ihre Produktionen auf der Basis gesellschaftlicher Fragestellungen sowie aus Vorlagen der populären Kultur. Die Produktionen, meist Stückentwicklungen, wurden auf diverse nationale und internationale Festivals eingeladen und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. 2016 erhielt pulk fiktion den George Tabori Förderpreis des Fonds Darstellende Künste. Seit 2019 erhält pulk fiktion die Spitzenförderung für Kinder- und Jugendtheater des Landes NRW.
Linda Nerlich, geboren 1989 in Markt Berolzheim (Bayern), erhielt ihre Ausbildung zur staatlich geprüften Theaterpädagogin BuT in Stuttgart. Ihre Abschlussarbeit (2015) widmete sie der „Theaterpädagogik in der Flüchtlingsthematik“ und begleitete diese mit einem theaterpädagogischen Projekt in Augsburg zur Peace-Konferenz in Zusammenarbeit mit dem Grandhotel Cosmopolis e.V. Augsburg. Von 2015 bis 2018 arbeitete sie an verschiedenen Schulen in Quito (Ecuador) als Theaterlehrerin, wo sie unter anderem mit 54 Erstklässlern ein dreisprachiges Musical aufführte ( Where the Wild Things Are auf Englisch, Spanisch und Hebräisch). Linda Nerlich war von Februar 2018 bis Juli 2019 am Stadttheater Ingolstadt tätig, wo sie vor allem Stücke des Kinder- und Jugendtheaters betreute und neben Kinder-, Junior- und Jugendclubarbeit den internationalen Theaterclub Café International IMPULS Theater ins Leben rief. Seit September 2018 nimmt sie an der berufsbegleitenden Weiterbildung zur Theatertherapeutin der Deutschen Gesellschaft für Theatertherapie (dgft) teil. Ab der Spielzeit 2019/20 arbeitet Linda Nerlich als Theaterpädagogin für das Kinder- und Jugendtheater (KJT) am Theater Dortmund. Neben inszenierungsbegleitenden theaterpädagogischen Angeboten beschreitet sie mit Jugendlichen im Rahmen von europefiction internationale, theatrale Wege. Foto: (c) Birgit Hupfeld