Parisa Tonekaboni ist in Teheran geboren und aufgewachsen. Bereits als Kind hat sie die Auswirkungen des islamistischen Regimes auf die eigene Familie erfahren. Ihr Vater musste als politischer Schriftsteller Anfang der 1980er Jahre die Heimat verlassen. Ein Onkel, ebenfalls Schriftsteller, hat wegen seiner Bücher seine Arbeit als Lehrer verloren. Parisa Tonekaboni lebt seit 1997 in Deutschland. Sie hat in Köln Islamwissenschaft, Ethnologie und Pädagogik studiert. Während des Studiums hat sie mit der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte zusammengearbeitet. Als freie Journalistin hat sie über Iran und insbesondere über Internetzensur im Iran geschrieben. Seit 2017 ist Parisa Tonekaboni bei Bündnis 90/Die Grünen aktiv. 2020 wurde sie in den Rat der Stadt Duisburg gewählt. Sie ist die Vorsitzende des Kulturausschusses der Stadt Duisburg.
Belendjwa Peter (er*sie / they*them) ist ein*e transgender und non-binäre*r Physical Theatre Artist, Schauspieler*in, Performer*in, Choreograf*in und Sex Worker*in. Geboren 1996 in Mönchengladbach und aufgewachsen in Birmingham, sammelte Belendjwa Peter bereits am College Musical-Erfahrungen. Er*sie studierte Musical an den Arts Educational Schools in London, bevor er*sie 2020 an die Folkwang Universität der Künste in den Fachbereich Physical Theatre wechselte. Dort entstand sein*ihr Solo-Musical Muinda , das in Gebärdensprache gedolmetscht wird. Barrierefreiheit und Zugänglichkeit, insbesondere für Menschen mit ADHS und Autismus, sind für Belendjwa Peter künstlerische Arbeit von zentraler Bedeutung. Belendjwa Peter trat in Jesus Christ Superstar und Big Fish im Musiktheater im Revier auf und war im Fernseh-Musical von Jan Böhmermann und Paul Kribbe, Der Eierwurf von Halle in der Sendung ZDF Magazin Royale zu sehen. Am Schauspiel Dortmund zeigte Belendjwa Peter bereits sein Solo-Musical Muinda (im Rahmen des Feministischen Festivals 2022 sowie Dortmund Goes Black 2022). Darüber hinaus entwickelte er*sie hier die Choreografie für Der Platz von Annie Ernaux in der Regie von Julia Wissert. Seit der Spielzeit 2022/23 ist Belendjwa Peter Mitglied des Ensembles des Düsseldorfer Schauspielhauses und ist dort u. a. in der Rolle des Clifford Bradshaw im Musical Cabaret (Regie: André Kaczmarczyk) zu sehen.
Zion Flex is an award-winning artist and content creator from Bristol and holds a Bachelor of Arts in Content Creation for Broadcasting and New Media. Zion Flex has been working in the European Art scene for over a decade now and has released multiple singles, albums and music videos. Zion Flex makes electronic music with melodic vocals, spoken word and rap and draws on a wide range of musical experiences and aesthetics.
Robert Ssempijja is an Ugandan contemporary artist and dance researcher working between Berlin and Kampala, who works in traditional and non-traditional spaces in an era of post-colonialism and decolonisation. In his practice, he presses against the body's physical limits to create work that is utterly sincere. Ssempijja is searching for „a regenerative art practice“ which moves away from exploitative relationships. Through dance, he makes a bridge between the distorted past and the digital present. Ssempijja is also curious to know how the body creates and transfers information and secrets into a movement that builds up the body's own vocabulary. He assumes that our bodies are comprised of archives of information which are activated when it comes to movement.
Jonah Batambuze is an Ugandan-American, interdisciplinary artist, storyteller, and the founder and CEO of the Blindian Project . His experiences as first gen born in Chicago and raised in the cornfields of Central Illinois are the foundation of his work today, centered around community, identity, and belonging. Based in the U.K. since 2007, Batambuze's practice consists of creating symbolic works that are often participatory, center marginalised identities, and foster change at the intersection of Black x Brown culture.
Carlos Carima ist ein in Angola geborener multidisziplinärer Künstler, der sich mit Malerei, Schreiben und Performance beschäftigt. Er schafft Kunsträume für andere und sich selbst. Er beschäftigt sich mit Fragen der Identität und zwischenmenschlichen Beziehungen. Seine künstlerische Praxis ist aus antirassistischer und feministischer Sicht zu betrachten.
Yero Adugna Eticha ist ein Schwarzer Vater und Fotograf aus Oromia/Äthiopien, der in Berlin lebt und sich mit seiner Arbeit den Geschichten, Perspektiven und Visionen Afro- und Schwarzer Deutscher widmet. Seit seinem Abschluss an der Ostkreuzschule für Fotografie (2011) arbeitet er an verschiedenen Fotografie-Projekten u. a.: 2020: Black in Berlin Project & The Ethiopian Project 2019: Atmospheres in the Urban Anthropocene (Aarhus of Archt. and Studio Eliasson) 2018: Studio Olafur Eliasson (Gastfotograf) 2018: Lehrtätigkeit an der Ale School of Fine Arts Addis Abeba 2017: Choreografen-Portraits (Tanz im August) Black in Berlin und The Ethiopian Project sind zwei von Yeros derzeitigen Arbeiten. Black in Berlin war zudem Teil der Gruppenausstellung der Boros Foundation, im Studio Berlin (Berghain). Seit 2021 ist Yero Adugna Eticha Mitglied der Initiative BLACK DADS GERMANY.
Andrew Fynecontry-de Bana ist ein stolzer afrodeutscher Vater zweier Schwarzer deutscher Jungen im Alter von 5 und 12. Er ist zudem ein dekorierter Creative Director und Markenentwickler. Neben seiner fast 25-jährigen Tätigkeit in verschiedenen internationalen Werbeagenturen, arbeitete er u.a. in der Öffentlichkeits- arbeit für nahmhafte Ballett Choreografen wie Manuel Legris und Patrick de Bana. Seit 2014 erforscht Andrew in seinem eigenen, fortlaufenden Fotografieprojekt Der Lauf der Welt eine überindividualisierte Gesellschaft und nimmt dabei die Position der notwendingen und überfälligen Wandlung und Perspektivverschiebung ein. Seit 2020 ist Andrew zudem als Co-Gründer von BLACK DADS GERMANY (gegründet 2020 von Alain Missala) ehrenamtlich tätig und für die Projektentwicklung und Umsetzung, sowie die Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich. Im gleichen Jahr nimmt sein Vater nach über 38 Jahren Abwesenheit Kontakt zu ihm auf. Motiviert durch das Interesse seines ersten Sohnes entsteht eine vorsichtige Annäherung. Im März 2022 reist Andrew schließlich das erste Mal in das Heimatland seines Vaters, nach Nigeria. Seine Erlebnisse auf dieser Reise, aber auch seine eigene Geschichte als afrodeutscher Junge, Sohn, Mann und Vater verarbeitet er in dem Projekt Portrait Of An Unknown Man .