Andreas Schneider, geboren in München, erhielt bereits als Kind eine musikalische Ausbildung in Klavier, Schlagzeug und Gitarre. Ab seinem zwölften Lebensjahr stand er mit verschiedenen Bands auf der Bühne und sammelte erste Gesangserfahrungen. Seit 2002 schreibt und produziert er eigene Musik, auch für diverse Theaterproduktionen. 2007 begann er sein Studium zum diplomierten Bühnendarsteller in der Sparte Musical an der Folkwang Universität der Künste Essen. Er war unter anderem als Shakespeares Romeo bei den Festspielen Xanten, als Fedja in Anatevka am Musiktheater im Revier Gelsenkirchen sowie am Staatstheater Nürnberg als Brad in der Rocky Horror Show zu erleben. Weitere Engagements führten ihn als Sebastian in Was ihr wollt zu den Gandersheimer Domfestspielen und als Ambrose Kemper in Hello, Dolly! an die Oper Kiel. Zudem war er zwei Spielzeiten am DT Göttingen und drei Spielzeiten am Landestheater Niederbayern festes Ensemblemitglied. Dort spielte er unter anderem die Titelpartien in Bertolt Brechts Baal , Shakespeares Othello und im Rockmusical Jesus Christ Superstar . Darüber hinaus war er deutschlandweit in Inszenierungen wie Die Rocky Horror Show (Frank’n’Furter), Comedian Harmonists (Ari), Ein Sommernachtstraum (Lysander), Die Räuber (Karl Moor), Antigone (Kreon), Waisen (Danny) und Carmen (José) zu sehen. In der Spielzeit 2026/27 ist Andreas Schneider in Rebecca an der Oper Dortmund alternierend in den Rollen Jack Favell und Frank Crawley zu erleben. (Stand 04/2026)
Seit bereits mehr als 30 Jahren arbeitet Alexander Becker aktiv am Theater (Schwerpunkt Musiktheater). Nach dem Abitur und einer privaten Schauspiel- und klassischen Gesangsausbildung folgte eine mehrjährige Tätigkeit als Chortenor (u. a. am Staatstheater Kassel, dem Aalto Musiktheater Essen sowie der Ruhrtriennale). Im Anschluss sammelte er am Theater Münster erste Erfahrungen im Bereich Regie. Es folgten zahlreiche eigene Regiearbeiten u. a. in Münster, Dortmund, Hamburg und Köln. Seine Erfahrungen konnte er durch die Zusammenarbeit mit Regisseur*innen wie Dietrich Hilfsdorf, Christine Mielitz, Jens-Daniel Herzog, Tilman Knabe, Kay Voges u. a vertiefen. Seit 2010 inszeniert er regelmäßig für das Münsteraner Theater in der Meerwiese, zuletzt u. a. Peter Handkes Die Stunde da wir nichts voneinander wussten , Thomas Vinterbergs Das Fest sowie Dale Wassermans Einer flog über das Kuckucksnest . Seit 2012 ist er zudem regelmäßiger Regisseur für die Junge Oper Münster, wo er 2013 u. a. die mobile Produktion Wagners RING für Kinder auf die Bühne brachte. 2016 wurde seine Interpretation von Kurt Schwaens König Midas beim Wechselspiel-Festival mit dem Zuschauer*innenpreis ausgezeichnet. Seit dem Wintersemester 2023 hat er an der Musikhochschule Münster einen Lehrauftrag im Fach Auftrittstraining und szenischer Unterricht inne. Darüber hinaus leitet er als Dozent für „Szenisches Spielen und Improvisation“ verschiedene Seminare und Workshops in ganz Nordrhein-Westfalen (u. a. für Deutschland Marketing / Chorverband NRW). Seit 2005 ist er der Oper Dortmund, neben seiner Tätigkeit als Inspizient der Oper, auch als Spielleiter und Regisseur verbunden, wo er in den letzten Jahren insbesondere die Arbeit der beiden Spielclubs We DO Opera! – OpernKids und We DO Opera! – OpernYoungsters künstlerisch verantwortet hat. Mit ihnen brachte er in den vergangenen Spielzeiten u. a. Stücke wie die Musicals Linie 1 und Joseph and the Amazing Technicolor Dreamcoat , den Operetten-Klassiker Orpheus in der Unterwelt , die Opern-Adaption Inside Carmen sowie zuletzt die komische Oper Die Piraten von Penzance auf die Bühne. In der Spielzeit 2024/25 inszenierte er u. a. Carrie – Das Musical sowie Der Ring an einem Abend. 2025/26 bringt er die Deutsche Erstaufführung des Musical-Hits Alle reden nur noch von Jamie (Everybody’s Talking About Jamie) auf die Dortmunder Opernbühne. (Stand: 04/2025)
Die Schweizer Sopranistin Gabriela Scherer tritt regelmäßig auf renommierten Bühnen wie den Bayreuther Festspielen, der Staatsoper Unter den Linden, der Deutschen Oper Berlin, der Semperoper Dresden, der Staatsoper Hamburg, dem Festspielhaus Baden-Baden und der Opéra national de Paris auf und hat mit ihren leidenschaftlichen Interpretationen von Rollen aus Werken von Gluck, Mozart, Puccini, Strauss, Verdi, Wagner und Weber internationales Aufsehen erregt. Sie erhielt mehrfach Auszeichnungen und Preise, wie z. B. im Jahr 2005 beim Internationalen Gesangswettbewerb der Kammeroper Schloss Rheinsberg und dem Internationalen Mozartwettbewerb Salzburg im Jahr 2006 Höhepunkte der Spielzeit 2025/26 umfassen Irene in der Erstaufführung von Rienzi beim 150-jährigen Jubiläum der Bayreuther Festspiele, ihr Rollendebüt als Alice Ford in Falstaff an der Staatsoper Unter den Linden, Leonore in Fidelio am Opernhaus Zürich, sowie Senta in Der fliegende Holländer am Teatre Principal in Palma de Mallorca. In den vergangenen Spielzeiten war die Sopranistin in zahlreichen wichtigen Rollen des jugendlich-dramatischen und des italienischen lirico spinto-Repertoires zu erleben, darunter als Chrysothemis in Elektra (Semperoper Dresden), Leonore in Fidelio (Lissabon), in den Titelpartien von Arabella (Deutsche Oper Berlin) und Tosca (Oper Dortmund), als Elsa in Lohengrin , Elisabetta in Don Carlo und Agathe in Der Freischütz (Oper Leipzig). Einen besonderen Schwerpunkt legt sie auch auf Werke Mozarts: In der Spielzeit 2023/24 sang sie erstmals Donna Elvira in Don Giovanni an der Staatsoper Unter den Linden; an der Semperoper Dresden war sie als Contessa in Le nozze di Figaro zu erleben. Weitere wichtige Engagements der letzten Jahre umfassen Elisabetta und die Titelpartie in Ariadne auf Naxos an der Staatsoper Unter den Linden, die Titelrolle in Glucks Iphigénie en Tauride an der Semperoper Dresden sowie Senta an der Staatsoper Hamburg, der Deutschen Oper am Rhein und am Teatro Nacional de São Carlos in Lissabon. Darüber hinaus gastierte Gabriela Scherer unter anderem an der Opéra national de Paris, im Festspielhaus Baden-Baden und am Theater Luzern. Sie arbeitet regelmäßig mit Dirigenten wie Marc Albrecht, Riccardo Chailly, Adam Fischer, Lawrence Foster, John Eliot Gardiner, Gustavo Gimeno, Thomas Guggeis, Pablo Heras-Casado, Christopher Hogwood, Marek Janowski, Axel Kober, Marc Minkowski, Kent Nagano, Tarmo Peltokoski, Petr Popelka, Donald Runnicles und Simone Young. An der Oper Dortmund wird Gabriela Scherer in der Saison 2026/27 die Partien von Elisabeth und Venus in der Neuinszenierung von Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg interpretieren. (Stand 03/2026)
Thilo Ullrich absolvierte zunächst eine Ausbildung zum Theatermaler am Theater Bremen, bevor er von 2011 bis 2015 an der Universität Mozarteum Salzburg Bühnen- und Kostümgestaltung sowie Film- und Ausstellungsarchitektur studierte. Nach seinem mit Auszeichnung abgeschlossenen Diplom folgte von 2015 bis 2018 eine feste Ausstattungsassistenz am Residenztheater München. Dort arbeitete er unter anderem mit Aleksandar Denić, Raimund Orfeo Voigt und Ulrich Rasche. In dieser Zeit begann auch die kontinuierliche Zusammenarbeit mit der Regisseurin Mirjam Loibl. Thilo Ullrich ist als freischaffender Bühnen- und Kostümbildner für Schauspiel und Oper tätig. Seine Entwürfe wurden unter anderem an der Oper Frankfurt, am Berliner Ensemble, an der Staatsoper Unter den Linden, der Staatsoper Hannover, der Bergen Nasjonale Opera in Norwegen sowie am Teatro Massimo in Palermo realisiert. 2020 lernte er den Regisseur Dennis Duszczak kennen; zusammen entwickelten sie vier Inszenierungen am Schauspiel Dortmund. GRM Brainfuck wurde 2023 zum Festival Radikal Jung im Münchner Volkstheater eingeladen. Weitere Projekte führten ihn 2023 an das JOIN der Staatsoper Stuttgart und zurück an das Theater Bremen, wo er seine ersten Theatererfahrungen gesammelt hatte. Für die Opernregisseurin Barbora Horáková entwarf er 2020 erstmals einen Raumentwurf für die Neuinszenierung von Carmen an der Staatsoper Hannover. Seitdem führen sie ihre Zusammenarbeit an international renommierten Opernhäusern fort. Mit Regisseur Wolfgang Nägele verbindet ihn eine wachsende Zusammenarbeit für die Opernproduktionen Hoffmanns Erzählungen und Candide am Theater Bielefeld sowie Punch and Judy an der Oper Frankfurt. An das Schauspiel Dortmund kehrt er als Bühnenbildner für die Produktion der Dreigroschenoper im Salzlager der Kokerei Hansa unter der Regie von Intendantin Julia Wissert zurück. Der Ansatz für den Bühnenraum liegt in der bewussten Nutzung und Weiterführung der Architektur dieses geschichtsträchtigen Ortes, verbunden mit einem Eingriff in seine vorhandene Geschichte. Thilo Ullrich ist Alumnus der Akademie Musiktheater heute. 2019 entstand an der Staatsoper Hamburg gemeinschaftlich das Werk Die Nacht der Seeigel . www.thiloullrich.com