Birgit Eckenweber studierte Philosophie, Musik- und Theaterwissenschaft an der Universität Bayreuth. Während des Studiums assistierte sie bei Ruth Berghaus, Harry Kupfer, Claus Peymann, Marco Arturo Marelli und Amélie Niermeyer am Burgtheater Wien, der Komischen Oper Berlin, der Semperoper Dresden sowie dem Bayerischen Staatsschauspiel. An der Staatsoper Unter den Linden schloss sie eine Ausbildung zur Spielleiterin ab. 2021 begann sie zudem ein berufsbegleitendes Weiterbildungsstudium Musikvermittlung/Musikmanagement an der Hochschule für Musik Detmold. Ihr erstes Engagement führte sie als Dramaturgin, Chefdramaturgin und Regisseurin an das Theater der Altmark in Stendal. 2004 wechselte sie als Musikdramaturgin und Regisseurin an das Theater Plauen-Zwickau. Als Peter Konwitschny sie 2010 eingeladen hat, an der Oper Leipzig Engelbert Humperdincks Hänsel und Gretel zu inszenieren, machte sie sich als Regisseurin selbständig. Diese Produktion läuft 2022 erfolgreich im 13. Jahr. Seitdem inszeniert sie national wie international Oper, Schauspiel und Konzerte, letztere mit eigenen Konzepten und Texten. Engagements führen sie an das Konzerthaus Berlin, das Concertgebouw Brügge, das internationale Kunstzentrum deSingel Antwerpen, das Tiroler Landestheater Innsbruck, das Landestheater Coburg und das Saarländischen Staatstheater Saarbrücken. Mit dem 1. Konzert für junge Leute „Hollywood Hits – 007“ gibt sie ihr Debüt bei den Dortmunder Philharmonikern.
Bettina Engelhardt absolvierte die Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin (1989-1993 ) und spielte anschließend bei Frank Baumbauer am Deutschen Schauspielhaus Hamburg (1993-2000), bei Christoph Marthaler am Schauspielhaus Zürich (2000-2002) und an den Münchner Kammerspielen sowie dem Schauspielhaus Düsseldorf. Von 2005-2010 war sie am Schauspiel Essen engagiert und wechselte mit Anselm Weber an das Schauspielhaus Bochum (2010-2018). Ihre Arbeit wurde von Regisseur:innen wie Frank Castorf, Christoph Marthaler, Nicolas Stemann, David Bösch, Stephanie Sewella, Rafael Sánchez, Roger Vontobel, Jan Neumann, Heike M. Götze, Christian Brey und Milan Peschel geprägt. Im Fernsehen war sie u. a. im Tatort Köln und Münster, Kanzleramt , Danny Lowinski, D.I.K. -Jagd auf Virus X zu sehen. Sie arbeitet bei zahlreichen Sendeanstalten (u.a. WDR, SWR, NDR) als Hörspielsprecherin (u.a. Die schwarze Dahlie , Die Stadt der Blinden , TYLL - ein Schelmenroman , Radiotatort Ronstorf ). 2015 wurde sie mit dem Bochumer Theaterpreis in der Sparte Arrivierte Künstler ausgezeichnet.
Philipp Ludwig Stangl studierte Komposition und Visualisierung an der Folkwang Universität der Künste in Essen. Er komponiert seit 2001 für Musiktheater, Schauspiel und Tanz und realisierte zahlreiche Videoarbeiten und audiovisuelle Installationen für die Bühne. Er arbeitete u. a. am Theater Basel, Deutschen Theater Berlin, Bremer Theater, Staatsschauspiel Dresden, PACT Zollverein/Choreographisches Zentrum NRW Essen, Schauspielhaus Graz, Deutschen Schauspielhaus Hamburg, Landestheater Linz, Nationaltheater Mannheim, Volkstheater München, den Wuppertaler Bühnen sowie Theater und Orchester Heidelberg. 2007–2012 war er als Komponist und Videokünstler festes Ensemblemitglied am Stadttheater Bern und unterrichtete zudem 2009–2012 als Lehrbeauftragter an der Folkwang Universität der Künste Essen. 2012 wurde er als Professor für „Künstlerische Medienpraxis/Audiovisuelle Gestaltung“ an die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim berufen. In der Spielzeit 2019/20 gestaltete Philipp Ludwig Stangl das Videodesign für Lohengrin .
Dirk Becker, ausgebildet am Salzburger Mozarteum, ist als Bühnen- und Kostümbildner in Schauspiel, Ballett und Oper tätig. Das Publikum der Oper Frankfurt kennt ihn als Bühnenbildner von Ariane et Barbe-Bleue , La Giuditta und Orlando furioso . Zu seinen Arbeiten der jüngeren Zeit zählen Nabucco am MiR Gelsenkirchen, Salome an der Semperoper Dresden und Elektra am Landestheater Linz an der Seite des Regisseurs Michael Schulz, mit dem ihn eine langjährige Zusammenarbeit verbindet. Außerdem entwirft Dirk Becker regelmäßig die Bühne für Inszenierungen von Christof Loy, wie Parsifal und Der Rosenkavalier an der Königlichen Oper Stockholm. Die Zusammenarbeit mit Ingo Kerkhof führte ihn u. a. mit Angels in America ans Theater Freiburg, mit Idomeneo ans Nationaltheater Mannheim oder mit Amor vien dal destino an die Staatsoper Berlin im Schillertheater. An der Staatsoper Hannover haben sie zuletzt L’incoronazione di Poppea in Szene gesetzt. Weitere Bühnenbilder entstanden für Produktionen mit Christian Spuck, Peter Hailer, David Bösch, Monique Wagemakers und Katharina Thoma u. a. an der Wiener Staatsoper, bei den Festspielen in Salzburg und Aix-en-Provence, an der Züricher Oper, an der Deutschen Oper Berlin, am New National Theatre Tokyo sowie an den Staatstheatern in Karlsruhe, Nürnberg, Mainz, Saarbrücken und Wiesbaden. An der Oper Dortmund zeichnete Dirk Becker in der Spielzeit 2019/20 für das Bühnenbild von Lohengrin verantwortlich.
Juliette Roussennac (sie/ihr), geboren 1996 in Paris, ist eine französische in Deutschland basierte Schauspielerin. In 2017 schloss sie ihren Bachelor in Theaterwissenschaft an der Sorbonne-Nouvelle in Paris ab, während sie bereits als Performerin und Regieassistentin arbeitete, jeweils bei Tino Sehgal ( This Progress , Palais de Tokyo, Festival d‘Automne 2016) und Agnès Bourgeois ( Marguerite, La Ferme du Buisson, 2017). Sie zog 2018 nach Berlin. Ihre Erfahrung dort als Schauspielerin bei dem Gefängnistheater aufBruch ( Die Schauspieler , E. Schleef, Regie: Peter Atanassow, 2019) hat sie sehr geprägt. Sie studiert seit 2020 Physical Theatre an der Folkwang Universität der Künste. Als Dramaturgin wirkte sie bei dem Solo-Musical Muinda von Belendjwa Peter, der am Schauspiel Dortmund in Mai 2021 premierte. Juliette bewegt sich zwischen Clownen, Storytelling und Gesang und bevorzugt politische und gesellschaftliche Themen in ihrem theatralischen Schreiben.
Gaia Pellegrini (sie/ihr), Performerin, Maker und Studentin an der Folkwang UdK, wurde 1998 in San Miniato geboren. Sie betritt das Theater zum ersten Mal in einem Ballett-Tutu, eine Sedimente, die sich heute zu ihrem Interesse am Physical Theatre entwickelt. Künstlerisch setzt sie gerne Statements, in denen sich persönliche Lebensdramen und politische Dringlichkeiten mit Humor und Spektakel verbinden. Ihre performative Sprache besteht hauptsächlich aus Musik und Zitaten, einem tänzerisch-akrobatisch inspirierten Körpereinsatz und dem Verlangen nach nicht-theatralen Räumen.
„Er besticht durch exaktes Dirigat, wenn nötig - gefühlvolles Dirigieren in großen Bögen, wenn es möglich ist. Alles wohltuend zurückhaltend und immer zeigend: Die Hauptakteure sind die Musiker“, so die Presse 2019 über Nabil Shehatas Eröffnungskonzert als neuer Chefdirigent der Philharmonie Südwestfalen. Shehata begann seine Laufbahn als Dirigent im Jahr 2006. Anregungen und Unterricht erhielt er von Daniel Barenboim, Rolf Reuter, Lawrence Foster und Christian Thielemann. 2007 folgte in Cottbus sein hochgelobtes Debüt als Dirigent. Bereits im selben Jahr startete er seine internationale Karriere. Es folgten weltweite Engagements. Die vergangenen Spielzeiten führten ihn u. a. zu den Stuttgarter Philharmonikern, dem Münchner Rundfunkorchester und dem Philharmonischen Orchester Luxemburg. In seiner Zeit als Chefdirigent der Kammeroper München leitete Nabil Shehata zahlreiche Opernproduktionen des Ensembles sowie eine Reihe von Sonderkonzerten mit innovativen, dramaturgischen Formaten. Sein besonderes Gespür für Programmatik weckt auch aktuell Aufmerksamkeit. So schreibt das Magazin Rondo: „Denn die bislang grundsolide musizierende Philharmonie Südwestfalen hat mit Nabil Shehata einen neuen Chefdirigenten, der innerhalb kurzer Zeit auch mit spannenden Programmen von sich reden machte.“ 2017 gründete Nabil Shehata in seiner Heimatstadt Verden das Kammermusikfestival „Maiklänge“. Für ihn ist es ein Herzensprojekt. „Dass sich musikalische Hochkaräter mit solcher Begeisterung in das kleine Verden einladen lassen, ist das ganz große Wunder, das Nabil Shehata vollbringt“, ist sich die Fachpresse einig. Nabil Shehatas eigenes musikalisches Talent wurde früh gefördert. Er bekam im Alter von sechs Jahren Klavierstunden bei seiner Mutter. Mit neun erhielt er seinen ersten Kontrabassunterricht. Er studierte an der Musikhochschule Würzburg und der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin. Bereits während seines Studiums übernahm Shehata die Position des 1. Solokontrabassisten der Staatskapelle Berlin bevor er von 2004 – 2008 in selber Position zu den Berliner Philharmonikern wechselte. Von 2007 – 2018 war er als Professor für Kontrabass an der Hochschule für Musik und Theater in München tätig, seit 2019 hält er eine Professur an der Barenboim-Said Akademie Berlin inne.
Carmen Mörsch ist Professorin für Kunstdidaktik an der Kunsthochschule Mainz der Johannes-Gutenberg Universität. Sie ist Mitglied im Leitungsteam des Graduiertenkollegs „Bildungsprozesse in der diskriminierungskritischen Hochschullehre“ des Netzwerks „Another Roadmap for Arts Education“ ( https://another-roadmap.net/ ) und des Kollektivs e-a-r, education and arts research ( http://e-a-r.net/ ).