Unser langjähriger Generalmusikdirektor Gabriel Feltz ist am Freitag, 29. August 2025, plötzlich und unerwartet verstorben. Wir sind zutiefst erschüttert und trauern als gesamtes Theater Dortmund um einen herausragenden Musiker und Menschen und einen der wichtigsten deutschen Dirigenten seiner Generation. Wir senden seiner Familie viel Kraft in dieser schwierigen Stunde. Seit Beginn der Saison 2013/14 bis 2024/25 leitete Gabriel Feltz als Generalmusikdirektor (GMD) der Stadt Dortmund die Dortmunder Philharmoniker und wechselte 2024 in gleicher Position zur Landeshauptstadt Schleswig-Holsteins, nach Kiel. In seinen zwölf Jahren im Ruhrgebiet drückte Gabriel Feltz dem Musikleben Dortmunds seinen Stempel auf und machte die Dortmunder Philharmoniker zu einem der führenden Klangkörper Nordrhein-Westfalens. Neben seiner Tätigkeit in Deutschland war er seit September 2017 Chefdirigent der Belgrader Philharmoniker. „Ich bin erschüttert und zutiefst traurig über den Tod von Gabriel Feltz. Er war ein großartiger Botschafter der Musik und ganz besonderer Mensch, der mit seiner unerschöpflichen Energie die Dortmunder Philharmoniker nachhaltig geprägt hat.“ – Tobias Ehinger, Geschäftsführender Direktor des Theater Dortmund „Mit tiefer Erschütterung und großer Trauer habe ich vom plötzlichen Tod meines verehrten Vorgängers Gabriel Feltz erfahren. Seine unermüdliche Arbeit und seine enorme künstlerische Vision haben das Musikleben Dortmunds nachhaltig geprägt. Mein tief empfundenes Beileid gilt seiner Familie und seinen Liebsten in dieser schweren Zeit.“ – Jordan de Souza, Generalmusikdirektor der Stadt Dortmund „Gabriel Feltz' viel zu früher Tod bestürzt mich zutiefst. Er ging ganz im Musizieren auf, mit einer unglaublichen und mitreißenden Energie, insbesondere bei dem von ihm besonders innig geliebten Richard Wagner. Mein Mitgefühl gilt seiner lieben Frau und seinen Kindern.“ – Heribert Germeshausen, Opernintendant „Wir verlieren mit ihm einen außergewöhnlich talentierten Musiker, einen leidenschaftlichen Künstler und geschätzten Freund, dessen Hingabe zur Musik und Menschlichkeit uns allen unvergesslich bleiben werden.“ – Xin Peng Wang, Ballettintendant 2003-2025 „Mit tiefer Betroffenheit haben wir heute vom plötzlichen Tod unseres langjährigen Generalmusikdirektors Gabriel Feltz erfahren. Zwölf Jahre lang hat er die Dortmunder Philharmoniker geführt – voller Tatendrang, künstlerischer Tiefe und Ideenreichtum, immer mit unvergleichlicher Energie. Unter seiner Leitung entstanden große Zyklen von Mahler und Rachmaninow, der unvergessene Beethovenmarathon, bewegende Opernabende und unzählige Hörerlebnisse im und außerhalb des Konzertsaals. Mit offenem Ohr und Herzen verstand er sich als Kollege unter Kolleg*innen – dabei immer als Botschafter im Dienste der Musik, der Kultur und unserer Stadt. Sein Wirken hat die Dortmunder Philharmoniker tief geprägt und Spuren hinterlassen, die bleiben. Unsere Gedanken und unser tiefes Mitgefühl sind in dieser schweren Zeit bei seiner Familie. Gabriel Feltz wird uns fehlen – als Musiker, Mensch und Freund.“ – Orchestervorstand der Dortmunder Philharmoniker
30.08.2025
Eine völlig neue Partitur auf Grundlage von biometrischen Daten und künstlicher Intelligenz.
Im kommenden Jahr öffnet sich in Bayreuth ein neues Kapitel des Ring des Nibelungen . Mit neuen bildgebenden Verfahren und einer Mischung aus Live-Coding, künstlicher Intelligenz und Holografie wird eine monumentale Tetralogie, eine Welt aus Macht, Liebe, Verrat, Untergang und zugleich ein Ort der ständigen Verwandlung kuratiert. Unter dem Titel RING 10010110 stehen Richard Wagners Musikdrama und seine Rezeptionsgeschichte im Mittelpunkt – durch eine visuelle Ebene, die sich stetig verändert, erweitert, neu zusammensetzt und sich widerspricht. Zum ersten Mal in der Geschichte der Festspiele wird dabei Künstliche Intelligenz live auf der Bühne mitspielen – nicht als Figur, sondern als bildgebende Kraft. Das künstlerische Team setzt sich zusammen aus Christian Thielemann (Musikalische Leitung), Marcus Lobbes (Kurator), Marcus Lobbes und Nils Corte (künstlerisch-technische Konzeption), Andri Hardmeier (Dramaturgie), Roman Senkl (Digital- und KI-Storytelling), Nils Corte und Phil Hagen Jungschlaeger (Creative Code/ Visual Art), Wolf Gutjahr (Bühne) und Pia Maria Mackert (Kostüme). RING 10010110 ist eine Kooperation der Bayreuther Festspiele und der Akademie für Theater und Digitalität
24.07.2025
Das NRW Kultursekretariat fördert mit 335.000 Euro über die Maßnahme „Neue Wege“ das Projekt Tiny Music House der Dortmunder Philharmoniker. Ziel ist, mit einer neu zu schaffenden mobilen Bühne neue Formen und Möglichkeiten für kleine Präsentationen und Konzertformate anzubieten. So können dort u. a. Babykonzerte, die Orchesterwerkstatt, Sitzkissenkonzerte sowie kleine moderierte Familien- und Jugendkonzerte unabhängig von einer bestimmen Örtlichkeit stattfinden. Jungen Menschen soll der Zugang zur klassischen Musik erleichtert werden, in dem das Tiny Music House hauptsächlich Grundschulen in Dortmund für jeweils vier Wochen besucht. Weiterhin sollen an Wochenenden Workshops für Kinder und Erwachsene stattfinden. Mit dem Projekt Tiny House Music möchten die Dortmunder Philharmoniker zu Menschen unterschiedlichster sozialen Schichten kommen, um ihnen die Möglichkeit zu eröffnen, den Reichtum der Musik kennenzulernen. Die Förderung des Schauspiel Dortmund in Höhe von 920.000 Euro dient dem Projekt Theater in Transition mit dem Ziel grundlegender Veränderungen der personellen Strukturen, Verantwortlichkeiten, Kommunikationswege und Schaffensprozesse innerhalb eines Theaterbetriebs. Welche Rolle kann Theater in Zeiten der gesellschaftlichen Verständigung spielen? Wie kann sich das Theater mit Fragen der Mitbestimmung durch Bürgerinnen und Bürger sowie Mitarbeitende beschäftigen? Antworten sollen in Form von Resonanz-Räumen entwickelt werden, in denen das Theater sich im Austausch mit der Stadt begibt. Geplant ist u.a. eine Stadt-Intendanz, in der Menschen aus Dortmund das Programm des Hauses mitgestalten. Durch die feste Stelle einer neuen Stadt-Dramaturgin ist es möglich, diese Arbeit nachhaltig aufzubauen. Gefördert werden auch Projekte, an denen sich der neue und umfassende Ansatz auf der Bühne manifestiert, wie die Schauspiel-Eröffnungspremiere 2170 – Was wird die Stadt gewesen sein, in der wir leben werden? in der Regie von Intendantin Julia Wissert am 25.9.2020.
16.06.2020
Das Schauspiel Dortmund erhält als eine von fünf ausgewählten Einrichtungen die Förderung durch das Projekt „(K)ein Kunststück“ der Bildungsstätte Anne Frank, das von der Robert Bosch Stiftung und dem Zentrum für Kulturelle Teilhabe Baden-Württemberg gefördert wird. Insgesamt hatten sich 21 Häuser verschiedenster Kunstsparten aus neun Bundesländern für die Teilnahme am Programm „(K)ein Kunststück – Powersharing im Kulturbetrieb fördern“ beworben. Die Auswahljury der Bildungsstätte Anne Frank hat daraus das Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung in Berlin, das Theaterhaus Jena, das Schauspiel Dortmund, das Münchner Stadtmuseum und die Alte Feuerwache Mannheim ausgewählt. Institutionen mit bereits kritischer Auseinandersetzung stärken „Die fünf Häuser haben die Auswahljury überzeugt, weil sie sich bereits in der kritischen Auseinandersetzung mit eigenen Ausschlüssen und Zugangsbarrieren befinden. Diese Prozesse wollen wir stärken und fortführen sowie zielführend an Powersharing-Konzepten arbeiten, die den Prozess der diskriminierungskritischen Öffnung der Häuser weiter voranbringen“, erläutert Projektleiterin Anna Lampert. Im Rahmen der Teilnahme werden die Kultureinrichtungen bis Oktober 2026 durch Schulungs-, Beratungs- und Vernetzungsangebote in ihrem Prozess der diskriminierungskritischen und diversitätsorientierten Öffnung und bei der Erprobung von Powersharing-Konzepten begleitet werden.
14.04.2025
Theater als Raum für Resonanz, Widerspruch und Zusammensein Das Schauspiel Dortmund möchte in der neuen Spielzeit 2025|26 der politisch und gesellschaftlich zunehmend herausfordernden Gegenwart mit dem Potenzial des Theaters begegnen. Geschichten, Körper, Stimmen und Haltungen schaffen Räume für Perspektivwechsel, Nähe und gemeinsame Erfahrung. „Ich möchte Sie einladen, den Spielplan der kommenden Saison als Forum zu begreifen, auf dem wir gemeinsam mit Ihnen diese Potenziale ausloten, Perspektiven entwickeln und einander begegnen“, schreibt Schauspielintendantin Julia Wissert in ihrem Vorwort des neuen Spielzeitheftes. Zehn Premieren und drei Festivals Zehn Neuproduktionen, drei Festivals und ein breitgefächertes Vermittlungsangebot bilden den Mittelpunkt dieser Spielzeit. Zum Auftakt zeigt Regisseurin Jana Vetten Georg Büchners scharfzüngige Satire Leonce und Lena als romantisch-politisches Spiel mit Fluchtreflexen und Freiheitsfantasien. Dor Aloni, als Regisseur und Autor erstmals am Haus, bringt Angst essen Seele auf nach Rainer Werner Fassbinder in einer bildstarken, stillen Kammerspiel-Adaption auf die Bühne. Lola Fuchs, zuletzt gefeiert mit Der Dämon in dir muss Heimat finden , entblättert Kleists Der zerbrochne Krug mit viel Lust an Sprache, Abgrund und grotesker Überhöhung. Uraufführungen Mit drei Uraufführungen kehren Künstler*innen ans Schauspiel Dortmund zurück, die mit ihren Produktionen hier bereits begeistert haben. Kieran Joel ist dem Dortmunder Publikum seit Das Kapital: Das Musical bestens bekannt, jetzt wird er Mithu Sanyals Roman Antichristie auf die Bühne bringen. Für Joel ist es die zweite Auseinandersetzung mit der Autorin nach seiner Inszenierung von Identitti am Düsseldorfer Schauspielhaus. Shari Asha Crosson, die in Dortmund bereits I wanna be loved by you und Schwindel inszenierte, entwickelt mit I wanna be a Gurrrlband eine queerfeministische Sitcom im Studio, und Jessica Weisskirchen nimmt sich nach ihren bildstarken Inszenierungen von Woyzeck und Queens der Uraufführung von PIDOR und der Wolf von Sam Max an, das auf der Grundlage von Prokofjews berühmtem Musikmärchen die schmerzhaft-aktuelle Geschichte der Verfolgung queerer Menschen in Tschetschenien thematisiert. Inklusive Theaterpraxis Ein wichtiger Fokus bleibt die Weiterentwicklung einer inklusiven Theaterpraxis. In Kooperation mit dem Kollektiv i can be your translator gestaltet das Schauspiel Dortmund ein vielstimmiges Symposium und bringt mit Regisseur Zino Wey Elfriede Jelineks Winterreise als musikalisch-visuelle Performance auf die Bühne – gemeinsam mit einem Ensemble aus Tauben und hörenden Künstler*innen. Zugleich setzt das Schauspiel Dortmund seine Arbeit an Barrierefreiheit und Zugänglichkeit für das Publikum fort. Von Cornelia Funke bis zum Musical „Was tun, in diesen aufwühlenden Zeiten? Das, was wir können: Spielen!“ Intendant Andreas Gruhn hat sich für seine letzten beiden Spielzeiten am Kinder- und Jugendtheater Dortmund viel vorgenommen. In der Spielzeit 2025|26 bietet das KJT einen abwechslungsreichen Spielplan mit acht Premieren. Gleich drei davon sind Uraufführungen, darunter ein Musical. Eröffnung mit Cornelia-Funke-Roman Die Spielzeit wird mit einer Bühnenadaption von Cornelia Funkes Käpten Knitterbart und seine Bande für Kinder ab sechs Jahren im September eröffnet. Antje Siebers erschafft mit nur zwei Schauspielern im Sckelly eine ganze Piratenbande auf dem Dachboden! Das Jugenddrama Cyber Cyrano erzählt von einer klassischen Dreiecksbeziehung, die von Eifersucht, Manipulation und falschen Identitäten geprägt ist, und spielt sich größtenteils im digitalen Raum ab. Die Verschmelzung von Bühne und Video-Ästhetik setzen Regisseurin Johanna Weißert und Digitalkünstlerin Viviane Lennert gemeinsam um. In einer neuen eigenen Textfassung inszeniert Andreas Gruhn das außergewöhnliche Märchen Die Schneekönigin als Familienstück zur Weihnachtszeit. Nicht nur die Disneyfilme der Eiskönigin ( Frozen ) basieren auf dem Märchen von Andersen. Auch das KJT lässt dieser Stoff nicht los, denn nach einer Inszenierung in der Spielzeit 2013|14 betritt die Schneekönigen nach zehn Jahren erneut die Bühne im Schauspielhaus. Rechercheprojekt Mit dem Auftragswerk Job-Safari sichert sich das KJT im Februar eine weitere Uraufführung. Das Stück beschäftigt sich nicht nur mit dem Thema der Berufswahl, sondern greift vor allem die damit verbundenen gesellschaftlichen Themen Klassismus, Wohlstand und Zukunftsängste auf. Die Autorin Elisabeth Pape recherchiert dafür gemeinsam mit Schüler*innen aus Dortmund von der Marie-Reinders-Realschule zu diesen Themen und entwickelt ein Theaterstück für ein Publikum ab 12 Jahren. Benedikt Grubel stellt sich mit diesem Projekt erstmalig als Regisseur im KJT vor. Stück für junges Publikum ab vier Jahren Auch für das jüngere Publikum ab vier Jahren wird es in der kommenden Spielzeit wieder eine neue Produktion geben. Wir Tiere ist eine Koproduktion von KJT und der Jungen Bühne Bochum und feiert im Februar Premiere. In einem immersiven Theatererlebnis widmet sich diese Theaterarbeit der Tierwelt, der wir alltäglich begegnen, ohne sie wirklich wahrzunehmen. Regie führt Martina van Boxen. Mit Super – Der Markt für Alle bringt Andreas Gruhn außerdem seit langer Zeit wieder ein Musical auf die Bühne des KJT. Die Inszenierung untersucht den Supermarkt als Ort, der so viel über unsere Konsumgewohnheiten und damit auch über unsere Gesellschaft aussagt und richtet sich an junge Menschen ab 12 Jahren. Die Premiere ist am 24. April. Vorverkauf Abonnements können ab dem 27. April 2025 im Abo-Service im Kundencenter gebucht werden. Der reguläre Vorverkauf für Einzelkarten startet am Dienstag, 1. Juli 2025, ab 10 Uhr. Für Abonnent*innen beginnt der Vorverkauf bereits am Dienstag, 17. Juni 2025, 10 Uhr; für Theatercard-Inhaber*innen am Dienstag, 24. Juni 2025, um 10 Uhr.
08.04.2025
Mit hochkarätigen Forschungsresidenzen setzt die Akademie für Theater und Digitalität neue Maßstäbe in der Theaterforschung. Gemeinsam mit der Fachhochschule Dortmund legt sie zudem ihren Fokus auf die Aus- und Weiterbildung zukünftiger Theaterschaffender. Als weltweit etablierte Institution der Forschung, des künstlerischen Schaffens und zukunftsorientierter Perspektiven startet die Akademie für Theater und Digitalität gemeinsam mit der Fachhochschule Dortmund (Fachbereiche Design und Informatik) den Masterstudiengang Theater and Digitality im Sommersemester 2025/2026. Hier kommen zukünftige Kulturschaffende aus den künstlerischen sowie technischen Bereichen zusammen. In Seminaren zu Tracking, Motion Capturing, Robotik und digitalen Realitäten lernen sie, das Theater von morgen zu entwickeln. Im regionalen bis nationalen Raum freut sich die Akademie für Theater und Digitalität über vielfältige Kooperationen und Festivalpartnerschaften in der kommenden Theaterspielzeit. Unter dem Motto Decolonizing the Digital wird sie vom 1. bis 5. Oktober 25 wieder zur Projektpartnerin und Spielstätte des Beyond Gravity Festivals, das in Kooperation mit dem Theater im Depot und dem Kulturforum Witten umgesetzt wird. Das vom Theater im Depot im Jahr 2023 neu gegründete Festival verknüpft Tanz und Performance mit den Digitalen Künsten. Mit Künstler*innen aus Kamerun, Venezuela und El Salvador liegt der Schwerpunkt auf der kulturellen Vernetzung mit Kunst und Theater aus dem globalen Süden. Gleich zwei Projektzusammenschlüsse entspringen dem Förderprogramm Neue Künste Ruhr. QUEUE heißt die neue immersive, gruppendynamische Installation mit Game- und Hörspielelementen rund um das Label von Christoph Wirth. An der Akademie für Theater und Digitalität entsteht ein kollektiver immersiver Raum in virtueller Realität, der vom Publikum im Theater in Mülheim an der Ruhr im Laufe der Spielzeit 2025/2026 erkundet werden kann. Mit dem Kulturforum Witten bietet sie zudem den Rahmen für eine neue künstlerische Forschungsresidenz zum Projekt Interconnected , das vom deutsch-australischen Medienkunstduo Katrin Hochschuh & Adam Donovan umgesetzt wird. Mit Interconnected soll das Publikum ein Verständnis für Phänomene des digitalen Zeitalters durch die interaktive Steuerung eines Roboterschwarms erfahren. Die Premiere findet Mitte November im Kulturforum Witten statt. Auch im internationalen Kulturbetrieb ist die Akademie für Theater und Digitalität als wesentliche Anlaufstelle für Fachwissen rund um Digitalität im Theater und als essenzielle Vernetzungsstelle der digitalen Kulturszene etabliert. Ihr Wissen teilt die sechste Sparte des Theater Dortmund nicht nur mit angehenden Kulturschaffenden, sondern auch mit etablierten Partner*innen in der weltweiten Theaterlandschaft. Gemeinsam mit der größten europäischen Theatervereinigung, der ETC (European Theatre Convention), bietet sie in der kommenden Spielzeit vielfältige Workshop-Formate und künstlerische Residenzen an – die Themenschwerpunkte reichen von Künstlicher Intelligenz bis Motion Capture. ArteScénicas+digitalidad verbindet Expert*innen und junge Theatertalente in den Bereichen Kunst, Kultur und Technologie zwischen Europa und Südamerika. Es steht für einen besonderen Austausch zwischen Kreativen und Kulturexperten mit Techniker*innen oder Programmierer*innen. In diesem Kontext bilden kulturelle Austauschprogramme und künstlerische Forschungsresidenzen das Herzstück des Projekts. Mit diesem innovativen Programm richten sich die Goethe-Institute in Chile, Bolivien, Uruguay, Brasilien und Kolumbien an interdisziplinäre Teams aus diesen fünf Ländern. Mit EXCENTRIC begründet die sechste Sparte des Theater Dortmund ein weiteres internationales Großprojekt, das Anfang des Jahres startete. EXCENTRIC steht für die Entwicklung kollaborativer Datenpraktiken im Kultursektor. Intelligente Dateninfrastrukturen und entsprechende Werkzeuge sollen Kulturbetriebe und Kreativschaffende bei der Programmierung, Preisgestaltung, Ressourcenverwaltung und Publikumsbindung unterstützen. Ein besonderer Aspekt ist der menschenzentrierte Ansatz, der Netzwerke aufbaut und mit Kreativen zusammenarbeitet. Im lokalen Raum kooperiert die Akademie für Theater und Digitalität im Rahmen von EXCENTRIC mit den Dortmunder Philharmonikern. Kern der Forschung ist dabei die Auslesung und künstlerische Verwertung biometrischer Datenströme des Publikums während einer Vorstellung. Am 29.01.26 wird die Akademie für Theater und Digitalität zudem erneut Spielstätte der Dortmunder Philharmoniker im Rahmen der Kammerkonzerte sein. Kommende Veranstaltungen 30.08.2025 Hafenspaziergang 01.-05.10.2025 Beyond Gravity Festival 29.01.2026 Philharmonisches Konzert Mehr Informationen ▶ Fördernde Partner*innen der Akademie für Theater und Digitalität Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, Stadt Dortmund, Europäische Union, Creative Programme of the European Union, Neue Künste Ruhr
08.04.2025
Beim traditionellen Heilig-Abend-Konzert der Dortmunder Philharmoniker kamen beeindruckende 28.088,81 Euro für wohltätige Zwecke zusammen. Das Konzert fand am 24. Dezember 2024 im Opernhaus Dortmund statt. Generalmusikdirektor Gabriel Feltz und Orchestervorstandsmitglied Marcus Beul übergaben die Spenden an Katrin Lauterborn vom Gast-Haus e. V., Susanne Eigmüller vom Hospiz am Ostpark und Regina Schubert von Halte-Stelle e. V.. Das Heilig-Abend-Konzert hat eine lange Tradition und ist ein fester Bestandteil der Dortmunder Kulturlandschaft. Die Erlöse aus dem Kartenverkauf sowie aus der Backwarenspende der Bäckerei Grobe kommen jedes Jahr Menschen in Not zugute. In diesem Jahr wurden folgende Organisationen bedacht: Gast-Haus e. V. erhielt 14.044,41 € zur Unterstützung obdachloser Menschen. Hospiz am Ostpark wurde mit 7.022,20 € bedacht, um unheilbar kranken Menschen ein würdevolles Leben bis zuletzt zu ermöglichen. Halte-Stelle e. V. durfte sich ebenfalls über 7.022,20 € freuen – eine wertvolle Hilfe für Menschen in schwierigen Lebenssituationen. Das Konzert war nicht nur ein musikalischer Höhepunkt, sondern auch ein bewegender Ausdruck von Mitgefühl und Gemeinschaft. Die Spende bedeutet für viele Menschen eine wichtige Unterstützung und zeigt, wie Musik Brücken schlagen kann – zwischen Künstlern, Publikum und jenen, die Hilfe brauchen. Die Dortmunder Philharmoniker setzen mit ihrem Engagement ein starkes Zeichen der Solidarität und machen deutlich: Musik kann mehr als nur unterhalten – sie kann helfen und Hoffnung schenken.
03.04.2025
Das Kinder- und Jugendtheater Dortmund (KJT) feiert mit seiner nächsten Premiere Das Gewicht der Ameisen am Sonntag, 23. März, die Wichtigkeit von Demokratie. Autor David Paquet verdeutlicht das auf skurrile Art und Weise am Beispiel des Mikrosmos Schule. Jeanne ist wütend. Sie hat kein Geld, kein Wahlrecht und keinen Arbeitsplatz. Gut, sie ist auch erst vierzehn Jahre alt und Schülerin, aber ernstgenommen werden will sie trotzdem. Überall lauern falsche Versprechungen durch Werbung, Medien, Erwachsene und noch viel mehr Erwartungen. Mitbestimmung? Fehlanzeige. Auch Olivier ist deprimiert, denn die Klimakrise steht bevor und niemand hat Lösungen parat. Eins ist beiden klar: Es muss sich etwas ändern! Schließlich hat auch Nichtstun Konsequenzen. Da kommt die Wahl zur Schülerschaftsvertretung gerade recht. Während Jeanne gegen das System randalieren will, versucht es Olivier auf die einfühlsame Art. Sollten sich die beiden zusammentun, um wirklich etwas zu erreichen? Regisseurin Annette Müller, die am KJT zuletzt Unterm Kindergarten inszeniert hat, bringt das Stück für ein Publikum ab 12 Jahren auf die Bühne. Die Ausstattung hat Oliver Kostecka entworfen. Für Musik und Sound ist Michael Lohmann zuständig, Jacqueline Rausch ist Dramaturgin der Produktion. Auf der Bühne stehen Thomas Ehrlichmann, Bianka Lammert, Sar Adina Scheer, Harald Schwaiger und Jan Westphal. Das KJT arbeitet weiterhin an der Öffnung für ein möglichst breites Publikum, weshalb hier auch blinde oder seheingeschränkte Menschen aktiv mitgedacht werden. Betreut wird die Produktion dafür von Inklusionsmanagerin Vivien Birkner und Johannes Willenberg vom örtlichen Blinden- und Sehbehindertenverein Westfalen e. V. Wie schon bei Der Zauber von Oz ist auch hier eine Audiodeskription vorgesehen, diesmal allerdings im Rahmen der künstlerischen Konzeption. Für die Premiere am 23. März (18 Uhr) im Kinder- und Jugendtheater in der Sckellstraße gibt es nur noch Restkarten (8 €) an der Abendkasse. Weitere Vorstellungen finden am 25. März, am 01., 08. und 09. April (alle um 11 Uhr) und wieder ab Mai statt. Tickets sind an der Theaterkasse im Kundencenter (Platz der Alten Synagoge, an der Tickethotline (0231/50 27 222) und im Webshop ▶ erhältlich.
12.03.2025
von Armela Madreiter • Ab 10 Jahren