Die Deutsche Oper am Rhein, das Theater Bonn und die Oper Dortmund sind für ihr Kooperationsprojekt Junge Opern Rhein-Ruhr mit dem Oper! Award ausgezeichnet worden. In insgesamt 20 Kategorien würdigen die von der Zeitschrift Oper! initiierten Oper! Awards seit 2019 besondere Leistungen im Bereich Oper. Bedingt durch die Pandemie fand die Preisverleihung am 30. November online statt und ist auf www.oper-awards.com abrufbar. Als „vorbildlich“ lobt die Jury die Arbeit der Jungen Opern Rhein Ruhr: Die Deutsche Oper am Rhein, die Oper Dortmund und das Theater Bonn vergeben seit der Spielzeit 2013/14 Kompositionsaufträge für Familienopern, die dann auf den großen Bühnen der drei Häuser gespielt und von einem umfangreichen Vermittlungsprogramm begleitet werden. Zum Repertoire zählen u. a. Jörn Arneckes Ronja Räubertochter und James Reynolds Geisterritter sowie Thierry Tidrows Nils Karlsson Däumling als mobile Produktion für Kindergärten. Für April 2020 war die Uraufführung Die Kinder des Sultans von Avner Dorman und Ingeborg von Zadow an der Oper Dortmund geplant. „Mit unbändiger kreativer Energie haben die Jungen Opern Rhein Ruhr stattdessen digitale Ferien- und Filmprojekte angeboten, die Kreative Pause für Grundschüler entwickelt und Jugendliche zu Opernkomponisten gemacht“, heißt es in der Jury-Begründung. „Oper als lebendige Kunstgattung darzustellen, ist unser Ziel. Damit nehmen wir unseren Auftrag wahr, jungen Komponistinnen und Komponisten die Möglichkeit zu geben, die Gattung Oper weiterzuentwickeln und künstlerische Grenzen zu durchbrechen“, sagt Opernintendant Heribert Germeshausen. „Wir wollen im Bereich des Musiktheaters innovative Formate herstellen, die ein junges Publikum im 21. Jahrhundert finden und begeistern. Letztendlich lebt Kunst von permanenter Erneuerung und Infragestellung des Bewährten.“
01.12.2020
Die nordrhein-westfälische Ministerin für Kultur und Wissenschaft, Isabel Pfeiffer-Poensgen, hat die Mitglieder des neuen Opernstudios NRW im Düsseldorfer Landtag begrüßt. Mit dem neuen Opernstudio NRW ermöglichen das Theater Dortmund, das Aalto-Musiktheater Essen, das Musiktheater im Revier Gelsenkirchen und die Oper Wuppertal Künstlerinnen und Künstlern kurz nach dem Abschluss ihres Hochschulstudiums einen idealen Karrierestart in der Theaterwelt. Aus 650 Bewerbungen wurden zehn Absolventinnen und Absolventen nach einem monatelangen Auswahlverfahren in den ersten Jahrgang des Opernstudios NRW aufgenommen. Die renommierten Opernhäuser in Dortmund, Essen, Gelsenkirchen und Wuppertal wollen mit dem Opernstudio NRW ein wichtiges Bindeglied zwischen der Ausbildung in den Kunsthochschulen und der professionellen Laufbahn schaffen. Dank der Bandbreite und den unterschiedlichen Ressourcen der vier Opernhäuser sammeln die Teilnehmerinnen und Teilnehmer innerhalb von zwei Jahren wertvolle Erfahrungen, die sie optimal auf die Arbeit im Opern- und Theaterbetrieb vorbereiten. Gleich vier Opernhäuser an Ruhr und Wupper haben sich für das neue Opernstudio NRW zusammengeschlossen und bilden damit auch in der Nachwuchsförderung die dichteste Opernlandschaft der Welt ab. Nach einem monatelangen Auswahlverfahren wurden aus 650 Bewerbungen acht Sängerinnen und Sänger sowie eine Korrepetitorin und ein Korrepetitor für den ersten Jahrgang des neu gegründeten Opernstudios ausgewählt. Das Engagement am Opernstudio NRW wird maximal zwei Jahre dauern und den Mitgliedern die Möglichkeit bieten, bei professionellen Produktionen an den vier Opernhäusern mitzuwirken. Somit erarbeiten sie sich ein breites Repertoire vom Barock bis zur zeitgenössischen Oper und Operette bis hin zum Konzert, das ihnen breitgefächerte Berufschancen eröffnet. Dem ersten Jahrgang des Opernstudios NRW gehören an: Die lyrische Sopranistin Wendy Krikken studierte klassischen Gesang am Königlichen Konservatorium Den Haag. Es folgte ein Masterstudium im Fach Oper und Musiktheater am Mozarteum Salzburg. Während ihrer Zeit in Salzburg stand sie als Helena („A Midsummer Night’s Dream“), Susanna („Le nozze di Figaro“) und als Kaiserin in der Uraufführung der Oper „Lob des Schattens“ von Oscar Jockel auf der Bühne. In der Rolle der Susanna gastierte sie 2017 in Hangzhou, China. Die Sopranistin Giulia Montanari studierte Musikwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München und Gesang an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar. Am Deutschen Nationaltheater Weimar debütierte sie in der Spielzeit 2017/18 als Papagena („Die Zauberflöte"). Im Juni 2018 gewann sie zwei Preise beim internationalen Ebe Stignani-Wettbewerb in Imola. Die Sopranistin Penny Sofroniadou absolvierte ihr Studium an der Hochschule für Musik und Tanz Köln sowie an der Hochschule für Musik Würzburg. Die vielfach ausgezeichnete Sopranistin (u. a. Gemeinsamer Preis der Deutschen Oper Berlin, der Staatsoper Berlin und der Komischen Oper Berlin beim Bundeswettbewerb Gesang) trat mehrfach als Konzertsolistin auf, u. a. mit dem Staatlichen Orchester Thessaloniki und dem WDR Funkhausorchester. Der Bass-Bariton Timothy Edlin begann seine musikalische Ausbildung als Chorknabe an der Kathedrale von Canterbury und absolvierte ein Gesangsstudium an der Universität Manchester und am Royal College of Music. Zwei Spielzeiten lang war er Mitglied der British Youth Opera London. Edlin ist auch Oratorien- und Konzertsänger und trat mit dem Sinfonieorchester des Royal College of Music und dem Sinfonieorchester der Universität von Manchester auf. Der Bass Gerard Farreras studierte Gesang am Conservatori Superior de Música del Liceu in Barcelona. 2016 wurde er für seine Darstellung des Komtur („Don Giovanni“) in Sabadell ausgezeichnet und gewann den Wettbewerb des Königlichen Künstlerzirkels von Barcelona mit Mozarts Requiem. Er war Finalist des 16. internationalen Ottavio Ziino-Wettbewerbs in Rom und wurde 2018 beim Tenor Viñas-Wettbewerb in Barcelona ausgezeichnet. Der lyrische Bariton Daegyun Jeong studierte Gesang am Yong Siew Toh Conservatory of Music in Singapur. Im Oktober 2017 begann Jeong Daegyun sein Masterstudium an der Hochschule für Musik und Tanz Köln mit den Schwerpunkten Oper und Konzert. In der Spielzeit 2017/18 debütierte er am Theater Aachen als Förster („Das schlaue Füchslein“). Am Münchener Cuvilliéstheater war er 2018 als Guglielmo („Così fan tutte“) zu erleben. Der Tenor Adam Temple-Smith beendete das Royal Northern College of Music im Jahr 2016 und ist seitdem Schüler des preisgekrönten Tenors Ben Johnson. Bis Juni 2019 war er Teil des Young Artist Studio der National Opera London. In der Saison 2018/19 gab Adam Temple-Smith sein Debüt an der Welsh National Opera. Der Countertenor Etienne Walch studierte Operngesang an der HfMT „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig. Sein Operndebüt gab Etienne Walch 2014 als „Artaxerxes“ in dem wiederentdeckten Stück „The honour of Arbaces“ von Lady Mary Stuart. Darüber hinaus übernahm er Rollen in zeitgenössischen wie barocken Opern. Er war auch am Anhaltischen Theater Dessau und am Theater Nordhausen zu sehen. Die Korrepetitorin Yuna Saito studierte Musikwissenschaft an der Universität der Künste Tokio. 2013 war sie Stipendiatin an der CUBEC Accademia di Belcanto di Modena und schloss ihren Masterstudiengang ab. Von 2013 bis 2015 war sie am Teatro Lirico Sperimentale in Spoleto engagiert. Während ihrer Ausbildung an der Accademia Teatro alla Scala (2015 bis 2017) nahm sie an einem Austauschprogramm am Bolschoi-Theater in Moskau teil. Der Korrepetitor Sangho Lee studierte Klavier und Korrepetition an der Nationalen Universität der Künste in Seoul. Nach seinem Abschluss studierte er von 2015 bis 2018 Vokalkorrepetition und Kammermusik an der Folkwang Universität der Künste. Als Pianist erhielt er den 2. Preis des Koreanischen Liszt-Wettbewerbs und gewann den Preis für das beste Duo beim Musikwettbewerb „Deutschland Lieder e.V.“.
20.09.2019
Als bereits dritte Premiere im Kinder- und Jugendtheater in dieser Spielzeit steht All das Schöne von Duncan Macmillan und Jonny Donahoe am kommenden Donnerstag, 1. Oktober, auf dem Spielplan. Das Stück für ein junges Publikum ab 14 Jahren erzählt von einer jungen Frau, die schon als Kind eine Liste beginnt mit allem, was ihr Freude macht. „1. Eiscreme“ – und so geht es weiter, bis acht Seiten gefüllt sind. Sie überschreibt diese Liste mit All das Schöne und schenkt sie ihrer Mutter, in der Hoffnung, sie damit glücklich zu machen. Denn die Mutter leidet unter Depressionen und hat versucht, sich das Leben zu nehmen. Statt sich zu freuen, korrigiert sie allerdings lediglich die Rechtschreibfehler… Die Erzählerin, gespielt von Bianka Lammert, wird erwachsen, macht ihren Schulabschluss und geht zur Uni. Die Liste setzt sie immer weiter fort, teils auch auf Pizzakartons und Post-it-Zetteln, und sie ist ihr auch behilflich, ein Date mit ihrer ersten großen Liebe abzumachen. 1000 Punkte schreibt sie allein in einer Nacht, und sie ahnt schon lang, dass diese Liste vielleicht nicht das Leben ihrer Mutter retten kann, für ihr eigenes aber doch sehr wichtig war und ist. Peter Kirschke inszeniert das Stück mit leisen Tönen und doch auch viel Humor, erzählt das schwere Thema mit großer Leichtigkeit. Jennifer Langer ist für Bühne und Kostüme verantwortlich. Für die Premiere am 1. Oktober (19 Uhr) sowie die zweite Vorstellung am 4. Oktober (18 Uhr) gibt es nur noch Restkarten, die nächsten Vorstellungen finden am 9., 10. und 24 . Oktober (jeweils 20 Uhr) statt. Tickets für 7 Euro gibt es an der Theaterkasse im Kundencenter am Platz der Alten Synagoge, unter 0231/50 27 222 und im Webshop .
29.09.2020
Gleich in seiner ersten Spielzeit als Intendant der Oper Dortmund konnte Heribert Germeshausen ein Rekordergebnis erzielen. Zum ersten Mal überstiegen die Einnahmen der Oper Dortmund die Marke von 2 Millionen Euro. Mit rund 2.100.000 Euro erreichte Germeshausen auf Anhieb die höchsten Einnahmen der letzten zehn Jahre. Erreicht wurde dieses Ergebnis mit der höchsten Besucherzahl im zurückliegenden Jahrzehnt. Aber auch künstlerisch und strukturell konnte Germeshausen überzeugen. So erhielt die Oper Dortmund in der „Welt am Sonntag“ – Kritikerumfrage für NRW eine Nennung als „bestes Opernhaus“ der letzten Spielzeit. Die Inszenierung IL BARBIERE DI SIVIGLIA von Martin G. Berger wurde als beste Inszenierung erwähnt. Als bester Dirigent 2018/19 nannte die „Welt am Sonntag“ den Dortmunder Kapellmeister Philipp Armbruster für seine Leistung in der Deutschen Erstaufführung von Luca Francesconis Oper QUARTETT . In der Kritikerumfrage der DEUTSCHEN BÜHNE wurde die neugegründete BÜRGEROPER WE DO OPERA unter der Rubrik „Das innovative Format“ lobend erwähnt. Weite überregionale Beachtung erhielten vor allem die Deutsche Erstaufführung von Francesconis QUARTETT , ECHNATON von Philip Glass sowie Puccinis TURANDOT , Rossinis BARBIERE DI SIVIGLIA und Bernsteins WEST SIDE STORY , wobei neben den unterschiedlichen Regiehandschriften stets auch das außergewöhnliche Sängerniveau des neuen engagierten Opernensembles gelobt wurde sowie jenes der renommierten Gäste wie Allison Cook, Andrea Shin oder David DQ Lee, die sonst auf den Bühnen der Mailänder Scala, Metropolitan Opera New York oder des Theaters an der Wien zu Hause sind. Um die Arbeit für und mit Kindern und Jugendlichen sowie die Outreach-Projekte für Erwachsene weiter auszubauen, erhielt die Oper Dortmund durch die Profilförderung „Neue Wege“ (NRW Kultursekretariat, Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen) 864.651 Euro. Als zweites Opernhaus Deutschlands und erstes in NRW wird die Oper Dortmund ab 2019/20 damit über ein eigenes Junge Oper-Ensemble verfügen. Germeshausen: „Dass wir gleich in unserem ersten Jahr einen solchen Erfolg erzielen konnten, ist der gemeinsamen Anstrengung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Oper Dortmund zu verdanken. Es zeigt sich, dass sich künstlerischer und wirtschaftlicher Erfolg nicht nur nicht ausschließen, sondern einander bedingen. Ich hoffe, dass die Menschen merken, dass wir jede Zuschauerin und jeden Zuschauer auf unsere gemeinsame Reise durch die wundervolle Welt der Oper mitnehmen wollen. Das ist unser Bestreben und das ist unser Ziel.“
04.09.2019
Theater im deutschsprachigen Raum gründen das theaternetzwerk.digital . Ziel des Netzwerkes ist es, Wissen und Erfahrungen im Bereich Digitaltheater und Theaterdigitalisierung auszutauschen. Die Dortmunder Akademie für Theater und Digitalität und das Staatstheater Augsburg sind die Initiatoren des neuen Netzwerkes. „Bereits vor der Pandemie hat sich nicht nur die Wirtschaft, sondern die ganze Welt in einem gewaltigen Transformationsprozess befunden. Auch innerhalb von Kunst und Kultur entscheidet eine erfolgreiche Digitalisierung letztendlich über Sein oder Nichtsein. Dabei geht es sowohl um künstlerische Prozesse, als auch um Arbeits- und Produktionsabläufe. Es ist unser gemeinsames Anliegen, diesen Prozess selbstständig und produktiv zu gestalten. Und es ist unser gemeinsames Ziel, dabei so viele Theater wie möglich an dem gewonnenen Wissen und den Erfahrungen teilhaben zu lassen.“ (Tobias Ehinger, Geschäftsführender Direktor Theater Dortmund) Derzeit sind insgesamt fünfzehn Theater beteiligt, darunter Stadt- oder Staatstheater, aber auch private und freie Theater aus Deutschland, Österreich und der Schweiz (gesamte Liste: theaternetzwerk.digital ). Die zeichnenden Häuser planen, an einer gesamt-theatral verstandenen digitalen Strategie zu arbeiten und sehen den digitalen Kulturwandel und die damit verbundenen Transformationsprozesse als Bereicherung ihrer Arbeit. Sie wollen die künstlerisch sinnvollen technologischen Möglichkeiten im physischen Kopräsenzraum erforschen und die digitalen und virtuellen Räume mit den Mitteln der Kunst aktiv und selbstbestimmt gestalten. „Es ist jetzt wichtig, Partner*innen zu identifizieren, vernetzt und dezentral zu denken, sich gegenseitig verpflichtet zu fühlen sowie sich Erfahrungen mit digitalen Techniken wechselseitig zur Verfügung zu stellen, denn: Sharing is Caring!“ (Marcus Lobbes, Direktor der Akademie für Theater und Digitalität)
15.04.2021
Beim traditionellen Heiligabendkonzert der Dortmunder Philharmoniker sammelte das Orchester der Stadt für gute Zwecke. Dabei konnte eine weitere Spendeneinnahme von über 5000 Euros erzielt werden und das, obwohl das Konzert beim letzten Mal „nur“ digital und ohne Eintritt aufgeführt werden konnte. Bedacht werden das Dortmunder Frauenhaus mit 2.825,00 € und die Bunte Schule Dortmund mit 2.325,00 €. Es ist eine Dortmunder Tradition: Das Heiligabendkonzert der Dortmunder Philharmoniker, stets am 24. Dezember um 14 Uhr im Dortmunder Opernhaus. Seit nunmehr 30 Jahren spielen die Musikerinnen und Musiker kurz vor Heiligabend für einen guten Zweck. Alle Musiker spielen außerhalb ihrer normalen Dienstzeit und spenden die gesamten Erlöse für Menschen in Not. Aufgrund der Pandemie konnte das Konzert nicht gewohnt live im Opernhaus stattfinden. Jedoch wurde das Konzert gestreamt und brachte eine weitere Spendensumme von 5.150 Euro ein, die auf das Dortmunder Frauenhaus und die Bunte Schule Dortmund verteilt wurden. Nun konnten endlich die Schecks an die Institutionen übergeben werden. Der Generalmusikdirektor der Dortmunder Philharmoniker, Gabriel Feltz, dazu: „Ich bin stolz auf alle Spenderinnen und Spender, die sich an unserer Aktion beteiligt haben. Fernab von schönen Worten, ist Hilfe letztendlich immer konkret. Ich hoffe, sehr, dass wir beim nächsten Heilig-Abend-Konzert wieder live spielen können und mit unserem Publikum und Spendern diesen Augenblick gemeinsam verbringen.“ Für das Dortmunder Frauenhaus freute sich Ria Pinter: „Das Frauenhaus Dortmund konnte während der gesamten Pandemie von gewaltbetroffene Frauen und ihre Kinder ohne Schließungszeiten aufnehmen. Ein Großteil unserer Arbeit wird durch Spenden finanziert, daher bedanken wir uns recht herzlich bei der Dortmunder Philharmoniker für die großzügige Spende. Auch wir hoffen, dass in diesem Jahr das traditionelle Heiligabendkonzert wieder wie gewohnt stattfinden kann. Mustafa Güngör von der Bunten Schule: „Das außergewöhnliche Engagement der Philharmoniker, das zum Weihnachtsfest 2020 in besonderer Weise gezeigt wurde, hat uns als Spendenempfänger tief berührt. Ein herzliches Dankeschön."
04.06.2021
Das Theater Dortmund sammelte beim großen Online-Weihnachtsprogramm vom 24. Dezember 2020 bis 01.Januar 2021 genau 14.931 Euro für die Obdachlosenhilfe „Gast-Haus e.V.“. Obwohl die Veranstaltungen der Oper, des Ballett, der Philharmoniker, des Schauspiels und Kinder- und Jugendtheaters kostenlos gestreamt wurden, konnte diese Summe erzielt werden. Die Dortmunder Philharmoniker sammelten zusätzlich im Heilig-Abend-Konzert Stille Nacht 4.374,09 Euro für das Gast-Haus e.V., so dass ein Gesamtbetrag von 19.305,09 überwiesen werden konnte. Der Geschäftsführende Direktor des Theater Dortmund, Tobias Ehinger, bedankte sich bei allen Spenderinnen und Spendern und fügte hinzu, „das Spendenaufkommen zeigt, dass die Menschen im Ruhrgebiet zusammenhalten, wenn es drauf ankommt. Die Pandemie fordert uns alle heraus. Jedoch zeigte sich auch, dass sie einige Menschen besonders hart trifft. Die Pandemie ist nicht nur ein Gesundheitsproblem, es ist auch eine besondere soziale Herausforderung. Gerade die, die ohnehin zu kämpfen haben, hat Covid besonders getroffen. Wir alle hoffen, dass wir mit der Spende das Los der Ärmsten in der Gesellschaft, für ein paar Stunden ein wenig lindern können.“ Auch die Geschäftsführerin des Gast-Haus e.V., Karin Lauterborn, zeigte sich sehr erfreut über die Hilfe und ging auf die Not der Gäste ihrer Institution ein: „Wir bedanken uns vom ganzen Herzen beim Theater Dortmund, wir hätten nicht damit gerechnet, dass eine so tolle Spendensumme zusammenkommt. Die Corona-Pandemie hat unsere Gäste sehr hart getroffen, die meisten verfügen weder über eine Wohnung, noch über andere Mittel um mit den Herausforderungen der Krise klarzukommen. Wir haben es geschafft seit Beginn der Pandemie jeden Tag für unsere Gäste da zu sein und ihre Not ein wenig zu lindern. Die Spende ermöglicht uns unsere tägliche Arbeit für Menschen am Rande der Gesellschaft weiter fortführen zu können.“
28.05.2021
Jubel für die Produktion Kein leichter Fall : Das Kinder- und Jugendtheater (KJT) Dortmund erhält nach dem erfolgreichen Gastspiel in Südtirol auf Initiative des Südtiroler Kulturinstituts im Februar jetzt den Finstral-Publikumspreis für das beste Theatergastspiel des Jahres. Die von der Firma Finstral gestiftete Trophäe wurde am Mittwoch, 12. Juni, durch Peter Silbernagl, Direktor des Südtiroler Kulturinstituts im KJT überreicht. Der Preis wird jährlich an die zwei besten Produktionen vergeben, zum einen für Erwachsene und zum anderen für junges Publikum. Er wurde erstmals in der Spielzeit 2012/13 vergeben, den Preis für das Kinder- und Jugendtheater gibt es seit der Spielzeit 2017/18. Der Preis wurde bereits von verschiedenen Südtiroler Künstler*innen gestaltet. Aktuell erscheint er im Design von Martin Pohl, das an die Anfänge des Theaters erinnern soll und eine Hommage an das griechische Amphitheater darstellt. Andreas Gruhn, Intendant des KJT Dortmund, Johanna Weißert, Regisseurin von Kein leichter Fall sowie Bianka Lammert, Thomas Ehrlichmann, Sar Adina Scheer sowie Andreas Ksienzyk aus dem Ensemble der Produktion nahmen die Trophäe entgegen. Kein leichter Fall feierte in der Inszenierung von Johanna Weißert im Oktober 2021 am KJT Dortmund Premiere und war seitdem fester Bestandteil des Spielplans. In Südtirol gastierte die Produktion in Brixen, Schlanders, Meran und Bozen.
13.06.2024
Das Schauspiel und das Kinder- und Jugendtheater wurden beim diesjährigen WESTWIND-Festival, dem 40. Theatertreffen für junges Publikum NRW 2024, mit drei Preisen ausgezeichnet. Kinder- und Erwachsenenjury stimmten beide für die Produktion Grusel von pulk fiktion, die in Koproduktion mit KJT Dortmund, FWT Köln, FFT Düsseldorf entstanden ist. Die Jugendjury wählte I wanna be loved by you des Schauspiel Dortmund als beste Produktion. Die drei gleichwertig dotierten Preise zu je 3400 Euro werden vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW gestiftet. Vom 01. bis 08. Juni gastierten im Rahmen des Festivals 10 bemerkenswerteste Kinder- und Jugendtheater-Produktionen aus ganz NRW im Maschinenhaus Essen / Theater der kommenden Generationen.
10.06.2024
„Bestes Opernhaus 2023“, die Inszenierungen zum 20-jährigen Jubiläum von Ballettdirektor Xin Peng Wang im Jahr 2023, der Broadway Award für das Musical RENT , der neu etablierte und bereits bestens angenommene Feierabendmarkt, die ebenfalls neue Theaterbar und, und, und – die Liste der Möglichkeiten, für die wir unser Theater Dortmund mit dem Ideenpreis auszeichnen könnten, ist sehr lang“, berichtet Thomas Szabo, Präsident des Marketing Club Dortmund (MCDO). „Das Theater Dortmund erweist sich als wahres Juwel im kulturellen Gefüge unserer Stadt. Deshalb freuen wir uns außerordentlich, es für sein herausragendes, publikumsnahes analoges und digitales Gesamtmarkenkonzept für alle sechs Sparten zu würdigen.“ In einer Zeit, in der die Kulturbranche sich ständig weiterentwickelt und neue Wege der Interaktion mit dem Publikum sucht, hat das Theater Dortmund mit seinem innovativen Ansatz bewiesen, dass es nicht nur im traditionellen Sinne ein Ort der Darbietung ist, sondern auch ein lebendiger Teil des städtischen Lebens. Der Feierabendmarkt auf dem Theatervorplatz ist dabei ein gutes Beispiel dafür, wie ein kulturelles Zentrum seine Türen für die Gemeinschaft öffnet und eine vielfältige Palette von Erlebnissen bietet, die über die Bühnenproduktionen hinausgehen. Maßgeblich verantwortlich für die Entwicklung und Umsetzung des Markenkonzepts, das alle sechs Sparten des Theaters – von der preisgekrönten Oper über das Schauspiel sowie das Kinder- und Jugendtheater (KJT) bis hin zu den Philharmonikern, dem Ballett und der wegweisenden Arbeit der Akademie für Theater und Digitalität – mit einschließt, ist Theaterleiter Tobias Ehinger, der den Preis entgegennahm. Kultur als Innovationsmotor „Kultur kann ein kraftvoller Motor für Innovation sein. Deshalb sehen wir unsere Herausforderung darin, uns als Theater für viele Handlungsfelder zu öffnen und neue Impulse zu setzen. Wir setzen Kunst und Kultur in weitere gesellschaftliche Zusammenhänge und verdeutlichen damit, dass Kunst und Kultur sehr viel mit dem direkten Alltagsleben der Menschen zu tun haben. Umso so mehr freue ich mich daher über diese Anerkennung, die unseren Weg bestätigt. Mein großer Dank gilt allen Beschäftigten des Theaters, die mit ihren herausragenden Leistungen und ihrem Engagement jeden Tag daran arbeiten, das Theater Dortmund zu dem zu machen, was es ist – ein Ort der Inspiration, der Kreativität und der Zusammenarbeit.“, betont Ehinger in seiner Dankesrede. Im Rahmen der Preisverleihung gewährte das Theater Dortmund mit vier Intermezzi auch einen kleinen Einblick in sein Schaffen. Das Publikum freute sich über zwei Arien des Bariton Mandla Mndebele, eine Darbietung der Philharmoniker sowie einen humorvollen Monolog von Ekkehard Freye aus dem Schauspielensemble. „Es ist nicht nur die Qualität der Aufführungen, die das Theater Dortmund auszeichnet, sondern auch sein unermüdlicher Einsatz, neue Wege der Kulturvermittlung zu erforschen und das Publikum in den Dialog einzubeziehen. Diese Auszeichnung ist daher nicht nur eine Anerkennung für vergangene Leistungen, sondern auch eine Ermutigung für zukünftige Innovationen und kreative Entwicklungen. Wir sind stolz darauf, das Theater Dortmund als Vorreiter in der Kulturlandschaft zu ehren und freuen uns darauf, zu sehen, wie es weiterhin die Grenzen des Möglichen im kulturellen Bereich erweitert“, so Szabo. Ideenpreis für das Theater Dortmund - Marketing Club Dortmund (mc-dortmund.de) >>
22.05.2024