Hreyfð – Mit Bewegung und dem eigenen Körper elektronische Musik erzeugen.
Am 19. September 2024 erlebte Dortmund eine Weltpremiere!
Merging Entities – Den multimedialen Raum als handlungsbeeinflussenden Akteur begreifen
Das Kinder- und Jugendtheater (KJT) Dortmund nimmt die Produktion Grusel aus der vergangenen Spielzeit wieder auf. Die ersten drei Termine für die Performance des Kollektivs pulk fiktion (Künstlerische Leitung: Hannah Biedermann, Norman Grotegut) sind Sonntag, 06. Oktober, um 16 Uhr und am Montag, 07. Oktober, und Dienstag, 08. Oktober, jeweils um 11 Uhr im Kinder- und Jugendtheater in der Sckellstraße. Grusel ist ein Live-Hörspiel für blinde und sehende Menschen, das in Koproduktion mit KJT Dortmund, FWT Köln und FFT Düsseldorf entstanden ist. Es geht nicht um Angstmachen, sondern um das wohlige Schauern und das verbindende Lachen, aber auch um die Suche nach den Ängsten des Alltags und den Schrecken unserer heutigen Welt. Im dunklen Bühnenraum begegnen dem jungen Publikum ab acht Jahren Gespenster, Skelette und Monster. Grusel erhielt beim diesjährigen WESTWIND-Festival, dem 40. Theatertreffen für junges Publikum NRW 2024, gleich zwei Preise. Sowohl die Kinder- als auch die Erwachsenenjury stimmten für die Inszenierung als beste Produktion. Karten für die Wiederaufnahme gibt es für je 8 € an der Theaterkasse im Kundencenter (Platz der Alten Synagoge), unter Tel. 0231/50 27 222 und im Webshop ▶ .
20.09.2024
Das Fachmagazin OPER! hat der Oper Dortmund den OPER! AWARD 2023 als das beste Opernhaus des zurückliegenden Jahres 2022 verliehen. Das teilte die Jury der OPER! AWARDS am 05. Januar vorab in Berlin mit. Die Auszeichnung wird am Montag, 27. Februar 2023, im Rahmen einer Preisverleihung im Opernhaus Dortmund vergeben. Ebenso werden an dem Abend die Preisträger der übrigen 19 Kategorien der OPER! AWARDS bekanntgegeben und persönlich geehrt. Wie die Jury mitteilt, hat sich die Oper Dortmund unter ihrem Intendanten Heribert Germeshausen in vorbildlicher Weise zum Thema und Ziel von nationalen wie internationalen Fachleuten und Opernfreunden gemacht. Mit einem klugen Spielplan aus Raritäten und Bekanntem, dem Engagement von herausragenden Sänger*innen sowie das in seiner Form einmalige Symposium Wagner-Kosmos zum Komponisten Richard Wagner wurde die Oper Dortmund 2022 zur Pflichtadresse für jede*n Operninteressierten. Durch innovative Formate, wie We DO Opera! , ist die Dortmunder Oper zusätzlich in außerordentlicher Weise auf die Stadtgesellschaft zugegangen und konnte damit ein sozial vielfältiges und diverses Publikum gewinnen. Die OPER! AWARDS sind Deutschlands einziger internationaler, öffentlich verliehener Opernpreis. Er wird jährlich im Rahmen einer Preisverleihungsgala an die weltweit besten Künstler und Akteure auf und hinter der Bühne vergeben. Über die Awards in insgesamt 20 Kategorien entscheidet eine Jury aus Fachjournalisten. Bewertungszeitraum ist spielzeitübergreifend das Jahr 2022. Erstmals findet die Award-Gala außerhalb von Berlin statt. Zur Preisverleihung äußert sich Opernintendant Heribert Germeshausen: „Gemeinsam mit meinem Ensemble und Team freue ich mich sehr darüber, dass die Oper Dortmund erstmalig in ihrer Geschichte als bestes Opernhaus des Jahres ausgezeichnet wird. Es ist eine sehr schöne Bestätigung unserer Arbeit. Meine Intendanz hatte ich von Beginn an unter den Arbeitstitel ‚Ruhr-Oper 21‘ gestellt. Ziel ist es, die Institution Oper für die diverse Stadtgesellschaft des 21. Jahrhunderts weiterzuentwickeln. Nur so können wir die Kunstform Oper einem breiten Publikum näherbringen. Das geschieht einerseits durch die Werke des klassischen Kanons, die wir – wie etwa im Wagner-Kosmos – in einen neuen Kontext stellen, andererseits aber auch mit unserem Projekt We DO Opera! , mit dem wir Menschen aus allen sozialen Schichten ansprechen. Mit unserer Bürger*innenOper und der Jungen Oper bieten wir den Menschen vor Ort ganz konkret die Möglichkeit, der künstlerischen Teilhabe. Durch die bewusste Fokussierung auf die Junge Oper, mit einem eigenen Ensemble und einem Composer in Residence, konnten wir ein sehr junges Publikum erreichen. Dass die Qualität unserer Arbeit auch überregional so anerkannt wird, bestätigt uns, den eingeschlagenen Weg, der überregionalen Strahlkraft bei gleichzeitig breiterer, lokaler gesellschaftlicher Verankerung, fortzusetzen.
05.01.2023
Das Fachmagazin Opernwelt hat in seiner Kritikerjahresumfrage die Produktion der Oper Dortmund Frédégonde von Ernest Guiraud und Camille Saint-Saëns in der Kategorie „Wiederentdeckung des Jahres“ ausgezeichnet, gemeinsam mit Fremde Erde (Theater Osnabrück). Außerdem freut sich die Oper Dortmund über die zweitmeisten Nennungen in der Kategorie „Opernhaus des Jahres“, hinter der Oper Frankfurt als Siegerin der Umfrage. „Ein tolles Sängerensemble, kluge und unkonventionelle Programmdramaturgie, spannende Regisseure sowie das Festival ‚ Wagner-Kosmos ‘ führten zu den zweitmeisten Kritikervoten in der Kategorie „Opernhaus des Jahres“. Zahlreiche weitere Nennungen entfielen insbesondere auf Peter Konwitschnys Inszenierung von Richard Wagners Walküre , mit der die Oper Dortmund einen neuen Ring -Zyklus startet, ferner auf die Uraufführung von Bernhard Langs Otello-Überschreibung Der Hetzer sowie der Wiederentdeckung von Gaspare Spontinis Fernand Cortez . Opernintendant Heribert Germeshausen: „Ich freue mich gemeinsam mit meinem Ensemble und Team über die außerordentlich positive Resonanz für unsere Arbeit. Frédégonde , in der cineastischen Lösung von Marie-Eve Signeyrole, war mir ein besonderes Anliegen. Die Anerkennung, die auch aus den zahlreichen weiteren Nennungen für Produktionen im Umfeld des Wagner-Kosmos spricht, ist für uns alle ein starker Rückenwind für die weitere Durchführung unseres vielseitigen Programms.“
29.09.2022
Gleich zwei Mal wurde die Oper Dortmund unter ihrem Intendanten Heribert Germeshausen als beste Gesamtleistung der Spielzeit 2021/22 genannt. Wie die Kritikerumfrage des Magazins „Die Deutsche Bühne“ aufzeigt, wurde vor allem die Leistung des Wagner Kosmos aber auch die „ambitionierte Gesamtdramaturgie“ lobend erwähnt. Auch in der Rubrik „Digitales Format“ konnte die Oper Dortmund punkten. So wurde bei der Oper Frédégonde von Camille Saint-Saëns die Filmfassung besonders hervorgehoben. Erfreut über die Ergebnisse der Kritikerumfrage meint der Intendant der Oper Dortmund, Heribert Germeshausen: „Stellvertretend für mein Ensemble und alle Mitarbeiter*innen der Oper Dortmund freue ich mich sehr über die Erwähnungen. Mit dem Wagner-Kosmos ist es uns gelungen, ein Alleinstellungsmerkmal in der deutschsprachigen Opernwelt zu schaffen. In dem wir Richard Wagners Werk in dem Kontext seiner Zeit und zeitgenössischer Opern stellen, tragen wir dazu bei, Wagner und sein Werk neu kennenzulernen und weitere Aspekte zu entdecken. Grundsätzlich sind wir an der Oper Dortmund bestrebt, für alle Menschen ein musikalisches Angebot von Oper über Operette bis zum Musical zu machen. Das wir nicht nur wirtschaftlich und im Hinblick auf den Zuschauerzuspruch erfolgreich sind, sondern auch in der Bewertung der Fachleute unsere Gesamtdramaturgie gelobt wird, bestätigt uns, dass hohes künstlerisches Niveau und wirtschaftlicher Erfolg auch in Krisenzeiten möglich ist.“
26.08.2022
Eine groß angelegte Studie der European Theatre Convention (ETC) und der Akademie für Theater und Digitalität zeigt, dass die Zahl der digitalen Theaterproduktionen und des Personals in den ersten beiden Jahren der COVID-19-Pandemie enorm gestiegen ist. Demzufolge boomte das digitale Theater während der weltweiten Einschränkungen der COVID-19-Pandemie. Die Studie „Digital Theatre – Strategies and Business Models in European Theatre“ der European Theatre Convention (ETC) und unserer Akademie für Theater und Digitalität kommt zu dem Ergebnis, dass der Verkauf digitaler Theatertickets in Europa von 2019 bis 2021 um 772 % gestiegen ist, während der Verkauf regulärer Tickets im gleichen Zeitraum um mehr als zwei Drittel zurückging. Darüber hinaus zeigt die Studie, dass die meisten Theater (80 %) der Meinung sind, dass digitales Theater dazu beiträgt, Mitarbeiter*innen in neuen Fähigkeiten zu schulen. Die Kosten für die Produktion von digitalem Theater stellt jedoch weiterhin ein großes Hindernis dar. Die Studie wurde von Dr. Katie Hawthorne verfasst. Sie ist ehemalige Fellow der Akademie für Theater und Digitalität. Die vollständige Studie können Sie hier einsehen.
15.06.2023
Sungho Kim, Ensemblemitglied der Oper Dortmund, hat den BBC Cardiff Singer of the World 2023 Song Prize gewonnen. Der BBC Cardiff Singer of the World Competition ist einer der wichtigsten Gesangswettbewerbe der Welt. Der alle zwei Jahre stattfindende BBC Cardiff Singer of the World Competition ist einer der wichtigsten Gesangswettbewerbe der Welt und hat in den 40 Jahren seiner Existenz die Karrieren einiger der weltweit größten Opernstars befördert, darunter Karita Mattila, Dmitri Hvorostovsky, Sir Bryn Terfel, Anja Harteros, Jamie Barton, Catriona Morison und der Gewinner von 2021, der Bariton Gihoon Kim. Den Song Prize innerhalb dieses Wettbewerbes hat 2023 der lyrische Tenor Sungho Kim gewonnen. Er ist seit der Spielzeit 2020/21 Ensemblemitglied der Oper Dortmund. Zu seinen wichtigsten Rollen in Dortmund zählen Tamino ( Die Zauberflöte ), Belmonte ( Die Entführung aus dem Serail ), Léopold ( La Juive ) und Fortunatus (in der deutschrachigen Erstaufführung von Frédégonde ). In der Spielzeit 2023/24 wird er in Dortmund u. a. als Rodolfo ( La Bohème ) auf der Bühne stehen und Schumanns Dichterliebe im Konzert interpretieren Zu seinen wichtigsten Auszeichnungen zählen der 1. Preis beim Internationalen Hans Gabor Belvedere Gesangswettbewerb (2018) sowie 2021 der höchste Preis der Verbier Festival Academy, den Prix Yves Paternot für seine Interpretation des Rodolfo in La Bohème . Der Wettbewerb wurde von der BBC Wales 1983 ins Leben gerufen und findet seither alle zwei Jahre im Juni statt. 1989 kam zum Hauptwettbewerb mit Opernarien der Wettbewerb für Lieder hinzu. Der Tenor Sungho Kim wurde in Gwangmyeong (Südkorea) geboren. Er absolvierte zunächst einen Bachelor of Music im Fach Gesang an der Nationalen Universität der Künste in Korea bei Prof. Kwangsun Song, dem sich ein Masterstudium an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin bei Prof. Ewa Wolak und Ks. Julia Varady anschloss. Währenddessen besuchte er Meisterklassen u. a. bei den Professoren Seungseo Na und Maurizio Carnelli in Seoul sowie Lioba Braun, Deborah Polaski, Bejun Mehta, Gerd Uecker, Christiane Karg und Brigitte Fassbaender in Hamburg sowie Thomas Hampson und Barbara Frittoli in Verbier.
16.06.2023
Die Dortmunder Philharmoniker nehmen ihre Reisetätigkeit wieder auf und werden dies so klimaneutral wie möglich gestalten. Zum Gastspiel des Orchesters der Stadt Dortmund nach Graz am 12. und 13. Juni 2023 im Stefaninensaal werden die Musiker*innen mit dem Zug anreisen. Die Dortmunder Philharmoniker verstehen sich selbst als „Orchester im Wandel“ und sind zukünftig bemüht, ihre Reisetätigkeit emissionsarm zu gestalten. In Graz werden das „Sinfonische Präludium“ von Anton Bruckner sowie seine Sinfonie Nr. 7 E-Dur und Sofia Gubaidulinas Märchenpoem gegeben. Die Leitung hat Generalmusikdirektor Gabriel Feltz. Die Orchester, die sich in dem Verbund „Orchester des Wandels“ gefunden haben, sehen Klima- und Naturschutz als Teil unseres Kulturauftrags an und wollen sich für dieses wichtige Thema aktiv werden und sich mit kreativen Konzertformaten mit der Klimakrise auseinandersetzen. Der Orchesterverbund „Orchester des Wandels“, möchte den Wandel zu einer nachhaltig lebenden Gesellschaft mitzugestalten und damit die Erde als lebenswerten Ort für die nachfolgenden Generationen zu bewahren. Mit erfahrenen Experten und Wissenschaftlern sollen Strategien zum Einsparen von Emissionen sowie CO2-Kompensation entwickelt werden. Mit regelmäßigen Benefizkonzerten wird das gemeinsame Hauptprojekt auf Madagaskar sowie zahlreiche regionale Projekte zum Klima- und Naturschutz gefördert. „Orchester des Wandels“ wurde im Juni 2020 mit Mitgliedern zahlreicher deutscher Berufsorchester als Verein Orchester des Wandels Deutschland e.V. gegründet. Die Vernetzung der Mitglieder untereinander sowie mit Wissenschaft und lokalen Organisationen soll das Anliegen für mehr Klimaschutz sichtbar machen. Auf ihrer diesjährigen Gastspielreise geben die Dortmunder Philharmoniker als Botschafter der Stadt Dortmund ihre Visitenkarte in der österreichischen Landeshauptstadt Graz ab. Sie gastieren mit den Werken von Anton Bruckner und Sofia Gubaidulina, die auch auf dem Programm des 10. Philharmonischen Konzerts stehen, im traditionsreichen, 1885 eröffneten und nach der damaligen Kronprinzessin Stephanie benannten Stefaniensaal, der heute zum Congresszentrum der Stadt gehört. Eines der großen Ereignisse in der Geschichte des Saales war die österreichische Erstaufführung der 7. Sinfonie von Anton Bruckner am 14. März 1886 unter Carl Muck in Anwesenheit des Komponisten, der bei diesem Anlass auch sein berühmtes Talent als Orgel-Improvisator unter Beweis stellte. Wenn die Dortmunder Philharmoniker und Gabriel Feltz dasselbe Werk hier aufführen, bewegen sie sich also auf besonders geschichtsträchtigem Boden.
09.06.2023