Olivier Py ist einer der gefragtesten französischen Regisseure, Dramatiker und Schauspieler unserer Zeit. Er absolvierte seine Ausbildung am Conservatoire National Supérieur d’Art Dramatique sowie an der École Nationale Supérieure des Arts et Techniques du Théâtre (ENSATT) und schloss parallel dazu ein Studium der Theologie ab. Seine Laufbahn in der institutionellen Leitung begann im Jahr 1997, als er zum Direktor des Centre Dramatique National d’Orléans ernannt wurde. Von 2007 bis 2012 leitete er das Odéon-Théâtre de l’Europe in Paris und war von 2013 bis 2022 Direktor des Festival d’Avignon. Seit Februar 2023 ist er Intendant des Théâtre du Châtelet in Paris. Im Bereich der Opernregie arbeitet Py seit den späten 1990er Jahren regelmäßig mit dem Bühnen- und Kostümbildner Pierre-André Weitz zusammen. An der Opéra National de Paris inszenierte er Werke wie The Rake’s Progress , Mathis der Maler , Aida und Alceste . Für das Brüsseler La Monnaie erarbeitete er Produktionen von Les Huguenots , Henry VIII und La Gioconda . Am Grand Théâtre de Genève setzte er unter anderem die „Trilogie du Diable“ ( Der Freischütz , Les Contes d’Hoffmann , La Damnation de Faust ) sowie Wagners Tannhäuser und Tristan und Isolde um. Weitere internationale Engagements führten ihn an die Bayerische Staatsoper mit Il Trovatore und Dialogues des Carmélites , an das MusikTheater an der Wien mit Hamlet und Der fliegende Holländer sowie an die Deutsche Oper Berlin mit Le Prophète und Les Vêpres siciliennes . An der Griechischen Nationaloper zeichnete er für die Inszenierung von Wozzeck verantwortlich. Olivier Py wurde unter anderem mit dem Grand Prix des Syndicat de la Critique ausgezeichnet und ist Offizier des Ordre des Arts et des Lettres sowie Preisträger des Prix Jeune Théâtre der Académie française. In der Saison 2026/27 inszeniert er an der Oper Dortmund Alberic Mangards Guercœur . (Stand 03/2026)
Margherita Maria Sala ist die Erstplatzierte des Internationalen Gesangswettbewerbs Cesti 2020, bei dem sie zusätzlich den Publikumspreis sowie den Sonderpreis des Festivals Resonanzen im Wiener Konzerthaus erhielt. In jüngerer Zeit wurde sie von Riccardo Muti eingeladen, mit dem Luigi Cherubini Youth Orchestra sowohl Vivaldis Magnificat in Lourdes und Loreto als auch Pergolesis Stabat Mater in Jesi und Ascoli Piceno zu singen. Ihr Debüt am Théâtre des Champs-Élysées gab sie 2021 in Händels Oreste an der Seite von Franco Fagioli unter dem Dirigat von Maxim Emelyanychev. Seitdem kehrte sie dorthin zurück, um unter der Leitung von Jean-Christophe Spinosi die Rollen der Bradamante in Vivaldis Orlando furioso und der Aristea in dessen L’Olimpiade zu übernehmen. Margherita ist regelmäßiger Gast der Innsbrucker Festwochen der Alten Musik. Dort sang sie in Zusammenarbeit mit Alessandro De Marchi Pasquinis Idalma , die italienische Fassung von Händels Messiah sowie Vivaldis L’Olimpiade – ein Werk, mit dem sie auch am MusikTheater an der Wien, der Opéra de Nice und in der Tschaikowsky-Konzerthalle in Moskau unter der Leitung von Federico Maria Sardelli auftrat. Zu den Festwochen 2024 kehrte sie nach Innsbruck zurück, um unter Ottavio Dantone als Cornelia in Giacomellis Cesare in Egitto zu brillieren. Zu weiteren Höhepunkten ihrer bisherigen Karriere zählen Emilio de’ Cavalieris Rappresentatione di anima et di corpo in einer Produktion von Giovanni Antonini und Robert Carsen am MusikTheater an der Wien, Händels Rodelinda (Bertarido) am Theater Kiel sowie Monteverdis Il Ritorno di Ulisse in patria (Penelope) beim Festival Monteverdi in Cremona. Ihr Debüt mit der Akademie für Alte Musik Berlin unter der Leitung von Francesco Corti gab sie als Akamus in der Rarität Merope von Domenèch Terradella an der Staatsoper Berlin, am MusikTheater an der Wien, am Teatro Real in Madrid und am Gran Teatre del Liceu in Barcelona. In der Spielzeit 2025/2026 feierte Margherita gleich zwei Hausdebüts: an der Oper Frankfurt als Lavinia in einer Produktion von Agostino Steffanis Amor vien dal destino sowie am Teatro La Fenice in der Titelrolle von Vivaldis Ottone in villa . In der Saison 2026/27 gibt sie ihr Debüt an der Oper Dortmund als La Souffrance in der Neuproduktion von Guercœur . (Stand 03/2026)
Als einer der aufregendsten und gefragtesten Künstler unserer Zeit erlangte der französische Tenor Stanislas de Barbeyrac im Jahr 2014 internationale Aufmerksamkeit, als er mit seinem Auftritt als Tamino in Mozarts Die Zauberflöte beim Festival d’Aix-en-Provence debütierte. Dieser Meilenstein markierte den Beginn einer steilen Karriere, die ihn seither an die renommiertesten Bühnen der Welt führte, darunter die Pariser Opéra, das Royal Opera House Covent Garden in London, die Metropolitan Opera in New York sowie die Staatsopern von Wien und Bayern. Ebenso gastiert er regelmäßig an der Niederländischen Nationaloper, dem Teatro Real in Madrid, dem Grand Théâtre de Genève, der San Francisco Opera und bei den Salzburger Festspielen. In der letzten Zeit kehrte er in einer prestigeträchtigen Zusammenarbeit mit Antonio Pappano als Siegmund in Barrie Koskys Neuinszenierung von Die Walküre an das Royal Opera House zurück. Zu seinen weiteren Verpflichtungen der Saison zählen die Partie des Erik in Der fliegende Holländer am Palau de les Arts Reina Sofía in Valencia sowie in einer konzertanten Darbietung an der Norwegischen Nationaloper. An der Griechischen Nationaloper gab er zudem sein Debüt als Pylade in Glucks Iphigénie en Tauride – eine Rolle, die er bereits bei seinem wegweisenden Auftritt in Aix-en-Provence verkörpert hatte. Auf der Konzertbühne war er jüngst mit Le Concert de la Loge und Julien Chauvin am Théâtre des Champs-Élysées zu erleben und interpretierte unter der Leitung von Yannick Nézet-Séguin Mozarts Requiem sowie die c-Moll-Messe mit dem Chamber Orchestra of Europe im Festspielhaus Baden-Baden, bevor er die Saison gemeinsam mit den Wiener Philharmonikern bei den Salzburger Festspielen beschließt. Diese aktuellen Erfolge bauen auf einer Reihe bedeutender früherer Höhepunkte auf, zu denen sein Jason in Cherubinis Médée an der Mailänder Scala und der Berliner Staatsoper sowie sein Siegmund in Die Walküre auf einer Europatournee mit dem Rotterdams Philharmonisch Orkest und am Teatro dell’Opera di Roma unter Omer Meir Wellber gehören. Sein Repertoire umfasst zudem Partien wie Don José in Carmen an der Opéra de Rouen Normandie und die Titelrolle in Pelléas et Mélisande beim George Enescu Festival, ergänzt durch sakrale Werke wie Verdis Messa da Requiem mit dem Philharmonia Orchestra unter Santtu-Matias Rouvali. Seine fundierte Ausbildung erhielt Stanislas de Barbeyrac am Conservatoire de Bordeaux bei Lionel Sarrazin, der ihm bis heute als stimmlicher Mentor zur Seite steht. Nach seiner Zeit im Atelier Lyrique der Opéra de Paris ab 2008 festigte er sein Können an den Häusern von Nizza, Tours, Toulon, Straßburg, Metz, Marseille und Avignon. Er ist zudem Preisträger hochrangiger Auszeichnungen wie dem Prix Lyrique du Cercle Carpeaux, dem Prix de l’Arop und dem renommierten Concours Reine Elisabeth in Brüssel. In der Spielzeit 2026/27 gibt er sein Debüt an der Oper Dortmund als Heurtal in der Neuproduktion von Guercœur . (Stand 03/2026)
Der belgische Bariton Lionel Lhote hat sich seit seinem internationalen Durchbruch als feste Größe an den führenden Opernhäusern und Festivals etabliert. Sein Weg führte ihn unter anderem an die Pariser Opéra, das Gran Teatre del Liceu in Barcelona, die Brüsseler La Monnaie sowie an die Opernhäuser von Frankfurt, Stuttgart, Monte-Carlo, Nizza und Marseille. Zudem gastierte er bei renommierten Festspielen wie den Chorégies d’Orange und dem Glyndebourne Festival sowie am Teatro Massimo in Palermo und der Opéra Royal de Wallonie in Liège. Seine musikalische Ausbildung begann er bei seinem Vater an der Académie de Musique in Frameries, bevor er sein Studium an den Konservatorien in Mons (bei Marcel Vanaud und Jacques Legrand) sowie in Brüssel fortsetzte. Ein bedeutender Meilenstein seiner frühen Karriere war der Erfolg als Preisträger beim angesehenen Concours Reine Elisabeth im Jahr 2004. Im Laufe seiner Karriere arbeitete Lionel Lhote mit namhaften Dirigenten wie René Jacobs, Marc Minkowski, Kazushi Ono, Adam Fischer und Philippe Auguin zusammen. Auch mit bedeutenden Regiegrößen wie Laurent Pelly, David McVicar, Achim Freyer sowie Karl-Ernst und Ursel Herrmann verbindet ihn eine intensive künstlerische Kooperation. Zu den Höhepunkten seiner jüngsten künstlerischen Arbeit zählen die Titelpartien in Saint-Saëns’ Henry VIII an der La Monnaie und in Thomas’ Hamlet in Liège. Weiterhin begeisterte er als Nilakantha in Lakmé in Monte-Carlo, als Don Andrès de Ribeira in La Périchole am Théâtre des Champs-Élysées sowie als Pandolfe in Massenets Cendrillon an der Pariser Opéra. In der Spielzeit 2026/27 ist er erstmals an der Oper Dortmund zu Gast und übernimmt in Guercœur die Titelpartie. (Stand 03/2026)
Tim Fischer organisierte bereits im Alter von 15 Jahren Auftritte, bei denen er gemeinsam mit einer Klavier spielenden Freundin Chansons von Zarah Leander, Marlene Dietrich, Lale Andersen u. a. sang. Mit 17 ging er nach Hamburg und feierte im Schmidt Theater auf der Reeperbahn mit dem Programm Zarah ohne Kleid große Erfolge. 1992 zog er nach Berlin. Hier entstanden weitere Chanson-Programme, u. a. Wenn die Liebe ausgeht mit Songs von Rainer Werner Fassbinder, Wolf Wondratschek, Hans Magnus Enzensberger, Bertolt Brecht, Hanns Eisler, Kurt Weill und Friedrich Hollaender. Er produzierte CDs, war in zahlreichen Talkshows zu Gast und die Presse feierte ihn als „den“ deutschen Chanson-Star. Seine Konzertabende füllten neben Kleinkunstbühnen inzwischen Schauspiel- und Opernhäuser. 1995 erhielt Tim Fischer den Deutschen Kleinkunstpreis und ist damit bis heute der jüngste mit diesem Preis Ausgezeichnete. Es folgten Auslandstourneen (1996 Damaskus, Kairo, Khartoum; 1997 Paris, Montpellier, Toulouse, Bordeaux; 1999 San Francisco). Im Dezember 2002 inszenierte Werner Schroeter am Berliner Ensemble die Uraufführung des Georg Kreisler-Musicals Adam Schaf hat Angst mit Tim Fischer in der Hauptrolle. 2006 erfuhr das Stück am Hamburger Schmidt Theater, nun unter der Regie von Georg Kreisler, eine Neuinszenierung. Für seine außergewöhnliche Leistung als Darsteller wurde Tim Fischer mit dem Rolf-Mares-Preis 2007 ausgezeichnet. Im Kinofilm Deux (Regie: Werner Schroeter) spielte Tim Fischer an der Seite von Isabelle Huppert. In Leander Haußmanns Herr Lehmann und im Münster-Tatort Der doppelte Lott (mit Axel Prahl und Jan-Josef Liefers) war er ebenfalls als Schauspieler zu sehen. 2010 widmete er der Künstlerin Hildegard Knef einen Konzertabend. Mit seiner Georg Kreisler-Hommage Das war gut! (am Flügel begleitet von Rüdiger Mühleisen) gab Tim Fischer unzählige, hoch gelobte Konzerte. 2013 veröffentlichte er anlässlich seines 25-jährigen Bühnenjubiläums das Album Geliebte Lieder . Das gleichnamige Programm erlebte im Oktober desselben Jahres eine viel bejubelte Premiere im Berliner Tipi am Kanzleramt. 2016 folgte der Chanson-Abend Absolut! (Uraufführung in der Berliner Bar jeder Vernunft). 2017 spielte Tim Fischer unter der Regie von Tom Tykwer, Achim von Borries und Henk Handloegten in der vielfach ausgezeichneten Serie Babylon Berlin . Auch in der 3. Staffel, die im Frühjahr 2020 ausgestrahlt wurde, war er wieder zu sehen. Für eine dieser neuen Episoden schrieb er den Songtext zu einer Revue-Nummer. Im Schauspielhaus Münster hatten im Januar 2018 Die alten Schönen Lieder Premiere, mit denen Tim Fischer und sein Pianist Thomas Dörschel zum ersten Mal nach 15 Jahren wieder gemeinsam auf der Bühne zu erleben waren. Mit dem Programm Zeitlos feierte Tim Fischer & Band sein 30. Bühnenjubiläum. Uraufführung war am 17. Oktober 2019 im Berliner Tipi am Kanzleramt und dann auf Tournee ging. Seit Mitte Februar 2020 ist er außerdem am Hamburger Hansa Theater in der Hauptrolle des Conférenciers im legendären Musical Cabare t zu erleben. Die Inszenierung ist ein riesiger Erfolg und erlebte bisher 130 Aufführungen. 2023 kamen weitere 50 Vorstellungen hinzu. 2024 gastiert das Musical u. a. an jeweils mehreren Tagen in der Staatsoper Hannover und in der Kölner Philharmonie. 2021 schrieb Tim Fischer gemeinsam mit Ulrich Heissig das Theaterstück Ich bin die Leander – Zarah auf Probe , das am 11. Juni desselben Jahres am Hamburger St. Pauli Theater Premiere feierte und dort seitdem über 40 Mal aufgeführt wurde. Tim Fischer gastierte mit dem Stück mittlerweile auf den Bühnen verschiedenster Städte, darunter allein an 8 Abenden im Renaissance Theater in Berlin. Mit dem Programm Tigerfest , das am 4. Oktober 2022 in Berlin Premiere hatte, feierte Tim Fischer mit einer großen Tournee den 100. Geburtstag des großen Komponisten und Autor Georg Kreisler. Glücklich macht der Sänger und Schauspieler gemeinsam mit Thomas Dörschel am Flügel sein Publikum mit dem gleichnamigen Programm seit Februar 2024. Seit Beginn seiner Karriere engagiert sich Tim Fischer für AIDS-Kranke und deren Familien, darunter ab 1999 für Projekte in Südafrika und Zimbabwe. Mit Gala-Veranstaltungen und den Spendenerlösen bei seinen Konzerten konnte Tim Fischer bis 2015 über eine halbe Million Euro sammeln. Seither widmet er sich der Unterstützung von AIDS-Hilfen in den Städten, in die ihn seine Konzertreisen führen, sowie dem Hospizdienst Tauwerk e. V. in Berlin. In der Saison 2026/27 ist Tim Fischer einmalig an der Oper Dortmund in der Operettengala Alle Neune – Die Operetten-Show zu Gast. (Stand: 05/2026)
Christine Westermann ist Journalistin, Moderatorin, Bestsellerautorin und eine der profiliertesten Literaturvermittlerinnen Deutschlands. Geboren 1948 in Erfurt, absolvierte sie nach einer Hospitanz beim „Mannheimer Morgen“ ihre Ausbildung an der Journalistenschule in München sowie ein Volontariat beim ZDF. Es folgten intensive Jahre als freie Mitarbeiterin und Moderatorin für verschiedene Radio- und Fernsehstationen. Von 1983 bis 2002 prägte sie das Gesicht der Aktuellen Stunde im WDR Fernsehen. Kultstatus erreichte sie ab 1996 an der Seite von Götz Alsmann in der WDR-Erfolgssendung Zimmer frei! ,die über 20 Jahre lang die Fernsehlandschaft bereicherte und mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet wurde. Auch im Hörfunk setzte sie Maßstäbe, unter anderem mit dem WDR 2 Montalk , für den sie 2010 den Deutschen Radiopreis erhielt. Ihre große Leidenschaft gilt den Büchern: Christine Westermann war Jury-Mitglied des Deutschen Buchpreises, ständiges Mitglied im Literarischen Quartett (ZDF) und stellt ihre Buchtipps auf verschiedenen Kanälen vor. Zudem ist sie selbst überaus erfolgreiche Autorin. Auf ihren literarischen Erstling Baby, wann heiratest Du mich? (1999) folgten weitere Bestseller wie Da geht noch was – Mit 65 in die Kurve oder Die Familien der anderen (2022). Ihre Texte trägt sie regelmäßig auf großen Lesereisen durch ganz Deutschland vor. Heute erreicht sie ein großes Publikum unter anderem mit dem erfolgreichen, WDR-produzierten Bücherpodcast Zwei Seiten (zusammen mit Mona Ameziane), der 2024 mit dem Julius-Campe-Preis gewürdigt wurde. Neben ihrer publizistischen Arbeit engagiert sie sich ehrenamtlich als Botschafterin des Palliativ- und Hospizvereins der Kölner Uniklinik. In der Saison 2026/27 gastiert Christine Westermann einmalig an der Oper Dortmund in der Operettengala Alle Neune – Die Operetten-Show . (Stand: 05/2026)
Durch seine einzigartig fesselnden Auftritte auf den wichtigsten Bühnen der Welt hat sich Rolando Villazón in über 25 Jahren internationaler Karriere als einer der beliebtesten Stars der Musikwelt und als einer der führenden Künstler unserer Zeit etabliert. Kritiker preisen ihn als „den charmantesten der heutigen Diven“ (The Times) mit „einer wunderbar virilen Stimme … Grandezza, Eleganz und Kraft“ (Süddeutsche Zeitung). Rolando Villazóns künstlerische Vielseitigkeit ist konkurrenzlos, neben seiner Bühnenkarriere ist er auch als Regisseur, Autor, künstlerischer Leiter der Stiftung Mozarteum sowie als Radio- und Fernsehpersönlichkeit erfolgreich. In der Saison 2025/26 kehrt Rolando Villazón für sein Hausdebüt als Pelléas in Marco Arturo Marellis Inszenierung von Pelléas et Mélisande unter der Leitung von Alain Altinoglu an die Wiener Staatsoper zurück. Als Eisenstein in Johann Strauss᾽ Die Fledermaus ist der Tenor zum Jahreswechsel an der Bayerischen Staatsoper zu hören. Ein weiterer Höhepunkt ist Rolando Villazóns Regiedebüt an der New Yorker Metropolitan Opera, wo er eine neue Produktion von La sonnambula inszeniert. Außerdem inszeniert er Mozarts Die Zauberflöte für die Salzburger Mozartwoche und Rossinis L’Italiana in Algeri an der Deutschen Oper Berlin, seine dritte Regierarbeit an diesem Haus. In der Saison 2026/27 ist Rolando Villazón einmalig an der Oper Dortmund in der Operettengala Alle Neune – Die Operetten-Show zu Gast. (Stand: 05/2026)
Die US-amerikanische Sopranistin Helen Donath blickt auf eine faszinierende, über fünf Jahrzehnte umspannende internationale Karriere zurück. Nach ihrer Ausbildung in Texas und New York sowie ersten Erfolgen als Liedsängerin feierte sie ab 1961 an den Opernhäusern in Köln und Hannover große Erfolge. Ihr internationaler Durchbruch gelang ihr 1967 als Pamina in Mozarts Die Zauberflöte bei den Salzburger Festspielen, was den Beginn einer jahrzehntelangen, engen Verbundenheit mit dem Festival markierte. Neben einer langjährigen Festanstellung an der Wiener Staatsoper gastierte sie weltweit an den bedeutendsten Bühnen, darunter die Metropolitan Opera New York, das Royal Opera House Covent Garden in London, die Mailänder Scala sowie die Staatsopern in Berlin und München. Ihr umfassendes Repertoire, das von Bach über Mozart bis zu Wagner und Strauss reicht, brachte sie auf der Bühne und im Studio mit legendären Dirigenten wie Herbert von Karajan, Leonard Bernstein, Sir Georg Solti, Nikolaus Harnoncourt, Daniel Barenboim und Riccardo Muti zusammen. Ein besonderer Höhepunkt ihrer Karriere war zudem die Produktion von Der Rosenkavalier im Jahr 2000, in der sie gemeinsam mit ihrem Ehemann, dem Dirigenten Klaus Donath, und ihrem Sohn, dem Regisseur Alexander Donath, künstlerisch wirkte. Für ihre herausragenden kulturellen Verdienste wurde die Bayerische Kammersängerin unter anderem mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse des Niedersächsischen Verdienstordens und der Ehrendoktorwürde der University of Miami ausgezeichnet. In der Saison 2026/27 ist Helen Donath einmalig an der Oper Dortmund in der Operettengala Alle Neune – Die Operetten-Show zu Gast. (Stand: 05/2026)
Annette Dasch zählt zu den bedeutendsten Sopranistinnen unserer Zeit. Nach der erfolgreichen Uraufführung von Alma mit Annette Dasch in der Titelpartie wird sie in der Wiener Volksoper als Rosalinde ( Die Fledermaus ), Wirtin ( Im weißen Rössl ) und als Csárdásfürstin auftreten. An der Oper Graz wird die Sopranistin ihr Rollendebüt als Marie in Wozzeck geben und sich in dieser Partie auch in einer konzertanten Aufführung der Berg-Oper mit dem London Philharmonic Orchestra in London vorstellen, bevor sie als Artist in residence von der Lied Basel verpflichtet wurde. Am Teatro Arriaga wird das von ihr konzipierte Projekt Vastitas in der Regie von Calixto Bieito seine Uraufführung erleben. Mit dem Fauré-Quartett gastiert sie in Tokyo und Dresden. Zu ihren wichtigsten Partien zählen Marschallin (New National Theater Tokyo), Katia Kabanova (Komische Oper Berlin), Jenufa (Nederlandse Opera Amsterdam), Elisabeth (Vlaamse Opera Antwerpen, Oper Frankfurt, Bayerische Staatsoper München), Elsa (Bayreuther Festspiele, Mailänder Scala, Bayerische Staatsoper München, Wiener Staatsoper, Oper Frankfurt, Gran Teatre del Liceu Barcelona, Oper Frankfurt), Eva (Budapest Festival, Metropolitan Opera New York), Fremde Fürstin (Nederlandse Opera Amsterdam), Jenny (Festival Aix-en-Provence, Oper Zürich, Deutsche Oper Berlin), Chawa (Nederlandse Oper Amsterdam, Teatro Arriaga Bilbao), Ghita (Nederlandse Opera Amsterdam), Donna Elvira (Mailänder Scala, Berliner Staatsoper, Bayerische Staatsoper München), Contessa (Royal Opera House Covent Garden London, Teatro Real Madrid, Théâtre des Champs-Elysées Paris, Metropolitan Opera New York, Oper Frankfurt), Fiordiligi (Bayerische Staatsoper München), Armida (Salzburger Festspiele), Alice (Deutsche Oper Berlin), Antonia (Opéra National de Paris), Rezia (Bayerische Staatsoper München, Theater an der Wien), Martinus Juliette (Oper Zürich), Cordelia (Opéra de Paris), Rosalinde (Wiener Staatsoper, Bayerische Staatsoper, Deutsche Oper Berlin), Hanna Glavari (Grand Théâtre de Genève), Csárdásfürstin (Oper Zürich), Dubarry (Wiener Volksoper) u. a. Im Konzert arbeitet sie mit Orchestern wie den Berliner und Wiener Philharmonikern, dem Orchestre de Paris, dem RSB Berlin, dem Mozarteum Orchester Salzburg, der Akademie für Alte Musik oder dem Wroclaw Baroque Orchestra sowie mit Dirigenten wie Daniel Barenboim, Ivor Bolton, Sir Colin Davis, Gustavo Dudamel, Adam Fischer, Daniele Gatti, Nikolaus Harnoncourt, Paavo Järvi, Marek Janowski, Fabio Luisi, Kent Nagano, Andris Nelsons, Sir Roger Norrington, Seiji Ozawa, Helmuth Rilling, Sir Simon Rattle, Esa-Pekka Salonen oder Christian Thielemann zusammen. Liederabende führen sie regelmäßig zu der Schubertiade Schwarzenberg, in den Wiener Musikverein, das Wiener Konzerthaus, zum Concertgebouw Amsterdam, in das Konzerthaus Dortmund und die Wigmore Hall London sowie die Philharmonien von Köln und Essen. Annette Dasch studierte u. a. an der Hochschule für Musik in München. Ihre Debüt-CD Armida (SONY) wurde mit einem ECHO für die beste Operneinspielung ausgezeichnet. Aktuell liegen Mozart-Arien (SONY) sowie die Beethoven Symphonien mit den Wiener Philharmonikern unter Christian Thielemann (SONY), Wagners Lohengrin unter Marek Janowski (PentaTone) sowie der Lohengrin von den Bayreuther Festspielen 2011 (Opus Arte) vor. Zu weiteren Aufnahmen zählen Deutsche Barocklieder, Schumanns Genoveva , Haydns Schöpfung , Re Pastore (DG) und Don Giovanni von den Salzburger Festspielen, Idomeneo aus München und Le nozze di Figaro aus Paris. Annette Dasch wurde 2014 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. In der Saison 2026/27 ist Annette Dasch einmalig an der Oper Dortmund in der Operettengala Alle Neune – Die Operetten-Show zu Gast. (Stand: 05/2026)
Alex Martini debütierte 2015 in einer Produktion von Franz Lehárs Die lustige Witwe am Teatro Pergolesi in Jesi. 2016 sang er erstmals am Teatro Verdi in Pisa in einer Aufführung von Giacomo Puccinis Gianni Schicchi , ebenso am Teatro Comunale Pavarotti-Freni in Modena. Es folgten Engagements u. a. in Mailand, Metz und Magnitogorsk (Russland) sowie ab 2018 Debüts als Sulpice in Gaetano Donizettis La figlia del reggimento in Bologna unter der Leitung von Yves Abel und als Dottor Malatesta in Don Pasquale in Krakau. 2019 feierte er sein Debüt als Pietro Fléville und Fouquier-Tinville in Andrea Chénier an den Theatern in Modena, Reggio Emilia, Piacenza, Ravenna und Parma. Im selben Jahr war er in Lucrezia Borgia in Bergamo, Reggio Emilia, Piacenza und Ravenna zu erleben. An der Oper Dortmund debütierte Alex Martini in der Saison 2024/25 bei der Operngala Viva la Diva . In der Spielzeit 2026/27 kehrt er als Amantio di Nicolao in Gianni Schicchi auf die Bühne des Dortmunder Opernhauses zurück. (Stand: 05/2026)