Ballett • April bis Juni 2024

Dawson

Dortmunder Erstaufführungen: „Metamorphosis“ / „Affairs of the Heart“ • Choreografien von David Dawson • Musik von Philip Glass und Marjan Mozetich

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(c) Leszek Januszewski

Dawson

  • In der Audioeinführung gibt Ihnen Dramaturgin Helena Sturm einen kurzen Einblick in den Ballettabend Dawson. Eine Live-Einführung können Sie 45 Minuten vor jeder Vorstellung im Foyer erleben. 

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Zwischenmenschliche Beziehungen in allen Facetten, das Wechselspiel inniger Momente der Zuneigung und leidenschaftlicher Abwehr – dafür findet der Choreograf David Dawson, einer der innovativsten und international gefragtesten Tanzschöpfer der aktuellen Tanzszene, einen Stil, der sich mit fließender Leichtigkeit und Eleganz mitteilt. Das Vokabular der Neoklassik ist dabei die Grundlage seiner Kreationen, das er mit feinen Nuancen zu seiner eigenen Sprache macht. Sowohl abstrakt als auch erzählerisch, immer aber atmosphärisch berührend, schafft er seit über 20 Jahren Werke, die international gefeiert und ausgezeichnet werden und in das Repertoire führender Companys eingegangen sind.

Der Kreationsprozess seines Balletts Metamorphosis zur gleichnamigen Komposition von Philip Glass für Soloklavier wurde jäh durch die Corona-Pandemie unterbrochen und zwang David Dawson dazu, sein Stück für 23 Tänzer*innen in Distanz via Zoom mit der Company des Dutch National Ballet fertigzustellen. Die Uraufführung folgte dann am 29. April 2021 ebenso online. Neue Umstände, die den Choreografen und die Tänzer*innen nicht in ihrer schöpferischen Kraft bremsen konnten. David Dawson fand einen Weg mit den Unsicherheiten dieser Zeit umzugehen. „Metamorphosis ist ein Vehikel der Hoffnung, es geht darum, weiterzumachen, nicht aufzugeben, um den sprichwörtlichen Weg, den wir vom Winter in den Frühling gehen, um den Glauben, dass Licht am Ende des Tunnels scheint.” (David Dawson)

Drei Solistinnen, zwei Solisten und vier Paare führen dagegen in seiner Kreation Affairs of the Heart (UA 2022) vor, wie edel und erhaben die Vision der Liebe sein kann. Das Violinkonzert des Kanadiers Marjan Mozetich gibt dem Ballett seinen Titel. Mit vereinnahmenden Soli wie auch synchron arrangierten Dreh- und Hebefiguren der Paare zu minimalistisch erdachten musikalischen Strukturen, aber auch angenehm melodischen, fast romantischen Passagen hat David Dawson ein Ballett als Ode an die Liebe selbst geschaffen. „Es ist fröhlich, es ist leidenschaftlich, es ist feurig. Es lebt. Es ist eine Feier des Seins.“ (David Dawson)

Termine

Mai 2024 25 Samstag Opernhaus 19:30 Uhr – 21:30 Uhr (eine Pause) Einführung: 18:45 Uhr
Tagesaktuelle Besetzung am 25. Mai 2024
(Änderungen vorbehalten)
Juni 2024 02 Sonntag Opernhaus 18:00 Uhr – 20:00 Uhr (eine Pause) Einführung: 17.15 Uhr
Tagesaktuelle Besetzung am 02. Juni 2024
(Änderungen vorbehalten)
Zum letzten Mal Juni 2024 07 Freitag Opernhaus 19:30 Uhr – 21:30 Uhr (eine Pause) Einführung: 18:45 Uhr
Tagesaktuelle Besetzung am 07. Juni 2024
(Änderungen vorbehalten)

Gesamtbesetzung

Metamorphosis
Metamorphosis 1 Sae Tamura, Daria Suzi, Georgia Allardice, Guillem Rojo i Gallego, Javier Cacheiro Alemán, Filip Kvačák, Simone Dalè
Metamorphosis 2 Amanda Vieira, Ekaterine Surmava, Konami Omachi, Kasumi Iwata, Manuela Souza, Yingyue Wang, Paulina Bidzińska, Giuditta Vitiello, Jihan Jung, Júlia Baró, Georgia Allardice, Eleonora Vio-Genova, Phoebe Kilminster, Matilde Colombo, Lúcio Kalbusch, Marcelo Kanopka, Simone Dalè, Márcio Barros Mota, Matheus Vaz, Keigo Muto, Francesco Nigro, António Ferreira, Maksym Palamarchuk, Guillem Rojo i Gallego
Metamorphosis 3 Sae Tamura, Daria Suzi, Georgia Allardice, Márcio Barros Mota, Simone Dalè, Lúcio Kalbusch, Matheus Vaz, António Ferreira, Francesco Nigro, Filip Kvačák, Javier Cacheiro Alemán, Keigo Muto
Metamorphosis 4 Giuditta Vitiello, Jihan Jung, Júlia Baró, Georgia Allardice, Eleonora Vio-Genova, Konami Omachi, Phoebe Kilminster, Matilde Colombo, Amanda Vieira, Ekaterine Surmava, Maksym Palamarchuk, Guillem Rojo i Gallego, Kasumi Iwata, Manuela Souza, Simon Jones, Samuel Bassler, Yingyue Wang, Paulina Bidzińska, Milivoje Andrejević, Luke Ruben Talirz
Metamorphosis 5 Sae Tamura, Daria Suzi, Georgia Allardice
Affairs of the Heart Daria Suzi, Georgia Allardice, Manuela Souza, Sae Tamura, Phoebe Kilminster, Paulina Bidzińska, Ekaterine Surmava, Yingyue Wang, Amanda Vieira, Javier Cacheiro Alemán, Simon Jones, Filip Kvačák, Matheus Vaz, Lúcio Kalbusch, Márcio Barros Mota, Guillem Rojo i Gallego, Simone Dalè, António Ferreira, Kasumi Iwata, Jihan Jung, Milivoje Andrejević, Luke Ruben Talirz, Giuditta Vitiello, Eleonora Vio-Genova, Francesco Nigro, Arthur Wille, Konami Omachi, Maksym Palamarchuk, Samuel Bassler

Dortmunder Philharmoniker (Affairs of the Heart)

Metamorphosis
Choreografie David Dawson
Musik Philip Glass
Klavier Ana-Maria Dafova, Petra Riesenweber
Kostüme Eddie Grundy, David Dawson
Lichtdesign Bert Dalhuysen
Choreografische Assistenz Christiane Marchant
Bühnenbildassistenz Madeleine Mebs
Inspizienz Jelena-Ana Moody
Affairs of the Heart
Choreografie David Dawson
Musik Marjan Mozetich
Solovioline Shinkyung Kim, Alexander Prushinskiy
Bühnenbild Eno Henze
Kostüme Yumiko Takeshima
Lichtdesign Bert Dalhuysen
Choreografische Assistenz Raphaël Coumes-Marquet
Musikalische Leitung Koji Ishizaka
Bühnenbildassistenz Madeleine Mebs
Inspizienz Jelena-Ana Moody

Meinungen

Kritiken und Pressestimmen

Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ)

„Es gibt sie durchaus, die Hebefiguren im Pas de deux, den kurz aufblitzenden Spitzentanz, die Pirouette, doch Dawsons neoklassischer Zugriff und sein stets Brüche wagender Erzählfluss überwinden mühelos die Gefahr des Selbstverliebten zugunsten einer einzigen großen Liebeserklärung an die Sprache des Körpers und sein wortloses Vokabular.

Das Prinzip Hoffnung ruht mit Macht auf dem hochästhetischen Bilderfluss.

Dawson kreist um die Liebe, anrührend, zerbrechlich, unstillbar, unfassbar im Geschenk, das Menschen einander machen können. Man darf staunen, es ist im oft so zwanghaft verkopften Theater diesmal nicht verboten, zu sagen: Herz zu zeigen, ist ein Glück.

Das unter Wang zur internationalen Adresse aufgestiegene Dortmunder Ballett lässt diese in Amsterdam und München uraufgeführten Werke mühelos erblühen. Für die hohe Klasse der Kompanie seien Sae Tamura, Daria Suzi, Matheus Vaz und Javier Cacheiro Alemán stellvertretend genannt. Dortmunds Philharmoniker (Leitung: Koji Ishizaka) deuten Mozetichs titelgebendes, mitunter allzu süffig komponiertes Violinkonzert unbestechlich souverän. Langer Beifall.“

15. April 2024
Ruhr Nachrichten

„Der außergewöhnliche Samstagabend im Dortmunder Opernhaus ist ein Höhepunkt der Jubiläumsspielzeit des Dortmunder Ballettintendanten Xin Peng Wang.

Der 52-jährige Brite David Dawson verzaubert das Publikum mit Tanz voller Sinnlichkeit und Ästhetik. Er fordert die Dortmunder Compagnie mit schweren Schrittfolgen, Bewegungen und vielen Hebungen, die die Tänzerinnen und Tänzer technisch grandios und mit einer hinreißenden Ausdruckstiefe meistern. ‚Dawson‘ ist Ballett in Vollendung, Tanz pur, der vom Publikum – ebenso wie David Dawson – frenetisch bejubelt wurde.

Hinreißender Tanz voller Schönheit, Hingabe Anmut, Sinnlichkeit und Poesie. Und das Finale hat mit den neun Tänzern und sieben Tänzerinnen in schlichten weißen Kostümen fast eine ‚Schwanensee‘-Ästhetik.

Daria Suzi und Javier Cacheiro Alemán zeigen faszinierend Sinnlichkeit und Sehnsucht in diesem Tanz der Liebe. Die Schrittfolgen und Hebungen von David Dawson sind so ausgefeilt wie anspruchsvoll. Es spricht für die hohe Qualität der Dortmunder Compagnie, dass sie beide Choreografien in so einer Perfektion auf die Bühne bringt. Und Márcio Barros Mota ist so ein großartiger Tanzvirtuose, dass Dortmund sich glücklich schätzen kann und stolz sein darf, ihn in der Compagnie zu haben.

‚Dawson‘ ist ein leiser, beeindruckender Abend. Hingehen und genießen!“

15. April 2024
Online Musik Magazin

„Es kommt zu einer flüchtigen, zarten Berührung, bevor die beiden zu den beinahe meditativen Klängen von Glass ein bezauberndes Pas de deux im neoklassischen Stil präsentieren. Tamura begeistert dabei mit filigranem Spitzentanz, Gallego mit kraftvollen Hebefiguren. Der Bewegungsablauf ist dabei absolut elegant und virtuos.

Die Tänzerinnen und Tänzer begeistern mit eleganten und virtuosen Bewegungen. Dabei wechselt das Vokabular zwischen absolut synchronen Abläufen und leicht versetzten Schritten und Drehungen, die von einer enormen Ästhetik gezeichnet sind.

Koji Ishizaka führt die Dortmunder Philharmoniker mit großem Fingerspitzengefühl durch die Partitur und gibt Shinkyung Kim an der Solovioline viel Raum, durch virtuoses Spiel zu glänzen und dabei die verschiedenen Stationen der Liebe plastisch auszuleuchten. So gibt es auch für diesen Teil tosenden Applaus für alle Beteiligten (…).

Dawsons Bewegungssprache ist absolut elegant anzusehen und wird vom Ballett Dortmund mit großer Virtuosität und Leidenschaft umgesetzt.“

13. April 2024

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