Der Tenor Sungho Kim wurde in Gwangmyeong (Südkorea) geboren. Er absolvierte zunächst einen Bachelor of Music im Fach Gesang an der Nationalen Universität der Künste in Korea bei Prof. Kwangsun Song, dem sich ein Masterstudium an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin bei Prof. Ewa Wolak und Ks. Julia Varady anschloss. Währenddessen besuchte er Meisterklassen u. a. bei den Professor*innen Seungseo Na und Maurizio Carnelli in Seoul sowie Lioba Braun, Deborah Polaski, Bejun Mehta, Gerd Uecker, Christiane Karg und Brigitte Fassbaender in Hamburg sowie Thomas Hampson und Barbara Frittoli in Verbier. Im Juni 2023 gewann er den Song Prize beim BBC Cardiff Singer of the WorldCompetition. Zu den wichtigsten seiner zahlreichen weiteren Auszeichnungen zählen der 1. Preis beim Internationalen Hans Gabor Belvedere Gesangswettbewerb (2018), wie schon zuvor beim 47. Nanpa Musik Wettbewerb in Suweon (2015), der 33. Daegu Gesangswettbewerb in Daegu (2015), Gloria Oper „Yang suhwa“-Wettbewerb und Nationale Gesangswettbewerb in Seoul. Darüber hinaus gewann er u. a. einen Sonderpreis und war Finalist beim 54. Internationalen Gesangswettbewerb Concurso Internacional de Canto Francisco Viñas in Barcelona (2016) sowie 2020 beim Glyndebourne Opera Cup in England und beim Internationalen Musik Wettbewerb Köln (2021). Ferner erhielt er einen 2. Preis beim Salvatore Licitra Concurso in Mailand (2020).
In der Spielzeit 2018/19 wurde Sungho Kim Mitglied des Internationalen Opernstudios der Staatsoper Hamburg, wo er u. a. Scaramuccio (Ariadne auf Naxos) unter dem Dirigat von Kent Nagano sang. Im Sommer 2021 debütierte er beim Verbier Festival in der Schweiz als Rodolfo (La Bohème) und wurde dort mit der höchsten Auszeichnung des Verbier Festivals „Prix Yves Paternot“ geehrt.
2020/21 kam er als festes Ensemblemitglied an die Oper Dortmund, wo er seither zahlreiche Partien des lyrischen Tenorfachs interpretierte, so u. a. Belmonte (Die Entführung aus dem Serail), Fortunatus (Frédégonde), Camille de Rosillon (Die lustige Witwe), Alvar (Fernand Cortez oder Die Eroberung von Mexiko), Tamino (Die Zauberflöte und Das Geheimnis der Zauberflöte) sowie Léopold (La Juive). In der Spielzeit 2023/24 war er u. a. als Rodolfo (La Bohème) und Quyokuma/Fantastikuss (Uraufführung Die Reise zu Planet 9) und Froh (Das Rheingold) zu erleben. In der Spielzeit 2024/25 verkörperte er u. a. die Rollen Alfredo Germont (La traviata), Alfred (Die Fledermaus) und Don Ottavio (Don Giovanni).
Neben den beiden Fachpartien Pong (Turandot) und Belmonte (Die Entführung aus dem Serail), verkörperte Sungho Kim in der Spielzeit 2025/26 an der Oper Dortmund auch die Partien des S-4711 in der Uraufführung von Sarah Nemtsovs WE (WIR) sowie des jungen ukrainischen Kriegers Iskra in der Szenischen Deutschen Erstaufführung von Clémence de Grandvals Mazeppa. Außerdem führte ihn ein Gastengagement an die Oper Leipzig, wo er als Rodolfo in Puccinis La Bohème zu erleben war. Diese Partie verkörperte er auch schon in der Spielzeit 2024/25 in Leipzig, ebenso die Rolle des Fenton in einer Neuinszenierung von Verdis Falstaff.
In der Saison 2026/27 ist er an der Oper Dortmund als Rinuccio in Gianni Schicchi, als L’ombre d’un poète in Guercœur, als Walther von der Vogelweide in Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg, als Sänger des Siegfried in der Uraufführung von Bernhard Langs neuer Oper Brünnhilde brennt in Bayreuth und Dortmund sowie in der Operetten-Gala Alle Neune – Die Operetten-Show zu erleben.
(Stand: 05/2026)