Oper • Premiere

Sehnsucht. Ein barockes Pasticcio

Mit Auszügen aus Werken von Riccardo Broschi, Georg Friedrich Händel, Claudio Monteverdi, Nicola Antonio Porpora, Henry Purcell u. a. • In italienischer und englischer Sprache mit deutschen Untertiteln

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Sehnsucht

In Ausnahmezeiten wächst die Sehnsucht: Sehnsucht nach menschlicher Nähe, nach Freiheit und nach dem Besonderen. Eine Epoche, in der dieses Gefühl stark zu Tage trat, ist das Barockzeitalter: Auf der einen Seite die unbändige Lust am Leben, die mit der Sehnsucht einhergeht, jeden Tag zum Besten zu machen. Auf der anderen Seite die Präsenz des Todes verbunden mit dem Bewusstsein von Vergänglichkeit und der Sehnsucht nach dem Paradies. An diesen Gefühlen hat sich bis heute – rund 400 Jahre später – kaum etwas geändert, auch wenn die äußeren Umstände andere sind. Damals wie heute etwas zutiefst persönliches und bei jedem Menschen anders, ist Sehnsucht doch die Summe aus – oft durch die individuelle Vergangenheit aufgeladenen – Erwartungen sowie Gedanken über die eigene Unvollkommenheit. Das barocke Pasticcio lädt ein zu einer Reise in die Lebensgeschichte, geheimnisvoll und vielseitig, sinnlich und überraschend. Dieses szenische Kaleidoskop rund um die Sehnsüchte eines Mannes ist eine Hinterfragung von Beziehungen, Identitäten sowie Sinn und Ziel des Lebens. Durch die Zusammenstellung der reizvollen und oft virtuosen barocken Arien entsteht ein packender Abend, in der das schillernde Spektrum der Emotionen zum Klingen gebracht wird.

Dank der Stilmittel der musikalischen Ausdrucksweise konnten Komponisten wie Georg Friedrich Händel, Henry Purcell oder Nicola Antonio Porpora die reichhaltige Bandbreite menschlicher Gefühle in Klänge setzen und es den Zuhörer:innen ermöglichen, ganz unmittelbar Anteil daran zu nehmen. Dabei äußert sich Sehnsucht in ganz unterschiedlichen Emotionen, die von der Musik sensibel und ausdrucksstark aufgegriffen werden – oft verbunden mit hochvirtuosen Melodielinien, die von den Sänger:innen größte Kunstfertigkeit abverlangen. Der Countertenor Hagen Matzeit gibt ebenso sein Debüt an der Oper Dortmund wie der junge Brasilianer Bruno de Sá, dessen natürliche Sopranstimme ein außerordentlich beeindruckendes Phänomen darstellt.

Auf der Bühne in Szene gesetzt wird dieser hochemotionale Abend von dem jungen Regisseur Andreas Rosar. Neben einer jahrelangen Auseinandersetzung mit dem Werk Richard Wagners u. a. im Rahmen der Bayreuther Festspiele widmet sich Regisseur Andreas Rosar immer wieder dem Barock. So gab er 2010 sein vielbeachtetes Regiedebüt mit der Schweizer Erstaufführung von Georg Friedrich Händels Ezio am Theater Biel Solothurn. Nicht nur seine Studien der Philosophie, Theologie sowie Germanistik in Mainz und Rom befähigen ihn dazu, mit einem hintergründigen und dennoch frischem Blick das bis heute Gültige aus den Stücken herauszuarbeiten und mit Leichtigkeit auf die Bühne zu bringen.

Weitere Termine So, 29.11.2020 (15:00 Uhr) • Sa, 19.12.2020 (19:30 Uhr) • Mi, 16.12.2020 (19:30) • Sa, 26.12.2020 (18:00 Uhr) • So, 03.01.2021 (18:00 Uhr). Vorverkaufsstart voraussichtlich ab September 2020.

Altersempfehlung: ab 12 Jahren

 

Termine

Premiere November 202022SonntagOpernhaus18:00 Uhr
Tagesaktuelle Besetzung am 22. November 2020

Sopran  Sooyeon Lee
Mezzosopran  Maria Boiko
Sopranist  Bruno de Sá

Countertenor  Hagen Matzeit
Bass  Denis Velev
Musikalische Leitung  Philipp Armbruster

November 202029SonntagOpernhaus15:00 Uhr
Tagesaktuelle Besetzung am 29. November 2020

Sopran  Sooyeon Lee
Mezzosopran  Maria Boiko
Sopranist  Bruno de Sá

Countertenor  Hagen Matzeit, Etienne Walch
Bass  Denis Velev
Musikalische Leitung  Philipp Armbruster

Weitere Termine folgen.

Gesamtbesetzung

Sopran Sooyeon Lee
Mezzosopran Maria Boiko
Sopranist Bruno de Sá
Countertenor Hagen Matzeit, Etienne Walch
Bass Denis Velev

Dortmunder Philharmoniker

Musikalische Leitung Philipp Armbruster
Regie Andreas Rosar
Bühne Dina Nur
Kostüme Alexander Djurkov Hotter
Licht N. N.
Dramaturgie Dr. Merle Fahrholz, Laura Knoll
Studienleitung Thomas Hannig
Produktionsleitung Fabian Schäfer
Regieassistenz David Martinek
Kostümassistenz Ksenia Sobotovych
Inspizienz Ulas Nagler, Alexander Becker

Sponsoren

Förderer