Oper • Deutsche Erstaufführung

Frédégonde

Drame lyrique in fünf Akten von Ernest Guiraud und Camille Saint-Saëns in Zusammenarbeit mit Paul Dukas • Libretto von Louis Gallet • In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Kalender

Frédégonde

Zum 100. Todestag von Camille Saint-Saëns

Es ist eine Familienfehde – die sich ausweitet zu einem Bürgerkrieg. Brunhilda tritt an gegen Hilpéric, ihren Schwager. Ziel ihres Angriffes ist jedoch die Frau an seiner Seite, Frédégonde, ihrer Ansicht nach die Hure des Ehemannes ihrer verstorbenen Schwester – und Grund für deren verfrühten Tod. Nachdem Hilpéric seine Schwägerin mit einem Überraschungsangriff überwältigt, setzt er seinen Sohn Mérowig als ihren Aufpasser ein. Er soll Brunhilda in ein abgeschirmtes Kloster verbannen. Doch Mérowig ist so verzaubert von seiner Tante, dass er den Befehlen seines Vaters zuwiderhandelt …

Bei seinem Tod 1892 hatte Ernest Guiraud die Oper Frédégonde nicht beendet. Es lagen nur die ersten drei Akte vor, die von Paul Dukas orchestriert wurden. Die letzten beiden Akte erschuf der berühmte Schüler des verstorbenen Komponisten, Camille Saint-Saëns. Obwohl Guiraud und Saint-Saëns der Arbeit des deutschen Kollegen Richard Wagner skeptisch gegenüberstanden, lässt sich in Frédégonde mit ihren langen melodischen Flüssen und chromatischen Läufen eine Annäherung an dessen Schreibweise feststellen. In Verbindung mit dem auf romantischen Harmonien und klassischen Formen basierenden Personalstil von Saint-Saëns wird dieses Werk zu einem einzigartigen Zeugnis der musikalischen Vielfalt des späten 19. Jahrhunderts.

Erstmalig ist Frédégonde in Deutschland zu sehen, auf die Bühne gebracht von der jungen französischen Regisseurin Marie-Eve Signeyrole, die mit ihren vielseitigen und zugleich sinnlichen wie modernen Inszenierungen die Aufmerksamkeit des internationalen Opernpublikums auf sich zieht. Pene Pati, Preisträger zahlreicher internationaler Wettbewerbe, debütiert als Mérowig in Dortmund auf der deutschen Opernbühne.

Die Partituren wurden vom Palazzetto Bru Zane – Centre de musique romantique française herausgegeben und freundlich zur Verfügung gestellt.

Termine

Gesamtbesetzung

Frédégonde Marie Karall / Hyona Kim (27.05.21)
Brunhilda Anna Sohn
Mérowig Pene Pati / James Lee (14.02.21, 28.03.21, 27.05.21)
Hilpéric Mandla Mndebele
Fortunatus Sungho Kim
Prétextat Denis Velev
Landéric Philipp Kranjc*
Un serviteur Matthias Störmer

Opernchor Theater Dortmund
Statisterie Theater Dortmund
Dortmunder Philharmoniker 


*Mitglied des Opernstudio NRW

Musikalische Leitung Gabriel Feltz (P) / Motonori Kobayashi
Regie Marie-Eve Signeyrole
Bühne Fabien Teigné
Kostüme Yashi
Licht N. N.
Video Laurent La Rosa
Choreografie Julie Compans
Chor Fabio Mancini
Dramaturgie Merle Fahrholz
Studienleitung Thomas Hannig
Produktionsleitung Fabian Schäfer
Sprachcoaching Aymeric Catalano
Regieassistenz Dominik Kastl
Inspizienz Ulas Nagler / Alexander Becker
Soufflage Adriana Naldoni

Sponsoren

Förderer