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Philharmoniker

Gabriel Feltz

Generalmusikdirektor der Stadt Dortmund 2013–2025

Gabriel Feltz (1971–2025) prägte über zwölf Spielzeiten das musikalische Leben in Dortmund. Seit der Saison 2013/14 war er Generalmusikdirektor der Stadt Dortmund und Chefdirigent der Dortmunder Philharmoniker. In dieser Zeit entwickelte er gemeinsam mit dem Orchester ein weit gespanntes Repertoire, initiierte außergewöhnliche Konzertprojekte und setzte besondere Schwerpunkte bei Komponisten wie Gustav Mahler, Sergei Rachmaninow und Richard Wagner.

Zu den großen Projekten seiner Dortmunder Jahre zählen die Beschäftigung mit sämtlichen Sinfonien Gustav Mahlers, umfangreiche Einspielungen der Sinfonien Rachmaninows sowie der Beethoven-Marathon, bei dem 2022 alle neun Sinfonien an einem einzigen Tag erklangen. Auf der Opernbühne leitete Feltz zahlreiche Produktionen und war musikalisch eng mit dem neuen Dortmunder Ring des Nibelungen in der Regie von Peter Konwitschny verbunden.

Eine besondere Verbindung bestand auch zur Belgrader Philharmonie. Nach ersten gemeinsamen Konzerten ab 2008 übernahm Feltz mit der Spielzeit 2017/18 die Position des Chefdirigenten und leitete das Orchester bis 2025. Dortmund und Belgrad führte er immer wieder auch künstlerisch zusammen: Beim Beethoven-Marathon 2022 musizierten beide Philharmonien gemeinsam und machten aus dem Zyklus aller neun Sinfonien ein grenzüberschreitendes Großprojekt.

Feltz studierte an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin Dirigieren und Klavier. Nach seinem Studium arbeitete er als Assistent von Gerd Albrecht an der Hamburgischen Staatsoper. Über Stationen in Lübeck und Bremen führte ihn sein Weg 2001 als Generalmusikdirektor nach Altenburg-Gera. Von 2004 bis 2013 war er Chefdirigent der Stuttgarter Philharmoniker und Generalmusikdirektor der Landeshauptstadt Stuttgart, parallel dazu von 2008 bis 2013 Erster Gastdirigent am Theater Basel. Als Gast dirigierte Gabriel Feltz zahlreiche renommierte Orchester im In- und Ausland. Sein Repertoire umfasste gleichermaßen Oper und Konzert und reichte von der großen sinfonischen Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts bis zu Werken der musikalischen Moderne und Gegenwart. Produktionen führten ihn unter anderem an die Bayerische Staatsoper, die Oper Frankfurt, das Opernhaus Zürich und die Staatsoper Prag.

Mit Dortmund und den Dortmunder Philharmonikern verband Gabriel Feltz eine besonders lange gemeinsame künstlerische Geschichte. Seine Lust an großen musikalischen Bögen, seine Neugier auf ungewöhnliche Programme und seine Energie für Projekte, die über den einzelnen Konzertabend hinausreichten, haben das Orchester und das Musikleben der Stadt über viele Jahre geprägt.

Seit September 2026 trägt der große Probensaal im Orchesterzentrum NRW den Namen Gabriel-Feltz-Saal. Die Dortmunder Philharmoniker erinnern damit an ihren langjährigen Generalmusikdirektor an einem Ort, an dem das Orchester täglich arbeitet, probt und musikalische Ideen entwickelt.