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Philharmoniker

Gabriel Feltz

Generalmusikdirektor

Gabriel Feltz ist einer der wichtigsten deutschen Dirigenten seiner Generation. Seit Beginn der Saison 2013/14 leitet er als Generalmusikdirektor (GMD) der Stadt Dortmund die Dortmunder Philharmoniker. Die Saison 2024/25 wird seine letzte in dieser Funktion sein, gleichzeitig wird er bereits als GMD der Stadt Kiel amtieren. Zusätzlich ist Gabriel Feltz Chefdirigent der Belgrader Philharmoniker. In seiner Dortmunder Amtszeit hat er die Dortmunder Philharmoniker zu einem der führenden Klangkörper Nordrhein-Westfalens gemacht und dem Musikleben der Stadt seinen Stempel aufgedrückt. 

Gabriel Feltz hat eine klassische deutsche Kapellmeisterlaufbahn durchlaufen. Nach seiner künstlerischen Ausbildung an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin begann er als Assistent von Gerd Albrecht an der Hamburgischen Staatsoper. Nach Posten als Kapellmeister in Lübeck und Bremen übernahm Feltz seine erste Position als GMD beim Philharmonischen Orchester Altenburg-Gera (2001–2005). Danach stand er den Stuttgarter Philharmonikern für fast zehn Jahre vor und leitete dort insgesamt über 350 Aufführungen. Zeitgleich war Feltz von 2008 bis 2013 Feltz Gastdirigent am Theater Basel, welches in dieser Zeit zweimal als „Opernhaus des Jahres“ ausgezeichnet wurde. 

Die Liste der von Gabriel Feltz dirigierten Klangkörper im In- und Ausland ist lang, weltweit sind es aktuell über 60 Orchester. Als Beispiele seien genannt: die Sächsische Staatskapelle Dresden, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, die Rundfunkorchester des NDR (Hamburg und Hannover), des WDR und des MDR, das National Orchestra of Taiwan, die Grazer Philharmoniker und das Osaka Philharmonic Orchestra. Im Opernbereich ist Gabriel Feltz im traditionellen Repertoire mit Gastspielen in aller Welt, etwa Wiederaufnahmen von Wagners Fliegendem Holländer an der Bayerischen Staatsoper München und der Arabella an der Oper Frankfurt, aber vor allem durch seine Arbeit am Theater Dortmund, das 2023 den OPER! AWARD als „bestes Opernhaus“ verliehen bekam, bestens ausgewiesen. Hier wird gerade Wagners Ring des Nibelungen in einer international stark beachteten, von Peter Konwitschny inszenierten Produktion bis 2025 auf die Bühne gebracht. Eine regelmäßige Zusammenarbeit verbindet Gabriel Feltz mit der Oper Köln, wo er im Dezember 2020 anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Uraufführung von Erich Wolfgang Korngolds  Die tote Stadt die erfolgreiche Livestream-Premiere des Stückes leitete.

Wie nur wenige Dirigenten seiner Position widmet sich Gabriel Feltz mit Überzeugung auch den großen, extrem anspruchsvollen Werken der Avantgarde. So gab er 2013/14 sein umjubeltes Debüt an der Komischen Oper Berlin mit der Premiere von Bernd Alois Zimmermanns Soldaten, gefolgt von Luigi Nonos Intolleranza 1960 am gleichen Haus – ein Werk, das Feltz zuvor bereits in Bremen dirigierte. An der Oper Zürich debütierte er 2016 mit einer Neuproduktion von Wolfgang Rihms Hamletmaschine. Zuletzt leitete er in der Saison 2023/24 am Opernhaus Zürich die Neuproduktion der Oper Amerika nach Franz Kafka von Roman Haubenstock-Ramati, die auf breite Resonanz stieß.

Die Diskographie des Künstlers ist eine der umfangreichsten, die ein Dirigent seiner Generation aufweisen kann. 2007 erhielten die Stuttgarter Philharmoniker unter Leitung von Gabriel Feltz den „Prix Rachmaninow“ der Foundation Sergej Rachmaninow – in Würdigung des bis heute umfangreichsten Aufführungszyklus’ der Werke Rachmaninows im deutschsprachigen Raum. Mit den Dortmunder Philharmonikern hat er zuletzt die drei Sinfonien Rachmaninows auf CD eingespielt. 2021 erschien zudem sein herausragender Gesamtzyklus sämtlicher Sinfonien Gustav Mahlers mit den Orchestern aus Stuttgart und Dortmund.