Oper • Verschoben / Premiere

Cabaret

Musical Comedy in zwei Akten • Buch von Joe Masteroff, nach dem Stück »Ich bin eine Kamera« von John van Druten und Erzählungen von Christopher Isherwood • Musik von John Kander, Gesangstexte von Fred Ebb • Deutsch von Robert Gilbert • Fassung von Chris Walker (1997) • In deutscher Sprache

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Cabaret

Die Produktion »Cabaret« ist auf Oktober 2021 verschoben.

Das ist der Anfang vom Ende: Die schillernde Metropole Berlin tanzt zum Jahreswechsel 1929/30 auf einem hochexplosiven Pulverfass – und mittendrin die halbseidenen Gäste des Kit Kat Klubs. Hier trifft der mittellose Schriftsteller Cliff Bradshaw auf die aufregende Nachtclubsängerin Sally Bowles. Die Beziehung, die daraus entsteht, ist jedoch ebenso zum Scheitern verdammt wie die zwischen seiner Vermieterin Fräulein Schneider und dem jüdischen Obsthändler Herr Schultz. Denn alle Lebenslust und Freizügigkeit kann auf Dauer der Bedrohung durch den Nationalsozialismus nicht standhalten.

„Das Leben ist ein Cabaret“, singt Sally Bowles – und 54 Jahre nach seiner Uraufführung 1966 scheint das Musical aktueller denn je. Die amerikanische Sicht auf die Zeit kurz vor dem Ausbruch des Dritten Reichs ist unbequem. Cliff bringt es auf den Punkt: „Wenn du nicht dagegen bist, bist du dafür.“ In der erotisch-dekadenten Atmosphäre des berühmten Klubs kontrolliert der Conférencier süffisant die ganze Handlung, in der der Diskurs von Toleranz und Intoleranz als Ursache für Verfolgung und Krieg herausgestellt wird. Die ausgelassene Musik im Stil der 20er Jahre verstärkt den damals herrschenden Gegensatz von greller Buntheit und selbstzerstörerischer Grundstimmung.

Gil Mehmert gehört zu den führenden Musical-Regisseuren dieser Tage. An der Oper Dortmund stellte er dies bereits mit seinen Inszenierungen von zuletzt Jekyll & Hyde sowie West Side Story eindrucksvoll unter Beweis.

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