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Oper

Alexander Becker

Regie, Inspizienz & Leitung OpernYoungsters

Alexander Becker (* in Münster) arbeitet als Regisseur, Autor und Hochschuldozent. Seit 2005 ist er dem Opernhaus Dortmund zudem als Inspizient verbunden.

Einen besonderen Schwerpunkt seiner Tätigkeit als Regisseur bildet bereits seit vielen Jahren die aktive Einbindung von Laien in den professionellen Theaterbetrieb. So entstanden seit 2005 zwischen Münster und Dortmund eine Vielzahl an großen partizipativen Bühnenproduktionen in Sprech- und Musiktheater, mit teilweise weit über einhundert Mitwirkenden und einem oft gleichwertigen Nebeneinander von Laien und Profis auf der Bühne.

An der Oper Dortmund verantwortet Alexander Becker in der aktuellen Spielzeit 2026/27 mit Titanic – Das Musical (Premiere: 18. Juni 2027) ein partizipatives Großprojekt mit über 150 Mitwirkenden im Alter von 8 bis 70 Jahren, an dem Mitglieder sämtlicher Dortmunder Spielclubs (OpernKids, OpernYoungsters, YoungSymphonics und Dortmunder Bürger*innenOper) gemeinsam mit professionellen Theaterschaffenden beteiligt sein werden. Dem vorausgehend brachte Alexander Becker in den vergangenen Jahren an der Oper Dortmund u. a. die Deutsche Erstaufführung des Musical-Hits Alle reden nur noch von Jamie (2026), das Musical Carrie, basierend auf dem gleichnamigen Roman von Stephen King und inszeniert als emotionalen Psycho-Thriller (2025), Gilbert und Sullivans Die Piraten von Penzance (2024), Jacques Offenbachs Orpheus in der Unterwelt (2023), Andrew Lloyd Webbers Joseph and the Amazing Technicolor Dreamcoat (2019), Volker Ludwigs Linie 1 (2018) oder die Deutsche Erstaufführung des Rock-Musicals Beethoven᾽s Last Night (2017) auf die Bühne. Seine Inszenierung von Kurt Schwaens König Midas (2016) wurde beim Wechselspiel-Theaterfestival mit dem Zuschauerpreis ausgezeichnet.

Zusätzlich zu seinen genannten Arbeiten für die partizipativen Spielclubs der Oper Dortmund, brachte Alexander Becker aber auch Opern wie Engelbert Humperdincks Hänsel und Gretel (2026), festliche Galaabende wie Loriots Der Ring an einem Abend mit Moderator Götz Alsmann (2025) oder eine halbszenische Fassung von Johann Strauss᾽ Operetten-Klassiker Die Fledermaus (2017) auf die Bühne des Dortmunder Opernhauses. Für den Spielplan der Jungen Oper Dortmund (ehemals Kinderoper Dortmund) inszenierte er außerdem die Uraufführungen Prinzessin sein? Nein, danke! (2023), Juliane Kleins Irgendwie anders (2011), Peter Schindlers Zirkus Furiosos (2010) und Wer andern eine Geige klaut (2007), letztere in Co-Regie mit Christine Mielitz.

Als Mitbegründer und Hausregisseur eines freien Ensembles, der Jungen Oper Münster, inszenierte Alexander Becker von 2012 bis 2016 zudem die mobilen Kinderopern Allein, zu zweit (2016), Wagners RING für Kinder (2013) und Lukas, der kleine Opernvampir (2012). 

Auch für das Münsteraner Theater in der Meerwiese hat er seit 2010 regelmäßig Stücke inszeniert, so zuletzt u. a. Mike Bartletts Erdbeben in London (2025), Dale Wassermans Einer flog über das Kuckucksnest (2024 und 2023), Thomas Vinterbergs Das Fest (2022), Maurice Maeterlincks Die Blinden (2021) oder Peter Handkes Die Stunde, da wir nichts voneinander wussten (2018).

Seiner Tätigkeit als Autor von Theatertexten für unterschiedliche partizipative Gruppen und Formate entstammen zahlreiche eigene Stücke, so u. a. für die Junge Oper Dortmund Inside Carmen (2023), ausDRUCK (2015), Codename: Liebesrausch (2013) und Nachts, wenn wir schlafen (2012), für das Münsteraner Theater in der Meerwiese Circus der Einsamkeit (2017), Peccatum Mortiferum – Die sieben Todsünden (2016), Es bleibt unter uns und Sein oder nicht sein (beide 2015), We Celebrate (2014), MASSIV (2013), Wer Gewalt sät (2012), Was haben Sie zu bieten? (2011) und Chatroom X (2010) sowie im Kleinen Haus der des Theater Münster (ehem. Städtische Bühnen Münster) die beiden Projekte Komm nicht näher (2004) und God is a DJ (2003).

Seit dem Wintersemester 2023 hat Alexander Becker einen Lehrauftrag für szenisches Spiel an der Musikhochschule Münster inne, wo er mit Bachelor- und Masterstudierenden der Gesangsklassen zuletzt Benjamin Brittens The Turn of the Screw (2026) auf die Bühne brachte.

Nach dem Abitur in Münster absolvierte Alexander Becker eine private Schauspiel- und klassische Gesangsausbildung und war im Anschluss für mehrere Jahre als Chortenor tätig (u. a. Staatstheater Kassel, Aalto-Musiktheater Essen, Ruhrtriennale). Davor absolvierte er eine Ausbildung zum staatlich geprüften Erzieher.

(Stand: 09/2026)